Abschied

Am letzten Abend bietet der Himmel für uns noch mal alles an Farben auf, was die Natur zu bieten hat. Unser Aufenthalt in Haraldshaugen geht nach vier Tagen zu Ende, morgen Abend bringt uns die „Bergenfjord“ von Stavanger nach Hirtshals. Heute pfiff den ganzen Tag über ein Wind aus Südost, der einen manchmal fast wegpusten wollte. Selbst das Wohnmobil hat sich mehrmals geschüttelt. Allerdings hatten die Schafe um uns rum noch alle ihre Locken, für Ostfriesen also höchstens ein laues Lüftchen. Dazu strahlte ein blauer Himmel, bei ganz angenehmen Temperaturen. Ohne den Wind wäre es fast Badewetter gewesen.

Lebender Rasenmäher – Foto: h|b

Wir haben uns dann am nachmittag auf die Suche nach einer Location gemacht, an der wir vor drei Jahren mit Tochter Sara ein bestimmtes Foto geschossen hatten. Wir brauchten dazu einen Felsen am Wasser, im Hintergrund einen kleinen Leuchtturm und vor dem Felsen etwas Wasser, damit der der auf dem Felsen steht, sich im Wasser spiegelt. Das Bild hatten wir auf dem Handy dabei, auch die ungefähre Beschreibung aus den Reisetagebuch von damals. War trotzdem nicht ganz so einfach zu finden, aber am Ende hats geklappt. Liebe Grüße an Sara 🙂

Mann steht auf Felsen und schaut aufs Meer
Ausblick – Foto: u|b

Am Abend haben wir dann nochmal einen Spaziergang zu dem kleinen Leuchtfeuer gemacht, ein Leuchtturm in dem Sinne ist es ja gar nicht. Der Weg führt ein Stück die Küste entlang bergauf, bergab und bei jedem Schritt muss man darauf achten, nicht in die Schafköttel zu treten, die auf dem Weg liegen. Scheinbar kacken sie nicht dahin wo sie fressen – was sehr vernünftig ist – dafür muss man aber als Spaziergänger permanent die Augen auf den Boden gerichtet haben. Das gäbe in Berlin ganz schön Stress. Dafür kam dann Elchi noch mal zum Einsatz, dem ich zum Windschutz extra eine kleine Steinpyramide gebaut habe.

Elchfigur mit Steinpyramide
Elchi – Foto: h|b

Das wars dann auch mit der diesjährigen Norwegentour. Es war – wie jedesmal – eine tolle Zeit. Wir haben wieder viel gesehen, dem Wetter getrotzt, das Leben genossen, gefühlt weit weg von Corona. Durch den fehlenden Tourismus und das ja generell eher leere Norwegen, ist Social Distancing hier überhaupt kein Problem. Selbst beim einkaufen kann man sich mit ausreichend Abstand bewegen, so dass Masken hier – außer in den Öffis – kein Thema sind. Trotzdem hat Norwegen seit Ende August seine Grenzen für deutsche Touristen wieder geschlossen, bzw. man müsste 10 Tage in Quarantäne, was für einen Urlaubsaufenthalt überhaupt keinen Sinn macht. Da Camping dabei ausgeschlossen ist, wegen der gemeinschaftlichen Sanitäranlagen, könnten wir diese Reise aktuell nicht mehr antreten. Daher nehmen wir morgen Abend unsere Fjordline und sind – wenn alles gut geht – Freitag Nachmittag wieder in Deutschland.

Die Fjordline auf dem Weg nach Bergen – Foto: h|b

Unser neues Wohnmobil hat sich tapfer geschlagen. Ohne Murren mit der gebotenen Dynamik hat es alle Berge erklommen, jede Serpentine gemeistert und selbst die kleinsten Sträßchen ist es elegant entlanggeschwebt. Es rappelt und klappert nichts, für ein neues Wohnmobil ein gutes Zeichen, es hat uns jederzeit ein sicheres zu Hause geboten, egal ob es regnet oder stürmt. Der norwegische Straßendreck hat das saubere Weiß zu einem schmutzigen Grau werden lassen, aber das regelt zu Hause die Waschanlage. Alles in allem sind wir mehr als zufrieden und haben es nicht bereut, genau heute vor einem Jahr den Kaufvertrag auf der CSD in Düsseldorf abgeschlossen zu haben. Der Hobby Ontour Edition hat seine Generalprobe bestanden und ist bereit zu neuen Taten.

Unser „Ontour“ auf dem CP in Haraldshaugen – Foto: h|b

Damit endet der Blog über die Norwegentour 2020. Lieben Dank an alle die mich bis hierher begleitet haben, jetzt wird es wieder etwas ruhiger. Am Montag wartet wieder der Arbeitsalltag. Ein paar Nachklappberichte wird es aber sicher noch geben, es sind noch Bilder übrig. Ich hatte auf dieser Tour ein Macbook Air dabei (lieben Dank an Sara), was sich wesentlich besser zum bloggen und Bilder bearbeiten eignet als das iPad, was sonst immer mein Begleiter ist. Das Schreiben mit einer Tastatur (auch wenn es eine englische ohne Umlaute ist 🙂 ) geht viel besser und auch die Bildbearbeitung mit Adobe Lightroom geht damit schneller von der Hand. Für spätere Reisen also eine sinnvolle Investition.

Also bis demnächst in diesem Blog. Ich wünsche allen schöne Herbsttage und wer noch unterwegs im Urlaub ist, oder fotografische Reisen unternimmt, alles Gute und viel Spaß. Das wichtigste aber in diesen Tagen: Passt auf euch auf und bleibt gesund.

Grenzstein mit Treppe
Die Treppe zum glücklich sein – Foto: h|b

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