Wet Christmas

Brandenburger Tor spiegelt sich in Wasser

„Schneeheflöckchen, weiß Röckchen…“, „Leise rieselt der Schnee“, „White Christmas“, „Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus, die Welt, die Welt sieht ganz verzaubert aus“.

Tief in unserem kollektiven Bewusstsein hält sich hartnäckig die Hoffnung auf weiße Weihnachten. Wenn der Schnee auf die Erde fällt, alles leiser wird und auch die Nacht in helles Licht getaucht ist. Aber… meist bleibt es beim Träumen, eine weiße Weihnacht in unseren Breitengraden ist eher selten. Wer jetzt sagt, hey, stimmt gar nicht, früher, als ich noch ein Kind war, lag immer Schnee, dem spielt sein Gedächtnis einen Streich. Es mag die Jahre gegeben haben, aber vermutlich überdeckt die schöne Kindheitserinnerung alle nachfolgenden eher nassen und trüben Weihnachtstage. Wer das nicht glaubt, kann das gern hier selbst überprüfen: Weiße Weihnachten. Für meine Orte an denen ich bisher Weihnachten gefeiert habe, trifft das ausnahmslos zu. Das letzte Mal in Berlin gab es übrigens 2010 weiße Weihnachten, dann kam auch ein echt langer Winter hinten nach.

Das Bild ist aus dem Volkspark Friedrichshain, kurz vor Weihnachten im Dezember 2010.

Rodelspaß
Rodelspaß – Foto: h|b

#extinctionrebellion

Banner am Rebellencamp in Berlin

Nachdem ich gestern morgen zum ersten Mal kurz vorm Straußberger Platz mit dem Fahrrad an einer Blockadeaktion auf der Karl-Marx-Allee vorbeikam – die Autos stauten sich vermutlich bis zum Frankfurter Tor – bin ich nach der Arbeit noch mal die Hotspots der aktuellen Aktionen der Gruppe #extinctionrebellion abgefahren. Neben #fff die ja jeden Freitag am Invalidenpark für das Klima demonstrieren, gehen die „Rebellen“ einen Schritt weiter und versuchen mit gewaltlosen, direkten Aktionen die Aufmerksamkeit für das Thema Klima zu pushen.

Rebellencamp
„Rebellencamp“ am Kanzeleramt – Foto: h|b

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Sailormoon

Greta Thunberg im MiWuLa Hamburg - Foto: h|b

„We are on our way!“ twitterte Greta Thunberg vor etwa 3 Stunden. Da haben sie gerade mit der Rennjacht Malizia II und den beiden Skippern Boris Herrmann und Pierre Casiraghi den Hafen von Plymouth verlassen. Nun geht es auf der Nordatlantikroute in unruhige Gewässer. Laut windy.com müssen sie dabei erstmal mit jeder Menge Gegenwind rechnen. Den dürfte sie aber inzwischen gewohnt sein, schlägt er ihr doch aus allen Kommentarspalten unverblümt entgegen. Selten kann man so viel Hass lesen, wie zu Beiträgen von oder über die 16-jährige Klimaaktivistin.

Das Titelbild stammt aus dem MiWuLa in Hamburg und zeigt Greta auf einem Eisberg, zusammen mit einem Eisbär, was in der gegenwärtigen Situation vielleicht keine so glückliche Kombination darstellt. Da sind die Businesskasper noch recht harmlos dagegen.

Ich hoffe, dass sie weder einen Eisberg rammt, noch auf einem strandet und die Überfahrt insgesamt für sie gut ausgeht. Ganz ehrlich, auf dem hinteren Schiff könnte ich mir so eine Passage auch vorstellen, aber das wäre leider weder klimafreundlich, geschweige denn klimaneutral. Gute Reise Greta und immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel.

Himmelskreuzung

Kreuzung

In unseren Breitengraden ist ja zu bestimmten Zeiten der Himmel voller Chemtrails, ähhhh, Kondensstreifen natürlich. Als Kondensstreifen bezeichnet man die Kondensation von Wasserdampf im Abgas an Partikeln in der Luft , es bilden sich  „Wolken“. Was manchmal sehr schön aussieht, ist aber auch leider Teil unserer Klimaproblematik, da eben auch CO2 emittiert wird, von dem man weiß, dass es aktuell zur Klimaveränderung beiträgt.

Himmelszeichen
Himmelszeichen – Foto: h|b

Auch wenn es im Titelbild so aussieht als wären die Flieger knapp einer Kollision entgangen, kann das in Wirklichkeit nicht passieren. Flughöhen werden nach 1000 Fuß gestaffelt, es ist also genug Raum dazwischen um sich aus dem Weg zu gehen.

Fotos: Olympus OM-D E-M5II, M.Zuiko 75-300

Tonja Räubertochter

Eisbärenbaby im Tierpark Berlin

Gegen halb elf am Samstag warten rund 500 Bärenfreunde im Tierpark auf den Auftritt der kleinen Eisbärin im großen Rund des Eisbärengeheges. Sie ist schon draußen, aber noch liegt sie unsichtbar unter ihrer Mutter Tonja. Ab und an taucht ein kleines, helles Haarbüschel auf, aber die Mutter passt auf und schiebt alles schnell wieder unter sich.

Die beiden sind gut gebrieft, um 11 Uhr ist nämlich Eisbärentalk, und scheinbar dürfen sie bis dahin in ihrer Kuschelecke liegen bleiben. Kurz vor elf geht endlich ein erlösendes „Aaaahhhhhh“ durchs Rund. Tonja erhebt sich und ein kleines, weißes Wollknäuel torkelt noch leicht verschlafen hinter her. Obwohl, sooo klein ist das Eisbärenbaby gar nicht mehr. Ist schon fast ein properes Teenie.

Nun gibts rund anderthalb Stunden das volle Programm. Mit Ästen kämpfen, Wasser testen, mit Mama kuscheln, mal was trinken, Gelände erkunden. Genug Möglichkeiten für die Fotografen hunderte von Bildern zu schießen und den vielen Besuchern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Am Ende kuscheln sich beide auf ihrem Lieblingsfelsen zusammen und halten Mittagsschläfchen. Die Eisbärenfreunde ziehen weiter zu anderen Bewohnern des Tierparks, ich packe meine Sachen und mache mich mit rund 600 Bildern in der Kamera auf den Heimweg.

Hier noch eine kleine Auswahl, später – nach ausführlicher Sichtung – gibt es sicher noch einen Zuschlag.

Alle Fotos mit der Olympus OM-D E-M5 II und dem Zuiko 75-300mm.

P.S.: Morgen bekommt sie ihren Namen. Bin gespannt was es wird.