Die große Leere

Beim benennen der Bilder zu diesem Beitrag ist mir aufgefallen, dass „leer“ ein oft benutztes Adjektiv geworden ist, um unseren Kiez und damit auch Berlin zu beschreiben. Es ist ruhig geworden in der Stadt. Keine Rollkoffer mehr, kein Kindergeschrei auf dem Spielplatz vor der Tür, keine Ballgeräusche vom Bolzplatz auf dem Comeniuspark. Ruhe. Einzelne Spaziergänger, Jogger oder Hundeausführer zeigen, dass noch etwas Leben existiert, ansonsten kommt man sich vor wie in einem dystopischen Roman, wo über Nacht alle Menschen – außer einem selbst – von der Erde verschwunden sind.

Leerer Spielplatz
Leerer Spielplatz – Foto: h|b

Die dringenden Aufforderungen doch bitte zu Hause zu bleiben, oder mindestens das Gruppenkuscheln zu unterlassen wirken langsam. Trotzdem wurden heute die Bestimmungen weiterhin verschärft. Es nennt sich zwar noch Ausgangsbeschränkungen, kommt aber inhaltlich einer Ausgangsperre schon ziemlich nahe. Wenn man dem führenden Virologen der heutigen Zeit Glauben schenken darf, ist das auch nichts, was in 14 Tagen wieder vorbei ist. Wir können hoffen und wenn wir Glück haben, dürfen wir auch im Sommer wieder raus. Aber sicher ist das noch lange nicht.

Straßengraffiti
Go Home! – Foto: h|b

Zu allem Überfluss hat ja auch noch der Wettergott beschlossen unser drinbleiben mit blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein zu unterstützen. Da fällt es einem doch gleich noch viel leichter nicht vor die Tür zu gehen. Nicht! Müssen wir halt öfter einkaufen gehen, immer nur ein Stück nach dem anderen, das ist ja noch erlaubt. Naja, einsames spazieren gehen auch noch, da Sonne und frische Luft gut für den Hormonhaushalt sind und damit schlecht für das Virus. Nur halt alleine, oder maximal mit dem Partner seiner Wahl. Mehr als zwei Leute sind nicht mehr erlaubt und werden sofort von der Polizei getrennt 😉

In diesem Sinne haltet die Ohren steif, es kommen auch wieder bessere Zeiten, immerhin ist es noch nicht die Zombieapokalypse. Kommt vielleicht später. Wie sagt man so schön in diesen merkwürdigen Zeiten: „Passt auf euch und bleibt gesund“.

Hier noch ein paar Impressionen vom fast ausgestorbenen Touri-Hotspot Friedrichshain.

2 Antworten auf “Die große Leere”

  1. Wenn nicht die vielen Toten zu beklagen wären, mit all dem Leid für die Hinterbliebenen: unserem Planeten tut die Verschnaufpause von Luftverpestung, Vermüllung der Weltmeere, Aussterben von Tierarten, Klimaerwärmung etc. ganz gut. Die Hoffnung ist, dass wir in der Zeit danach etwas bewußter werden, wie fragil unsere Existenz auf diesem Planeten ist und dass nicht Profit und grenzenloses Wachstum unser Streben sein sollte.

  2. 1202 NGZ startete Perry Rhodan mit der BASIS zu einer zehnjahrigen Expedition, der so genannten » Coma-Expedition « in Richtung Gro?e Leere und entdeckte dort unter anderem die Sampler-Planeten und den Zugang zum Arresum .

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