Ehrenmal?

Panzer am Ehrenmal in Berlin

Hinter den Panzern und der riesigen Figur eines sowjetischen Soldaten liegen etwa 2500 in der Schlacht um Berlin gefallene Rotarmisten. Neben Russen auch Ukrainer und Soldaten anderer inzwischen selbstständiger Länder der ehemaligen Sowjetunion. Daher hat das Ehrenmal weiterhin einen Sinn, auch wenn dieser momentan schwer zu verstehen ist.

Die Befreiung aus der Herrschaft der Nationalsozialisten war ein wichtiger Akt und führte letztendlich auch zur Bildung einer europäischen Identität. Umso schlimmer, dass einer der damaligen Akteure – Russland – aktuell ein mörderischen Angriffskrieg gegen sein Nachbarland führt, um es angeblich zu „entnazifizieren“. Der völkerrechtswidrige Krieg gegen die Ukraine wird aus russischer Sicht mit immer abstruseren Gründen gerechtfertigt. Der Roman 1984 ist in der Realität angekommen. Damit hätte ich in meinem Leben nicht mehr gerechnet.

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Tag der Erde

Ein Bachlauf mit Weiden und Bäumen

Der jährliche Earthday hatte in diesem Jahr den Schwerpunkt „Nachhaltigkeit“. Das gilt für viele Bereiche, von Kleidung über Nahrung bis hin zum eigenen Verhalten. Hinter jedem Tun sollte die Frage stehen: Ist es nachhaltig? Muss ich mit dem Auto zum Bäcker fahren? Gut, in einer Stadt wie Berlin stellt sich die Frage nicht so wirklich, da man hier wirklich überall ohne Auto hinkommt. Alles ist fussläufig, oder zumindest mit Rad oder Öffis zu erreichen. Ich komme aber auch vom Dorf, da geht inzwischen ohne Auto nichts mehr und Bäcker oder Einzelhandel sind aus der Fläche leider fast durchgängig verschwunden.

Wenn wir uns trotzdem bei jeder Handlung diese Frage stellen – und gerade beim einkaufen haben wir die Wahl zu entscheiden – könnte die Welt ein wenig besser und nachhaltiger werden. Für meine Kinder und Enkelkinder die ihr Leben noch vor sich haben. Wir haben nur diese eine Erde, diesen fragilen Planeten. Mit dem wir leider nicht sehr pfleglich umgehen. In diesem Sinne…

Was wir heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt morgen aussieht.

Marie von Ebner-Eschenbach

Das Titelbild ist ein Fließ aus dem Naturschutzgebiet in Uhldingen am Bodensee. Fotografiert mit meiner OM-D E-M5ii am späten Vormittag im April.

Leaving Calpe

Camping Calpe Mar aus Drohnensicht

Nach nun 42 Tagen verlassen wir heute unsere Homebase in Calpe. Wir haben uns sehr an diesen kleinen Urlaubsort gewöhnt, sodass es ein wenig schwerfällt weiterzuziehen. Für reines Überwintern – einfach in der Sonne sitzen und das Meer genießen, Restaurants mit leckerm Essen, Tapas und Wein sind ausreichend vorhanden – ein idealer Ort. Es ist zwar recht frisch in der Nacht, teilweise bis runter zum Nullpunkt, aber 8 Stunden Sonne am Tag bei Temperaturen zwischen 16 und 21 Grad, machen das dann wieder wett.

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Überwintern für Anfänger

I love Calpe

„Camping ist der Zustand, in dem der Mensch seine eigene Verwahrlosung als Erholung empfindet“. Diesen Satz hab ich schon ein paar Mal auf diversen Wohnmobilen gesehen und ein kleines Stück Wahrheit steckt sicherlich darin. Aber bis zur Verwahrlosung ist es dann doch noch ein ganzes Stück, am Ende liegt es ja an einem selber. Wie geht es uns inzwischen eigentlich mit diesem „Überwintern“ in Spanien? Wir hatten ja so Ideen und Pläne bevor wir losfuhren, existieren die noch? Nicht so ganz, soviel Schon mal vorweg.

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Überwintern

Peñíscola Altstadt im Abendlicht

Vor fünf Tagen sind wir auf unserem Platz in Peñíscola angekommen. Nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Waren die Tage während der Anfahrt noch strukturiert und identifizierbar, beginnen sie jetzt so langsam zu verschwimmen. Ohne Uhr wüsste ich momentan weder Datum noch Wochentag korrekt zu benennen. Es spielt im Grunde auch keine Rolle, außer man muss einkaufen.

Das ist in dieser Woche aber eh schwierig, da die Spanier gerade einen Feiertagslauf haben. Am Montag war Verfassungstag, heute ist Mariä Empfängnis. Als Feiertag! Dadurch sind auch grad viele Spanier unterwegs, sie nutzen die wenigen Tage die sie Urlaub nehmen müssen, um eine ganze Woche plus die zwei Wochenenden an die spanischen Küsten zu fahren. Auch auf unserem Platz ist das zu merken.

Wasseraufsicht am Strand
End of Saison – Foto: h|b
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