Mein aktueller Lebensrhythmus erlaubt mir im Sommer eigentlich nur Aufnahmen von Sonnenuntergängen. Bin nicht so der Frühaufsteher, obwohl es ja sicher auch seine Faszination hat. Der Morgen erwacht, der Tag liegt noch vor einem, aber ich schlafe dann doch lieber noch drei Stunden. Weiterlesen „Rise and Fall of the Sun“
Küstenlinie
Ich wünsche allen Fotobegeisterten – die ab heute ihren „Horizont“ auf Zingst erweitern wollen – schöne Tage und immer eine Handbreit ISO auf dem Sensor. Ich werde ab Montag dreimal in der Nähe vorbeifahren (Kopenhagen-Kiel, Kiel-Helsinki, Stockholm-Warnemünde) und euch von der MS Eurodam aus zuwinken. Kann aber sein, dass ihr mich gar nicht sehen könnt.
Das Bild aus dem Beitrag entstand am 3. Mai 2013 auf Zingst und zeigt die Küstenlinie mit Gras, Bodden, Strand und Wasser leicht verfremdet. Ich habe dazu die Kamera auf 1/60stel gestellt und während des Auslösens leicht horizontal bewegt. So wirkt der „Horizont“ – farblich etwas verstärkt – wie eine Aquarellzeichnung.
Farbrausch
Die letzten 30 Tage des Frühlings sind angebrochen, die knalligen und frischen Farben der aufschießenden Blüten, die uns alle nach dem dunklen Berliner Winter aufblühen lassen, werden durch sattes Grün ersetzt. Endlich wird es warm, auch in die Abendstunden hinein, der Sommer kündigt sich langsam an. Ein paar Temperaturspitzen hatten wir ja schon, aber eher im Süden der Republik, in Berlin ist es noch frisch.
Das Foto zum Artikel ist bereits vor ein paar Wochen im Treptower Park entstanden. Die Farbverstärkung ist dem Szeneprogramm meiner Olympus zu verdanken, vielleicht etwas bonbonfarbig, aber es bringt die Stimmung gut zum Ausdruck. Genießen wir also das letzte Frühlingsdrittel mit seinen Farben.
Streetyogi
Am Wochenende habe ich auch endlich mal eine der kleinen Figuren gesehen, die seit 2009 ihren Freizeitsport auf Berliner Straßenschildern ausüben. Der ehemals helle Kork hat sich inzwischen straßenbedingt assimiliert und sich der dunklen Seite zugewandt.
Yogatraner Josef Foos hat sich die kleinen einfachen Figürchen nach dem Vorbild des Little People-Projekts des Londoner Streetart-Künstlers Slinkachu ausgedacht. Es gibt davon inzwischen rund 1000 Versionen! Ich sollte doch ab und an mal nach oben schauen.
Der Künstler schreibt auf seiner Website: „Das besondere an den Street-Yogis ist, dass sie, obwohl im öffentlichen Straßenland stehend, für die meisten Menschen unsichtbar sind. Wenn sich Ihnen ein Street-Yogi zeigt, möchte er Ihnen Freude und Glück bringen.“ Dann bedanke ich mich hiermit doch recht herzlich.
Kleiderbank
Als ich letzt die Warschauer Strasse auf dem Mittelstreifen herunterkomme, finde ich diese Ansammlung von Klamotten auf einer Bank vor. Meine Blicke nach unten und oben erfassen keine nackte Person, obwohl es nach den Sachen zu urteilen eine geben müsste. Oder habe ich hier vielleicht die Überreste eines Zeitreisenden gefunden, die ja bekanntlich nur ohne Kleider in die Zukunft oder Vergangenheit springen können? Sehr mysteriös das Ganze. Oder eben nur einfach …. Berlin.
Partielle Sonnenfinsternis
Kitas wurden verbarrikadiert, Schulhofpausen gestrichen, Kinder von den Spielplätzen weggeholt. Zu gefährlich, die Sonne. Unser Lebensspender sollte sich heute morgen teilweise verdunkeln. Da man dem gesunden Menschenverstand heute nicht mehr traut, ging man auf Nummer sicher. Lieber alle wegsperren, statt kreativ damit umgehen. Weiterlesen „Partielle Sonnenfinsternis“
Von oben herab

Letzten Dienstag haben wir uns etwas besonderes gegönnt. Zu unserem Hochzeitstag haben wir in 203 Meter Höhe das „Winterfrühstück“ gebucht und dabei zweimal Berlin umrundet. Also korrekterweise hat Berlin uns natürlich umrundet. Wir konnten das Frühstück genießen und bei herrlichem Wetter die fantastische Aussicht genießen. Im Westen die Abhörstation auf dem Teufelsberg, im Osten die Müggelberge und im Norden die Ostsee. Also fast. Und unter uns Berlin. Im Schatten des Turms. Weiterlesen „Von oben herab“
3Meterkonstellation

Olympus -OM-D E-M5 / 40-150mm / 1/100 / f10 / ISO 400
Wenn ich morgens vor der Arbeit noch eine kleine Schleife durch den Park am Nordbahnhof drehe, funkeln mich die Birken im kleinen Wäldchen rechts des Weges in der aufgehenden Morgensonne an. Es glitzert wie Lametta an den doch gerade erst entsorgten Weihnachtsbäumen. Was ist das? Weiterlesen „3Meterkonstellation“
Silhouette
Puddle #4

Ich bin ja nur froh, dass wir immer noch Plustemperaturen haben. Wäre echter Winter, hätten wir bei den andauernden Niederschlägen sicherlich schon einen Meter Schnee. So bleibt es bei Pfützen, die allerdings bei geeignetem Untergrund schon mal zu Seenplatten mutieren können, die man selbst mit Ultraweitwinkel nicht mehr in ihrer Gänze erfassen kann. Das RAW Gelände in Friedrichshain lässt sich zum Teil nur noch mit Gummistiefeln durchqueren, oder balancierend auf Mauervorsprüngen. Dafür bietet es dann prima Perspektiven für die Fotografie von Spiegelwelten. Der Regen bringt Segen 😉

