Wir drehen an den Zeigern, stellen die Uhren vor und zurück und bilden uns ein, die Zeit ließe sich nach Belieben verändern. Doch die Zeit lässt sich nicht beeindrucken. Sie geht ihren Weg, unbeirrt und nur in eine Richtung.
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Da ich gerade in der Vorbereitung auf meinen nächsten runden Geburtstag bin, habe ich in der großen Bilderkiste gekramt, auf der Suche nach meiner Vergangenheit. Die liegt ja schon seeehr weit zurück, im letzten Jahrhundert sozusagen. Mein Gott klingt das furchtbar. Naja, es gibt ein paar schwarzweiss Bilder, die es bis heute überlebt haben, aber natürlich nicht mehr die beste Qualität haben.

Abends am See
Mit meinem Fotoclub war ich am Montagabend in Uhldingen am Ufer des Bodensees, um mit den Anderen gemeinsam zu fotografieren. Ziel war es das Wasser in seinen Erscheinungsformen auf den Speicher zu bannen.

Klimaschock
Das Ende der verrückten Hitzeperiode ist in Sicht. Morgen soll es laut Wetter-App bis zu 10° weniger auf dem Thermometer haben als heute. Teile Deutschlands erwarten allerdings für heute noch mal neue Rekorde, die gar nicht so schnell entstehen, wie sie auch schon wieder purzeln. Über 40° soll das neue Normal sein? Früher war auch Sommer?
Auf Autobahnen brechen die Betonpisten auf, die Bahn rät davon ab mit dem Zug zu fahren, selbst die Infrastruktur hält der Hitze nicht stand. Veranstaltungen werden abgesagt, Rettungsdienste sind am Limit und holen immer wieder Hitzeopfer aus Wohnungen. Menschen sterben wegen Dehydrierung, Hitzschlag, oder beidem. Wenn das das neue Normal sein soll, weiß ich auch nicht. Aber wie sagt unser BuKa so schön: “ Die Welt geht ja deswegen morgen noch nicht unter“. Das mag stimmen, aber was ist mit Übermorgen? Egal, Hauptsache weiter so.
Das Foto entstand gestern Nacht kurz nach 23 Uhr von unserem Balkon mit Blick über den See in Richtung Schweiz. Ich hab meine OM-D E-M 1 III dazu auf das Stativ gestellt, „LiveComposite“ eingeschaltet und 4 Minuten laufen lassen. Jede Belichtung dauert 4 Sekunden, hinzugefügt wird immer nur, was sich im Bild ändert. Hier eben das Wetterleuchten und die Blitze.
Mal sehen, ob das Ende der Hitzewelle mit Unwettern einhergeht, oder ob wir morgen einfach wieder normal Leben können, ohne Angst vor dem nächsten Sonnenaufgang haben zu müssen.
Ostercrew
Meine Ostergruppe wünscht allen Leserinnen und Lesern meines kleinen aber feinen Blogs „Frohe Ostern“. Rechtzeitig hat hier am Bodensee auch der Sommer Einzug gehalten. Etwas zu früh, aber die vielen Besucher und Besucherinnen in Überlingen freut es natürlich umso mehr.
Grad gesehen, dass der neue Bildeditor (Beta) in WordPress eine Art KI integriert hat und mein Foto in „Comic“ umgewandelt hat. Ist im Editor nicht zu sehen, erst in der Vorschau. Nettes Feature.
Auf ein Neues
So zäh wie sich das vergangene Jahr manchmal anfühlte, war es in Wirklichkeit gar nicht. Ich hab mir gestern die Top 100 Bilder aus 2025 rausgesucht, mit dem ich das Jahr chronologisch ein wenig im WhatsApp Status Revue passieren lassen möchte. Es ist ne ganze Menge passiert. Sowohl persönlich als auch fotografisch. Und es fühlt sich im Rückblick nach ’ner Menge Spaß an.

Licht und Wasser: Impressionen vom Bodensee #27
Letzt stand das Jahresthema „Nächtliche Landschaften“ auf der Tagesordnung meines Fotoclubs in Überlingen. Es war unser Jahresthema und wurde daher von einem befreundeten Fotoclub ausgewertet. Mit dem Aufmacher dieses Beitrages habe ich von 35 eingereichten Fotos den 5. Platz belegen können.
Zu dem Foto bin ich gegen halb acht Abends zum Kloster Birnau gefahren und hab dort mein Stativ aufgebaut. Ich wusste dass kurze Zeit später ein Zug der Gürtelbahn von Uhldingen kommen würde, den ich mit einer längeren Belichtungszeit in das nächtliche Bild integrieren wollte. Zum Zeitpunkt der Aufnahme fuhren dann hinter mir noch ein paar Autos den Berg hinunter, so dass sie mit ihren Schweinwerfern, dem Vordergrund noch etwas Licht spenden konnten. Wer genau hinschaut, sieht auch die Sterne im nächtlichen Himmel über Uhldingen und dem Bodensee.
Zeitlos 23/52
Wenn man diesen Punkt erreicht hat, spielt Zeit keine Rolle mehr. Zumindest für den oder die, die hier begraben liegen. Eben noch ging der Blick vielleicht zur Uhr, im nächsten Moment ist Zeit völlig bedeutungslos, da sie ab sofort nur noch für alle anderen einen Bezugswert hat. In etwa vier Milliarden Jahren wird die Erde von der Sonne verschlungen, aber vermutlich schafft es die Menschheit auch so, sich bis dahin irgendwie selbst die Lebensgrundlagen zu entziehen. Übrigens wird in derselben Zeit auch die Andromeda Galaxie mit der Milchstraße kollidieren. Dürfte ein ziemliches Spektakel werden. Gut dass wir bis dahin völlig zeitlos längst alle im Schoss der Erde ruhen.
Fotowalk in Konstanz
Letzte Woche veranstaltete das Fotogeschäft Lichtblick aus Konstanz seine Frühjahrsmesse in der Leica-Galerie. Parallel dazu wurden Fotowalks angeboten, unter anderem von OM Systems. Die haben Anfang des Jahres eine neue Kamera auf den Markt gebracht, die ich beim Walk gern mal ausprobieren wollte.


Alt 9/52
Passend zum Wochenthema der #52WochenFotoChallenge war ich am Freitag mit einem guten Freund auf der „Retro-Klassik“ in Stuttgart. Einem Eldorado für Verbrennerautos. Möglichst gut erhalten und möglichst „Alt“. Man unterscheidet dann auch zwischen „Youngtimern“ und „Oldtimern“. Eins haben sie aber alle gemeinsam, sie sind teuer. So wird für einen guten erhaltenen VW Käfer 1302 aus dem Jahr 1974 – da habe ich genau so einen Käfer als erstes Auto für knapp 2000 DM gekauft (gebraucht) – schon mal 25.000€ aufgerufen. Hätte ich meinen schicken Käfer damals mal eingeschweißt und aufgehoben 😉

