Die „Sieben Churfirsten“ gehören zu den eindrucksvollsten Naturformationen innerhalb des Sipplinger Dreiecks. Von uns aus mit dem Rad gut zu erreichen, also zum Einstieg in die Fahrradsaison ein perfektes Ziel. Fotografisch ebenfalls ganz spannend. Die steil aufragenden Felsnadeln stehen wie stille Wächter über dem Bodenseeufer.

Bei meinem Besuch der Churfirsten wurde schnell klar, warum diese markanten Felsen zu den besonderen Naturzielen der Region zählen. Die fünf bis sieben Meter hohen, säulenartigen Sandsteinformationen entstanden nach der letzten Eiszeit und wurden über Jahrtausende von Regen, Wind und Frost in ihre heutige Form gebracht.

Auffällig sind die harten Deckschichten auf den Spitzen der Felsen. Sie wirken wie kleine Schutzkappen und bewahren den weicheren Sandstein darunter bis heute vor stärkerer Abtragung. Dieser natürliche Kontrast verleiht den Churfirsten ihr unverwechselbares Erscheinungsbild.

Auch der Name sorgt für Aufmerksamkeit: Vermutlich erinnert die Form der Felsen an die hoch aufragenden Kopfbedeckungen der Kurfürsten des Heiligen Römischen Reichs. So treffen an diesem Ort geologische Geschichte, regionale Sage und ein eindrucksvolles Fotomotiv aufeinander.

Interessanterweise gibt es auf der anderen Seite des Bodensees – von unserer Wohnung oft gut zu sehen – weitere „7 Churfirsten„. Allerdings sind die wesentlich höher – alle über 2000 Meter hoch. Sie gehören zum Appenzeller Gebirge in der Schweiz. Hier im Foto an der rechten Seite. Sehen ein wenig aus wie eine Packung Toblerone. Vielleicht waren sie sogar das Vorbild für das Design der markanten Schweizer Schokolade 😉

