Krabbenspinne

Eine Krabbenspinne sitzt auf ihrem weißen Gelegekokon

In meinem zweiten Fotoclub in Uhldingen, stand die letzten beiden Wochen das Thema „Makrofotografie“ auf dem „Lehrplan“. Erst in der Theorie, die Woche darauf in der Praxis.

Das bedeutet „Ab ins Gemüse“ und Augen und Objektive nach unten. Dort sieht man erstmal nur Pflanzen, Blätter oder Schachtelhalme. Nichts Aufregendes. Schaut man länger und genauer hin, sieht man vielleicht einen kleinen dunklen Fleck an einem Halm.

Auf der Suche nach Motiven
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Rotkehlchen

Als ich letztens unterwegs auf Dampflokjagd war, saß ich in einem Restaurant am Überlinger Uferpark um mich zwischendurch mit einem alkoholfreien Weißbier zu stärken. Das Tele hatte ich auf der Kamera und schaute ein wenig in der Gegend herum. Vögel gibt es ja bei uns eine ganze Menge, das lässt sich ab morgens wenn es langsam hell wird kaum überhören.

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Schwereloser Gleiter

Rotmilan im Flug

Manchmal lohnt es sich, beim Spaziergang den Blick nicht nur auf den Weg, sondern auch in den Himmel zu richten. So ging es mir kürzlich in den Feldern hinter Überlingen, als plötzlich ein Rotmilan seine Kreise über der Landschaft zog. Mit seinen langen, schmalen Flügeln und dem tief gegabelten Schwanz – daher auch sein Zweitname „Gabelweihe“ – ist er selbst auf größere Entfernung leicht zu erkennen. Besonders auffällig wirkt sein rostbraunes Gefieder, das in der Sonne beinahe leuchtet.

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Tödliche Blumen

Rote Rhodondendronblüte auf der Insel Mainau

In ihrer verschwenderischen Pracht sind sie aktuell auf der Insel Mainau nicht zu übersehen. Kurz hinter dem Eingang strahlen sie in riesigen Mengen in leuchtenden Farben um die Wette. So dominierend, als gäbe es nichts anderes.

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Vergänglich 50/52

Aufnahme einer Straße mit Rissen im Asphalt

„Tand, Tand, ist das Gebilde von Menschenhand“ schrieb Theodor Fontane in seiner Ballade „Brück’ am Tay“. Da geht es um den Einsturz einer gerade fertiggestellten Eisenbahnbrücke in England. Zum Zeitpunkt des Einsturzes befuhr ein Zug die Brücke und riss 75 Menschen mit in den Tod. Dass Brücken nicht so stabil sind, wie wir glauben, hat uns die jüngste Vergangenheit gelehrt.

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Schönheit auf Zeit

Verblühte Rosen

Rosen öffnen sich in strahlender Pracht – und doch liegt in jeder Blüte schon der Hauch des Vergehens. Für einen kurzen Moment scheinen sie zeitlos, als könnten sie das Licht für immer festhalten. Doch ihre Schönheit ist auf Zeit, vergänglich wie der Sommer. Vielleicht liegt gerade darin ihr Zauber: im bewussten Wahrnehmen des Augenblicks, bevor die Blätter fallen.

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Natur 31/52

Eine Hummel auf einer Pflanze beim Sammeln von Blütenstaub und Nektar

Wenig gibt den Begriff Natur besser wider, als die Symbiose zwischen Flora und Fauna. Die fleissigen Hummeln fliegen unermüdlich die Blüten von Pflanzen und Blumen an, sammeln Pollen und Nektar, fliegen zur nächsten Blüte, um Teile der eben gesammelten Pollen dort zu lassen. Damit ist die Bestäubung gesichert, die Fortpflanzung auch.

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Iris – die Blume des Regenbogens

Orangefarbene Irisblüte

Im vorletzten Beitrag hatte ich ja schon zwei der Iris präsentiert, die ich während der Iris-Ausstellung in Überlingen fotografiert habe. Ich bin diesmal fotografisch einen neuen Weg gegangen. Meine Blumenfotografie folgte bisher dem Motto, dicht ran, notfalls „Stacking“, um ausreichend Schärfentiefe zu erreichen. Dabei kam aber in der Regel der Hintergrund zu kurz, der dem Ganzen erst eine mystische Aura verleiht.

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Harmonie 11/52

Steintürme am Ufer des Bodensees

Ein Steintürmchen am Ufer des Bodensees – scheinbar einfach, doch voller Bedeutung. Jeder Stein fügt sich in das Gleichgewicht des Ganzen, ohne Druck, ohne Zwang. Harmonie entsteht, wenn alles seinen Platz findet, wenn Stabilität nicht durch starre Kraft, sondern durch feines Gespür entsteht.

Das Wasser umspült die Basis, der Wind streicht darüber hinweg, doch die Steine bleiben stehen, weil sie sich in Ruhe aneinanderlehnen. So zeigt die Natur, dass wahre Harmonie nicht in Perfektion liegt, sondern in der Balance, im Einklang mit den Kräften, die uns umgeben. (Text: KI)