Mare Tranquillitatis

Partielle Mondfinsternis

Am Sonntag werden es 50 Jahre, seit der erste Mensch den Mond im Mare Tranquillitatis betreten hat. Zur Einstimmung wurde gestern Nacht extra eine partielle Mondfinsternis aufgeführt. Mit einem Kollegen aus dem Fotoclub breche ich gegen halb 10 auf und wir fahren nach Blankenfelde. In der Mitte der Bahnhofsstraße gibt es dort einen kleinen Wendehammer zum Parken. Ich: Kleine Kamera (OM-D E-M5 II und Stativ) Er: 2 Spektive und ein Spiegelteleskop wenn ich mich recht erinnere. 2000 mm steht vorn drauf.

Vollmond
Vollmond – Foto: h|b

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Drachenstein

Kloster San Juan de Gaztelugatxe

Auf unserer Spanientour hatten wir ja den Besuch einiger Drehorte von „Game of Thrones“ auf dem Tourplan. So waren wir in „Girona„,  an der „Septe von Baelor“ und auf den Spuren von Arya. Etwas später in „Meereen„, aka „Castell de Peñíscola“, immer auf der Suche nach den richtigen Bildern, die – ausgehend von den Filmszenen – die passende reale Umgebung zeigen. Nicht ganz einfach.

Bild im Bild
Daenerys auf der Insel Drachenstein, Gaztelugatxe, Baskenland © Andrea David / HBO

Mit dem folgenden Bild im Kopf (www.filmtorurismus.de) brechen wir von Bilbao nach einem unaussprechlichem Ort namens Gaztelugatxe auf. Eine Insel im Atlantik und Heimat von Daenerys Targaryen: Drachenstein. Nur knapp 40 Kilometer entfernt, aber über kleine Sträßchen eine schöne Kurbelei. Als wir – mit vielen anderen Autos – den Parkplatz erreichen, großer Schreck: Alles voll. Dabei sollte es doch der krönende Abschluss der Spanientour sein. Am Ende der Straße wenden wir und sehen aus den Augenwinkeln weitere Parkplätze. Viele Parkplätze. Hätte mich ja bei einer solchen Attraktion auch gewundert. Wir finden ein Plätzchen für unser Wohnmobil und machen uns zu Fuß auf die beschwerliche Reise.

Aufgang zum Kloster San Juan de Gaztelugatxe
Aufgang zum Kloster San Juan de Gaztelugatxe – Foto: h|b

Kleiner Tipp: Unbedingt vorher online Karten reservieren, werden in Zeitslots eingeteilt, da man Pech haben kann und nicht mehr reingelassen wird wenn bereits zu viele Besucher unterwegs sind. Wir waren früh da, hatten Glück und Vorsaison, also durften wir ohne Online-Tickets rein. Zuerst einmal geht es teilweise steil die Küste hinunter, bis auf Meereshöhe. Immer wieder ergeben sich fantastische Ausblicke auf die Klosterinsel, aber ruhig warten mit dem Fotografieren, es wird besser je tiefer und näher man kommt.

Persona uf Treppe
Ich.Bin.Schnee, Jon Schnee – Foto: h|b

Ist man erst mal unten angekommen, sammelt man am Besten ein wenig Kraft und macht sich dann an den Aufstieg als Pilger, oder eben als Jon Schnee, nur ohne fransigen IKEA Teppich. Wer sich vielleicht an die Szene erinnert, Jon und Daenerys gehen die Treppen nach oben, die Kamera dreht sich und einer ihrer Drachen überfliegt vom Meer kommend tief die Szenerie, Jon duckt sich erschreckt. Ich konnte ruhig dort stehen, müsste in etwa die Höhe sein, Drachen kamen Gottseidank keine. Nur später ein Hubschrauber. Da wollte wohl jemand nicht laufen. Auf dem Bild sind ausnahmsweise auch wenig Menschen, es ist ansonsten eigentlich fast unmöglich dort Bilder zu machen, bei denen man nicht von Menschen umringt ist, die gerade auf- oder absteigen.

Blick vom Kloster Gaztelugatxe
Blick vom Kloster Gaztelugatxe – Foto: h|b

Oben kann man sich ausruhen, den Ausblick genießen und hoffen, dass die Deppen aufhören, dauernd die Glocke des Klosters zu läuten und das lustig zu finden 😉 Wenn man sich sattgesehen hat, geht es die 237 Stufen wieder hinunter und auf der anderen Seite wieder steil und ohne Stufen nach oben. Dort wird man in einem Restaurant mit einem riesigen Angebot an leckeren Tapas und kalten Getränken belohnt. Auch hier der Tipp: Erst essen holen, dann am Restaurant vorbei in den unteren Parkbereich gehen und sich ein Plätzchen mit Meerblick suchen. Irgendwann versteht man auf einmal Daenerys Heimweh nach Drachenstein.

Bilbao

Guggenheimmuseum in Bilbao

„Sich neu erfinden oder sterben, dieses Motto hat das alte Bilbao umgesetzt. Die Industriestadt war vom wirtschaftlichen Niedergang gezeichnet. Nach Eröffnung des Guggenheim-Museums gelang der Stadt eine wirtschaftliche Neupositionierung: sie wandelte sich zur kulturellen Metropole“. Soweit der Werbesprech. Auch wir haben die baskische Hauptstadt Bilbao wegen des architektonischen Highlights vom amerikanischen Architekten Frank O. Gehry auf dem Plan, sind aber ansonsten leider nicht sehr gut vorbereitet.

Puppy, Blumen-Skulptur von Jeff Koons
Puppy, Blumen-Skulptur von Jeff Koons – Foto: h|b

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Pamplona

Monumento al Encierro

Nächster Halt, Pamplona. Auch hier wieder ein stadtnaher Stellplatz, schön angelegt von der Kommune und für 10€ die Nacht völlig akzeptabel. Maximale Standzeit 48 Stunden. Entsorgung, Strom und Wasserablass am Platz, alles inkludiert. Adresse: Av. de Gipuzkoa Etorbidea, 1-409, 31014 Pamplona, Navarra, Spanien.

Nach dem Einrichten zieht es uns in das Städtchen. Pamplona ist für zwei Dinge bekannt, zum einen endet hier nach dem Start in St. Jean-Pied-de-Port die dritte Etappe des Jakobsweges und zum anderen findet zum Sanfermines der „Encierro“, der weltweit bekannte Stierlauf statt. Die Strecke hat eine Länge von 850 Metern und verläuft durch den verschlungenen mittelalterlichen Teil der Altstadt. Die eigentliche – und nicht ungefährliche – Jagd der Stiere dauert rund 3 Minuten, wobei man sich fragen muss, wer hier eigentlich wen jagt. Ein Denkmal wurde diesem Spektakel gewidmet und steht unweit der Stierkampfarena.

Monumento al Encierro
Monumento al Encierro – Foto: h|b

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Saragossa

Brücke "Puenta de Piedra" und die "Basílica del Pilar" in Saragossa

Wo waren wir stehengeblieben, richtig, Spanien. Nach einer erholsamen Woche auf dem Campingplatz „Eden“ in Peniscola zog es uns weiter. Weg von der Mittelmeerküste übers Land nach Saragossa, immer knapp dem Unwetter entkommend, was schon zum Auftakt jede Menge Staub und Sand über die Straßen fegte.

In Saragossa gibt es einen kostenfreien, städtischen Stellplatz für Wohnmobile am „Estadio de Atletismo Corona de Aragón“ (N 41° 41′ 0“,  W 0° 53′ 25′). Keine Infrastruktur, aber Entsorgung für Grauwasser und Toilette sind vorhanden. Sogar frisches Wasser kann umsonst aufgefüllt werden. Weiterlesen „Saragossa“

Gelb

Gelbe Tulpen

Eine der schönsten Farben des Frühlings ist sicherlich die Farbe Gelb. Für Fotografen ist jedes gelbe Rapsfeld mit weitem, azurblauen Himmel darüber eine Farbkomposition, der man sich kaum entziehen kann.

Mein Hintergrund dagegen ist eher ein ruhiger, kein knalliger Farbton, hat aber trotzdem eine schöne Wirkung und das Gelb der Tulpen im Abendlicht wirkt fast noch intensiver. Kleine Streifen von Rot an den Rändern der Blütenblätter bilden dabei die Eyecatcher und geben dem ganzen eine Kontur.

Foto: Olympus OM-D E-M5II, M.Zuiko 75-300

Geduldsprobe

Reiher vor Fischernetzen

Strategisch geschickt platziert wartet der Reiher am Strand von Ueckermünde, dass sich ein Fisch in den aufgestellten Reusen verfängt. Anscheinend hat er gute Erfahrung mit dieser Art von Essensbereitstellung gemacht, steht er doch lange Zeit – fast ohne eine Art von Bewegung erkennen zu lassen – an derselben Stelle. Da uns leider die Geduld eines Fischreihers fehlt, gönnen wir uns in einem strandnahem Kiosk Kaffee und Kuchen und können letztlich nicht miterleben, ob das Warten auf den Fisch erfolgreich ist.

Himmelskreuzung

Kreuzung

In unseren Breitengraden ist ja zu bestimmten Zeiten der Himmel voller Chemtrails, ähhhh, Kondensstreifen natürlich. Als Kondensstreifen bezeichnet man die Kondensation von Wasserdampf im Abgas an Partikeln in der Luft , es bilden sich  „Wolken“. Was manchmal sehr schön aussieht, ist aber auch leider Teil unserer Klimaproblematik, da eben auch CO2 emittiert wird, von dem man weiß, dass es aktuell zur Klimaveränderung beiträgt.

Himmelszeichen
Himmelszeichen – Foto: h|b

Auch wenn es im Titelbild so aussieht als wären die Flieger knapp einer Kollision entgangen, kann das in Wirklichkeit nicht passieren. Flughöhen werden nach 1000 Fuß gestaffelt, es ist also genug Raum dazwischen um sich aus dem Weg zu gehen.

Fotos: Olympus OM-D E-M5II, M.Zuiko 75-300

Baumbart

Baumwesen

Im letzten Kurzurlaub habe ich einen der letzten Ents getroffen. Ihr wisst schon, die wandernden und redenden Bäume aus dem Herrn der Ringe. Mit mir wollte er aber nicht reden, nicht mal übers Wetter, obwohl das am Osterwochenende in Ueckermünde sehr schön war. Aber auch sehr kalt, vielleicht war er in einer Art Schockstarre. Er hat jedenfalls nur geschaut, mit so einem stechenden Blick, also sollte ich etwas gestehen. Hab dann schnell ein Foto von ihm gemacht und bin wieder meiner Wege gegangen.

Gemeiner Lein

Drei Blumen

An den Hängen der Seelower Höhen im Oderbruch wächst das berühmte Adonisröschen. Nach langer Zeit habe ich es endlich mal wieder geschafft dort vorbeizuschauen und den kleinen Weg zusammen mit Kind und Enkelkind abzulaufen. Das letzte Mal war das 2005, da konnte Denise noch nicht mal laufen.

Die eigentliche Attraktion war allerdings sehr spärlich vertreten und viele der Blüten schon arg zersauselt. Einige Exemplare konnte ich aber doch noch vor meine Linse bekommen, so wie das hier. Das Titelbild ist eine Flachsblüte namens „Gemeiner Lein“, musste ich auch aber erst nachgooglen. Passt in der schönen Dreierreihe besser aufs Titelbild.