German Corner

Deutsches Eck in Koblenz

Da wollen wir heute morgen gemütlich mit der Seilbahn vom Deutschen Eck zur Feste Ehrenbreitstein hochschweben, aber die Kabinen stehen über dem Rhein still. Wassn los? Ruhetag? Kaputt? Och neee. Irgendwie ist auch abgesperrt und Polizei steht rum. Kurz danach kommen auf einmal Polizeimotorräder, Limousinen und darin das belgische Königspaar um die Ecke. Die sind grad auf Rheinland-Pfalz Besuch und heute ist ein Essen auf der Feste Ehrenbreitstein angesetzt. Da es zeitlich gerade passt, schieben wir halt noch eine kleine Schiffstour dazwischen. Bis wir zurück sind, sollten Königs hoffentlich die Burg erreicht haben. Also eine Stunde Schifffahrt auf dem Rhein, warum auch nicht.

Als wir wieder – laut englischer Schiffsansage – am „German Corner“ anlegen, fährt die Seilbahn wieder normal und 10 Minuten später stehen wir hoch über dem Rhein auf der Festung und schauen hinunter ins Tal. Königs sind wohl noch beim tafeln, der ganze Innenhof steht voll mit Polizei und Entourage. Wir gönnen uns erstmal was zu Essen und zu Trinken und harren gespannt der Dinge die da kommen.

Meine Kamera liegt bereit und mein kleines „Reporterherz“ wird ganz aufgeregt, als Bewegung in die Sache kommt. Suche mir schnell einen Platz auf einer Rampe und bekomme das Gruppenfoto für Presse und TV mit. Anschließend mischen sich König Philippe und Königin Mathilde noch ein wenig unters Volk und ermöglichen mir so auch noch ein schönes Foto, bevor sie weiterfahren.

Wir erkunden danach noch die ganze Anlage, in der man sich fast verirren kann und fahren anschließend völlig kaputt wieder runter nach Koblenz. Da es an der Zeit ist, besuche ich noch „Hasan“ – laut Google der beste Frisör in Koblenz 😉 – um meinen Haarschnitt vor dem morgigen Klassentreffen auf Vordermann zu bringen. Nach 50 Jahren will ich ja auch was hermachen. Ein aufregender Tag geht dann bei Bier und Wein auf dem Campingplatz gegenüber der „German Corner“, sprich dem „Deutschen Eck“ zu Ende.

Nebel über den Wassern

Unsere Reise beginnt mit einem kleinen Hüpfer von Berlin nach Coswig an die Elbe. Der klassische Start, um erstmal aus Berlin rauszukommen, was Zeit und meist auch Nerven kostet. Der übliche Stau hinterm Michendorfer Kreuz kostet uns eine gute halbe Stunde, biegt aber gottseidank nach rechts auf die A 10 Richtung Hannover ab, wogegen wir auf der A 9 Richtung Süden entspannt weiterfahren können.

Weiterlesen „Nebel über den Wassern“

Windjammerparade

Gorch Fock II in Warnemünde

Die Woche waren wir seit langem wieder mal mit dem Wohnmobil in Warnemünde. Das erste Mal mitten in der Woche, kann ich ja jetzt. Der Stellplatz auf der Mittelmole war trotzdem wieder knackevoll. Ganz vergessen, dass am Wochenende die 31. Hansesail stattfindet. Haben aber trotzdem noch ein Plätzchen in der zweiten Reihe bekommen und ich konnte gleich am Abend noch die Ausfahrt der „Norwegian Dawn“ fotografieren.

Ab Dienstag trafen dann mehr und mehr Segelschiffe in Warnemünde ein. Ein Teil lag direkt vor unserem Stellplatz, so die J.R. Tolkien, ein anderes Segelschiff, die Großherzogin Elisabeth lag am Stellplatz 7, direkt vor dem Kreuzfahrt-Terminal. Ein Teil fuhr durch bis zum Stadthafen nach Rostock. Die Schiffe nutzen die Gelegenheit Segelturns anzubieten und verdienen sich so ein bißchen Geld für die Instandhaltung der Schiffe. Hab ich ja auch schon zweimal genutzt. Dieses mal wollte ich aber nur schauen, nicht fahren.

Weiterlesen „Windjammerparade“

Wanderwege

Zwie Walkingstöcke lehnen an einem Baum vor einem kleinen Fluß

Da wir wahrscheinlich in diesem Herbst in Nordspanien sein werden, hab ich mir überlegt, dass es doch ganz interessant sein könnte, ein paar Etappen des Jakobswegs zu laufen. Nicht die ganzen 800 km, das wäre zuviel, aber mal so die eine oder andere Etappe, so dass ich insgesamt auf 100 km komme, was mich berechtigen würde in Santiago de Compostela die Urkunde zu bekommen. Die Etappen des Camino Frances liegen in der Regel zwischen 20 und 30 km und sind unterschiedlich anspruchsvoll.

Weiterlesen „Wanderwege“

Schiffspotting

Containerschiff auf der Elbe

Wir sind von den ostfriesischen Inseln an die Elbe, etwas oberhalb von Hamburg, auf den Campingplatz am Leuchtturm in Krautsand gewechselt. Ziel: Schiffe gucken. Groooße Schiffe, Containerriesen. Davon sollte es ja genug geben, auf dem Weg um die halbe Welt zum Hamburger Hafen. Aber die Frequenz ist dann doch eher spärlich. Noch dazu sind diese Schiffsriesen ja auch nicht die schnellsten. Mit umgerechnet 14 Knoten kämpfen sie sich die Elbe hinauf, so schnell fahre ich schon mit meinem E-Bike. Es braucht also etwas Geduld um die Schiffe formatfüllend auf den Sensor zu bekommen.

Weiterlesen „Schiffspotting“

Highflyer

Kitesurfer vor Neuharlingersiel

Könnte der Wind für die zahlreichen Besucher der Nordseeküste im Moment gern ein wenig einschlafen, ist es für die Kitesurfer ein paradiesischer Zustand am Strand von Neuharlingersiel. Viele Kitedrachen am Himmel und am Strand warten bereits die nächsten Surfer um sich in die Fluten zu stürzen. Wobei es hier mit „stürzen“ nicht weit her ist, durch das flache Wasser kann man gemütlich mit dem Kitedrachen in die Nordsee hineinlaufen, stellt sich dann auf das Brett und los geht es.

Weiterlesen „Highflyer“