Wenn in früheren Zeiten ein solches Ereignis am Nachthimmel erschien, wurde es sicher als Omen für kommende Unglücke betrachtet. Nicht nur eine normale Mondfinsternis, an sich schon ein Zeichen, nein, der Mond leuchtet im Erdschatten auch noch rot. Daher der Begriff: Blutmond. Ein relativ seltenes Ereignis. Wenn der Mond dann noch besonders dicht an der Erde „klebt“ wirkt er noch größer und bedrohlicher. Weiterlesen „Roter Mond“
Von oben herab

Letzten Dienstag haben wir uns etwas besonderes gegönnt. Zu unserem Hochzeitstag haben wir in 203 Meter Höhe das „Winterfrühstück“ gebucht und dabei zweimal Berlin umrundet. Also korrekterweise hat Berlin uns natürlich umrundet. Wir konnten das Frühstück genießen und bei herrlichem Wetter die fantastische Aussicht genießen. Im Westen die Abhörstation auf dem Teufelsberg, im Osten die Müggelberge und im Norden die Ostsee. Also fast. Und unter uns Berlin. Im Schatten des Turms. Weiterlesen „Von oben herab“
Paddywalk

Wolfershausen

Letztens bekam ich eine Mail von einem Freund aus meiner alten Heimat, von dem ich länger nichts gehört habe. Und die hatte etwas äußerst Interessantes im Anhang. Einen Auszug aus der HNA vom Sommer 1956. Neben Anzeigen zu Verlobungen, Vermählungen oder Todesfällen wird auch dazu aufgerufen „Ostzonenpakete“ zu schicken, aber ganz links oben in der Ecke…. tataaaaaa, da oben, da isser. Der kleine Harald (also icke jetze) wurde geboren. Okay, die Schrifttype meines Namens hätte ich persönlich anders gewählt, aber wahrscheinlich sollte es ein Hauch von Nordischem ausstrahlen. Denk ich mal so. Aber ist doch süß, oder? Vielen Dank Stefan fürs finden und zuschicken.
Kiezkalender #18
In Ermangelung weiterer Kieztürchen – aus bekannten Gründen – nehme ich das was da ist. Daher meine aktuelle, sehr schöne Tür, die ich hoffentlich heute öffnen kann, um das Haus zu verlassen in das sie führt. Ich will mich nicht beschweren. Hier im Haus 7 des Klinikums in Friedrichshain wird man super betreut, engagiertes und nettes Personal macht einem den Aufenthalt angenehm, aber hey, es ist ein Krankenhaus, machen wir uns nichts vor. Die vergangenen 7 Tage haben mir gezeigt, wie wichtig es ist das Leben zu genießen. Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute. Jeder Streit, jeder idiotische Schwachsinn hat darin keinen Platz. Dazu ist es viel zu kostbar. Neben der Wiedererlangung der Gesundheit, auch ein kleiner, aber wichtiger Erkenntnisgewinn 🙂
Gib mir fünf
Nach einem herrlichen Frühherbsttag in Warnemünde, mit einem langen Strandspaziergang nach Wilhelmshöhe und zurück, sitzen wir nun in unserem Wohnmobil bei Bier und Wein. Hier, wo alles seinen Anfang nahm. Heute genau vor fünf Jahren haben wir, gleich hier um die Ecke, in Bargteshagen, unser Wohnmobil vom Händler in Empfang genommen. Im Kühlschrank fand sich eine Flasche Sekt und wir uns kurz darauf auf der Mittelmole in Warnemünde wieder. Dies sollte für die nächste Zeit unser Hotspot für die kleinen Auszeiten werden, aber das wussten wir da noch nicht so genau.
Inzwischen sind 5 Jahre und rund 60.000 Kilometer ins Land gegangen. Im Kopf schwirren Unmengen von Bildern herum, die ich versuche einer unserer vielen Touren zuzuordnen. Wir beide in der Mitternachtssonne auf dem Nordkapp, unter einem riesigen Regenbogen an der Nordsee, vor dem Leuchtturm des Cap Fréhel, in den Schwefelquellen der Toskana, und, und, und…. Es müssen Tausende sein, die irgendwo gespeichert sind. Im Kopf, so wie bei Frederik der Maus. Jederzeit abrufbar. Schöne Erinnerungen, warme Gefühle.
Und soviel liegt noch vor uns, was wir noch sehen wollen, die schottischen Highlands, die Geysire auf Island, die Affen auf Gibraltar, oder die höchsten Schweizer Berge. Ich muss nicht nach Bangkok oder auf die Malediven fahren, es gibt so tolle Sachen in Deutschland und Europa zu entdecken und alle können wir mit unserem rollenden Haus erreichen. Also stoßen wir an, auf fünf Jahre Freiheit und Abenteuer und wünschen uns für die nächsten fünf Jahre – erstmal – viel Neues zu sehen. Herzlichen Glückwunsch „Bergziege“ und begleite uns weiter zuverlässig durch die Welt.
Der Bierpinsel

Anfang des Jahres haben sich in Berlin ein paar Fotoverrückte zusammengefunden, die eines vereint: Die Kameramarke. Alle benutzen Digitalkameras von Olympus, in der Regel die neuen, die „mit ohne Spiegel“. Daraus entstand nun der Berliner Oly-Stammtisch. Beim Treffen in dieser Woche gab es neben Foto-Smalltalk auch die Ergebnisse der beim letzten Mal gestellten Aufgabe zu präsentieren. Es galt den „Bierpinsel“ – laut Wikipedia „ein 47 Meter hoher Turm mit aufgesetztem Mehreckbau nebst Treppenturm“ in Steglitz in Szene zu setzen. Das ist ein architektonisch ziemlich interessantes Bauwerk, gleichzeitig ist es aber auch ziemlich schräg. Wie ein aus dem Himmel gefallenes außerirdisches Artefakt reckt es sich von der Schlossstraße aus neben einer Hochstraße in die Höhe. Weiterlesen „Der Bierpinsel“
Selfie
Selfie mit der EM-5 – Foto: h|b
Es steht ja nirgends geschrieben, dass man Selfies nicht auch mit einer richtigen Kamera machen darf, oder? Da nun langsam aber sicher der Sommer zu Ende geht, habe ich gestern morgen vor dem Büro noch mal kurz die Sonnenstrahlen wirken lassen und wenn ich schon so rumstehe gleich ein Bild von mir geschossen. Arm lang ausgestreckt, Blick mitten ins Objektiv und verzweifelt versucht nicht blind zu werden. Die Sonne stand wirklich exakt in Blickrichtung. Bin ja ansonsten eher selten auf Bildern. Ein Vorteil, der Mensch hinter der Kamera zu sein. Aber es ist auch cool, Fotograf und Model in einer Person zu sein.
Smartphonejunkies
Angespannter Blick auf das Display – Foto: h|b
Wenn ich manchmal so drüber nachdenke, frag ich mich ja schon, wie wir eigentlich früher ohne die kleinen Zeitvernichtungsmaschinen ausgekommen sind. Ich bin mit offenen Augen durch die Gegend gelaufen, ohne Blick auf Google Maps. Ich habe nicht nach jeder Vibration in der Hosentasche hektisch nachgeschaut, was grad passiert ist – Mail gekommen, Facebook-Like bekommen, Akku leer. Hab mein Essen nicht fotografiert, sondern gegessen. Hab Mails am Rechner geschrieben und (manchmal) geduldig auf Antwort gewartet, heute tippe ich Nachrichten in Whatsapp und werde ungeduldig wenn zwei grüne Häkchen erscheinen und das Gegenüber nicht sofort anfängt zu tippen. Das ist alles schon ein bisschen krank, wenn man drüber nachdenkt.
Ich hab es natürlich in der Hand das Ganze zu beenden, aber ich will mich ja nicht abkapseln. Es ist ja Teil meines Lebens geworden. Ich WILL Likes für Fotos haben, ich WILL ohne Zeitverlust kommunizieren können, ich WILL im Zweifel wissen, wo genau ich jetzt bin und wann und wo die nächste Bahn fährt, oder das nächste Car2Go rumsteht. Das will ich und ich bekomme es. Wie der Süchtige seine Drogen. Nennt man wohl abhängig. Puhhhh. Gibts auch sowas wie Methadon für Smartphonejunkies? Ein Ersatz? Vielleicht hilft ein Nokia 6110. Nur Telefon und SMS. Ach neee, langweilig. Ich bleibe beim Smartphone. Basta.
Die Anregung für diesen Artikel gab mir das Foto, was schon länger in meinem Fundus liegt, und ein Fundstück auf G+ von heute, wo ein Restaurant beschreibt, wie es mit Filmen aus der Überwachungskamera von 2004 und 2013 herausbekommt, wieso die Gäste sich beschweren, das alles so lange dauert. Ist auf englisch, aber die Quintessenz wird trotzdem klar 😉
Ekschperte am Werk
Die Treppe zu „Expert Training“ in Friedrichshain – Foto: h|b
Wie oft bin ich diese Treppe in den letzten Jahren hoch und runter gelaufen. Hoch, schleppend, noch von der Mühsal der Arbeit beladen, hinunter, beschwingt, muskelgestählt nach 30 Minuten Training. Vorbei. Als letzte Woche ein Kommentar in meinem Blog erschien, der mich als „Expert-Nutzer“ zum „Betroffenen“ machte, war ich leicht verwirrt. Warum sollte ich – und von was – betroffen sein? Ein Austausch über das Training? Bessere Vernetzung der Trainierenden? Heute bin ich schlauer.
Nach einem längeren Urlaub wollte ich heute Abend endlich wieder meine Muskeln auf Vordermann bringen. Ausnahmsweise beschwingt will ich die Tür zum „Expert Training“ öffnen, um die Treppe zu ersteigen, rumms. Aua. Zu. Häh!?!? Aha, ein neues Schloss über der Tür und jede Menge Din A 4 Zettel mit einer E-Mail Adresse für Betroffene. Auf einem Zettel beschwert sich eine ehemalige Angestellte, dass man sie bitte nicht anrufen soll, sie wüsste auch nichts. Ein „offizieller“ Zettel fantasiert etwas von einer „Havarie“ im Gebäude, wegen der man bis Mitte Juni schließen müsse.
Wahrscheinlicher ist allerdings eine Havarie des Franchisenehmers, der die Kunden jetzt blöd im Regen stehen lässt. Es gibt ja verschiedene Bezahlmodelle und wer noch vor kurzem einen 2-Jahresvertrag abgeschlossen und dafür vorab rund 700€ bezahlt hat, dürfte leichte Verzweiflung spüren. Ich hatte meinen Vertrag bereits zum August gekündigt, verliere also höchstens 2 Monate. Auch ärgerlich, aber verschmerzbar. Ob Firma und Konto noch existieren ist unklar. Bei Google schrieb jemand, das es keinen entsprechenden Handelsregistereintrag mehr gäbe.
So oder so, eine Ära geht zu Ende. Mal sehen was ich künftig machen werde. Die Idee finde ich ja nach wie vor nicht schlecht, auch wenn vermutlich mit ausreichendem Training zu Hause, eine ähnliche Wirkung erzielt werden kann. Vorausgesetzt, man macht es regelmäßig.


