For all mankind

Viel ist von der damaligen Euphorie – dem „Aufbruch zu den Sternen“ – leider nicht übrig geblieben. Als Neil Armstrong heute – amerikanischer Zeit – vor 54 Jahren mit dem ikonischen Satz: „That’s one small step for (a) man, one giant leap for mankind“ – mit einem kleinen Hüpfer in den Staub des Mare Tranquillitatis – als erster Mensch den Mond betrat, saßen weltweit noch mehrere hundert Millionen Menschen aufgeregt vor kleinen TV Geräten, die grisselig, schwarzweisse Bilder aus rund 384.000 km Entfernung übertrugen. Heute interessiert das nur noch Wenige. Sehr schade, dass wir Menschen uns lieber gegenseitig für Geld, Macht oder wegen Religion an die Gurgel gehen, als gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten. Den „Großen Schritt für die Menschheit“ hat es leider nie gegeben. Kann man ja aktuell wieder gut beobachten.

Immerhin hat die UN den 20. Juli zum „Tag des Mondes“ erkoren, zur Ehrung der 1. Mondlandung und für die nachhaltige Erforschung und Nutzung des Mondes. Für uns Europäer ist es ja eigentlich der 21. Juli. In dieser Nacht, morgens kurz vor vier, saß ich – wie vermutlich viele andere – mit meinem Vater vor dem Fernseher und fieberte dem entscheidenden Moment entgegen. „The Eagle has landed“ war schon lange her, bereits um kurz nach 21 Uhr (MESZ) war die Landung auf dem Mond erfolgt. Die Sondersendung des ZDF wurde damals über Stunden vom legendären Wissenschaftsjournalisten Heinrich Schiemann moderiert, dessen Stimme mir heute noch im Ohr steckt. Nach dem erlösenden „Kleinem Schritt…“ konnte ich dann endlich wieder ins Bett, mit dieser „Menschheit“ konnte ich als damals 12-jähriger noch nicht so viel anfangen. Immerhin war es ja ein Montag, aber gottseidank waren Sommerferien in Hessen. Unvergesslich bleibt es auf jeden Fall.

Alle Mondbilder wurden in Isla Christina, Portugal mit meiner Olympus OM-D E-M5II und dem m.zuiko 75-300 / 4.8-6.7 aufgenommen, was am langen Ende 600 mm Kleinbild entspricht.

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