
Heute ist Herbstanfang. Das Wetter belohnt den Tag, im Gegensatz zur abgelaufenen Woche, mit einem richtig schönen Sonnentag. Obendrüber ein paar Wolken, auch mal Dunkle, aber es ist trocken und teilweise richtig warm. Wir machen uns auf in den Westen, mal sehn, ob noch iPhones im Angebot sind. Der Applestore am Ku’Damm ist gut gefüllt mit Menschen, aber die neue Generation iPhones gibt es heute nur zum anfassen, nicht zum mitnehmen. Die erste Lieferung ist komplett verkauft, wann es Neue gibt, kann niemand sagen. Ist wahrscheinlich auch besser so, am Ende wären wir nur wieder schwach geworden. Weiterlesen „Herbstanfang in Berlin“
Partymacher mit 150 Jahren

Als Nena am späten Abend auf der Haupttribüne am Brandenburger Tor ihren Superhit „99 Luftballons“ anstimmt, steigert sich die Begeisterung der anwesenden Zuschauer noch mal zu einem Höhepunkt. Das es sich hier eigentlich um eine Geburtstagsfeier handelt, spielt sicher keine Rolle mehr. Den ganzen Tag schon flanieren die Besucher über die – mal wieder für die Autofahrer gesperrte – Strasse des 17. Juni, vorbei an Ständen mit Essen und Trinken, aber auch welche für die geistige Erbauung. So stehen viele Vertreter des Geburtstagskindes den Bürger Rede und Antwort. Weiterlesen „Partymacher mit 150 Jahren“
Reserviert
Verdutzt rieben sich die Menschen heute morgen gegen halb acht auf dem Weg zum Hauptbahnhof die Augen. Hatte die unselige Angewohnheit der Deutschen und Engländer, die Liegen am Urlaubsstrand morgens in aller Herrgottsfrühe schon mit Handtüchern zu belegen, nun auch den Capital Beach erreicht? Alle verfügbaren Liegen waren weithin sichtbar mit roten Handtüchern belegt.
Ein weißer Schriftzug darauf wies dann allerdings schnell die Lösung. Eine Online-Buchungsplattform, beziehungsweise App, für Hotels, verlängerte kurzerhand – gefühlt – das Urlaubsfeeling der wieder zurückgekehrten Berlinerinnen und Berliner und drapierte die roten, kuscheligen Tücher entlang des Spreebogens. Nach der Aktion – gegen zehn Uhr – konnten diese direkt von den Gästen mitgenommen werden. Für uns das perfekte Utensil für einen herrlichen Wannseetag mit den Enkelkindern.
Abendrot
Heute Abend gab es mal wieder einen dieser genialen Sonnenuntergänge bei denen sich der Berliner Himmel blutrot verfärbt und mit der richtigen Wolkenformation ein herrliches Bild zeigt. Der Tag begann ja heute morgen mit Blitz und Donner und zeigt sich dafür am Abend versöhnlich, mit einer Verheissung auf weitere schöne Sommertage, die aber nicht mehr so heiss werden. Es hat kräftig abgekühlt und draussen sind es um 22 Uhr gerade noch 20 Grad. Das verspricht eine angenehme Nacht.
Berlin im Fieber

„Am Samstag und Sonntag bekommt Deutschland Fieber. Wir erwarten das bisher heißeste Wochenende des Jahres“ sagt Andreas Friedrich, vom Deutschen Wetterdienst (DWD). War es Anfang des Jahres die nordatlantische Oszillation die uns in Berlin einen harten und ewig dauernden Winter bescherte, verdanken wir die aktuellen Sommertage einer „Omega“ Wetterlage. Dabei sind wir in der Mitte eines angenommenen Omegas, von oben strömt trockene, skandinavische Luft zu uns, und um uns herum stabilisieren zwei Tiefdruckgebiete diese Konstellation. Das führte bisher zu einer stabilen und trockenen Hochdrucklage, verhinderte aber auch den dringend notwendigen Regen. Seit dem 2. Juli hat es jetzt in Berlin nicht mehr geregnet. Ab morgen dreht sich das Ganze nun und es strömt heiße Luft aus Nordafrika auf direktem Wege über das Mittelmeer zu uns. Im Zusammenspiel mit der Sonneneinstrahlung steht daher das bisher heißeste Wochenende des Jahres bevor. Ich werde dann wohl den Keller mal wohnlich einrichten gehen.

Pack die Badehose ein

Wenn Berlin über den Sommer stöhnt, begibt es sich zu den zahlreichen Seen im Umland um sich am Wasser zu erholen. Als wir das vor ein paar Jahren mal am Müggelsee versucht haben, mussten wir feststellen, dass die Menge der berlinnahen Seen nicht für die ganzen Sonnenhungrigen ausreicht. Damals war echt jedes freie Dreckplätzchen am See belegt. Und der Müggelsee ist ja nun nicht klein. Da unser Lieblingssee inzwischen im Westen liegt, haben wir heute wieder mal vorbeigeschaut. Hatte vorher noch mal schnell im Blog recherchiert, unser letzter Besuch fand in der frühen Eiszeit statt. Das letzte Bild aus dem März diesen Jahres zeigt einen zugefrorenen Schlachtensee.
Kalt ist es nun heute überhaupt nicht, im Gegenteil, jeder Schattenplatz ist heiß begehrt. Ob am Wasser, auf dem Rundweg, oder später im Cafe. Die Sonne knallt erbarmungslos vom blauen Himmel. Kein Wölkchen trübt den Blick nach oben. Der See ist buntgetüpfelt mit Ruderbooten, zwischen denen vereinzelt die Köpfe der Schwimmer zu sehen sind. In der Luft hängt ein leichter Grauschleier, verursacht durch den Staub, den Jogger, Radler und Hunde vom Weg aufwirbeln. Da nur ein minimales Lüftchen weht, hat er kaum Zeit sich zu setzen. Auch an diesem See sind viele Uferplätze belegt, aber wer will, findet am Mittag immer noch ein kleines Fleckchen für sein Handtuch. Da wir aber nicht vorhaben zu baden, drehen wir nur unsere übliche Runde, rasten bei einem Weizenbier im Cafe und fahren wieder zurück in die mit Hitze aufgeladene Stadt. Müssen den Sommer doch genießen. Bevor die nächste Eiszeit kommt.
Der Weg ist das Ziel

Der Sommer ist in der Stadt, eine gute Gelegenheit mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Wenn ihr ein wenig Zeit habt, nehme ich euch mit auf den Weg. Meine kleine neue Olympus habe ich auch dabei, Modus schwarz-Weiss, harter Kontrast. Morgens ist es noch schön kühl, allerdings nur wenn man nicht direkt der Sonne ausgesetzt ist. Wenn man zügig fährt, hilft auch der Fahrtwind noch. Vom Comeniuspark fahre ich Richtung Karl-Marx-Allee und vorbei am Friedrichshainer Volkspark, wo das erste Fotomotiv wartet. Weiterlesen „Der Weg ist das Ziel“
Sixpacks

Bereits aus einiger Entfernung kündigt sich das Spektakel an. Rhythmisches Klatschen, anfeuernde Rufe und hysterisches Gekreische pubertierender Mädchen. Ein großer Menschenkreis verbirgt noch das Spektakel, welches sich dahinter verbirgt. Ich quetsche mich durch die Reihen, die sich nur unwillig auseinander bewegen. Weiterlesen „Sixpacks“
Farbrauschen
Manchmal bietet der Blick über den Deich ein relativ dröges Stück Natur, der Blick durch das Objektiv nichts Aufregendes, nichts wo sich das Auge festhalten kann, was Spannung erzeugt. Warum dann nicht mal die Gelegenheit nutzen, mit der Kamera zu abstrahieren, das Gesehene in ein Gefühl zu übersetzen, dass man am Ende einer langen Fahrradtour am östlichen Ende des Darß verspürte.
Dort stand ich auf einer Aussichtsplattform und schaute Richtung Hiddensee. Über ein wenig grünes Gras, den kurzen Strand, ein wenig Wasser, eine Sandbank und dahinter wieder das offene Meer. Darüber ein schöner blauer Frühlingshimmel. Viele schöne und harmonische Farben, die ich gern gemalt hätte, wenn ich denn Maler wäre. Aber eigentlich bin ich das ja auch, ein Lichtmaler. Also die Kamera raus, Blende zu und ISO runter, so dass eine Belichtungszeit um die 20stel Sekunde angezeigt wird.
Jetzt die Kamera flach aufs Geländer abgelegt und während einer leichten Bewegung von links nach rechts vorsichtig ausgelöst ohne die Bewegung zu unterbrechen. Von rund zehn Versuchen gefiel mir das obige Ergebnis am Besten und bekam noch eine kleine „Nachbehandlung“ am iPad, um den malerischen Charakter ein wenig zu unterstreichen. Könnte ich mir sehr gut an meiner Fotowand vorstellen, als Erinnerung an einen schönen Frühlingstag an der Ostsee.
Aloha

In Zingst wird man ja an jeder Ecke zum Fotografieren ermutigt, immerhin ist hier der „Spirit of Zingst“ zu Hause und einmal im Jahr rücken die Fotografen zum Umweltfotofestival „horizonte zingst“ an. Auf einem der großflächigen Plakate entlang der Straßen entdeckte ich ein Bild das nach einer Südseeinsel aussah. Als Untertitel stand dort allerdings „Weststrand Zingst“. Nun ist der Weststrand in Zingst sicherlich keine Insel und zieht sich kilometerlang den Darß entlang. Vielleicht mit einem Fischauge gemacht? Als ich dann etwas später am äußersten Punkt der Zingster Seebrücke stand fiel mir auf, dass für das Auge der östlichste Punkt im Wasser endet.
Ich habe dann die Kamera so ausgerichtet, dass viel grünes Wasser im Vordergrund zu sehen ist, dass konnte ich später in der Nachbearbeitung noch ein wenig zum leuchten bringen, am oberen Rand der Strand mit Bäumen erscheint um den Inselcharakter zu erzeugen und links der Strand im Wasser endet. In Lightroom das Bild dann am rechten Rand beschnitten etwas nachbearbeitet und einmal vertikal gespiegelt. Als letzten Schritt in Pixelmator die beiden Bilder nun gegeneinander gesetzt und fertig war die Süd-, ähhh, Ostseeinsel. Man könnte jetzt sicherlich noch ein wenig Feintuning an der Spiegellinie ansetzen, um das offensichtliche zu verschleiern, aber mir gefällt es gerade so.



