Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meines Blogs einen guten Rutsch ins Neue Jahr und ein ebenso erfolgreiches 2018. Wir lesen uns alle hoffentlich gut und erholt wieder. Bis dahin …
Panta Rhei
In Norwegen hat es ja an Wasserfällen, Flüssen und Bächen kein Mangel und bei der diesjährigen Tour hatte ich endlich auch mal mein Stativ dabei. Das Titelbild des Beitrag entstand in Norwegen am Treppensteig hoch zum Geiranger Norsk Fjordsenter. 327 Treppenstufen führen hinauf und immer wieder bieten sich auf Plattformen herrliche Blicke auf das gischtende Wasser, das hier von weit oben zum Geirangerfjord hinunterstürzt und fließt. Mit einer Langzeitbelichtung wird das Wasser natürlich sehr weich und alles fliesst.

Das zweite Bild ist spät Abends an einem kleinen Bach entstanden, der, gespeist vom Jostedalsbreengletscher, vorbei am Campingplatz Briksdalsbreen in den Oldevatnet fließt. Da ich hier das Stativ nicht dabei hatte, musste das stabile und flache Brückengeländer herhalten, was aber kein Problem für eine Belichtungszeit von knapp 20 Sekunden war. Die malerischen und bunt bemoosten Felsen, runden den Naturblick ab.
Titelbild: OM-D E-M5 II / 12-50mm (27 mm) / Belichtung: 30 Sek bei f22 und ISO 100
2. Bild: OM-D E-M5 II / Lumix 35-100 mm (68 mm) / Belichtung: 20 Sek bei f22 und ISO 100
Perspektiven
Wenn ich in das kleine Städtchen Geiranger in Norwegen komme, ob mit dem Wohnmobil wie diesmal, oder mit einem Kreuzfahrtschiff, wie beim letzten Mal, laufe ich meist hoch zur kleinen Kirche und hoffe, das sich auf der Bank, oder auf dem Friedhof jemand eingefunden hat, den ich als fotografischen Vordergrund nehmen kann. Das bietet eine schöne Gelegenheit um die Dimension der oder des im Geirangerfjord ankerndem Kreuzfahrtschiff(e) zu visualisieren. Mit dem Wohnmobil hatte ich diesmal auch wieder Glück mit dem Wetter, beim Besuch mit der Costa Favolosa vor ein paar Wochen, hat es leider den ganzen Tag geregnet und so musste Sara als Vordergrund herhalten. An dem Tag war der Friedhof der kleinen Kirche recht menschenleer. Weiterlesen „Perspektiven“
Himmelwärts
Als wir vor rund 11 Jahren das erste Mal zum Prejkestolen wanderten, mussten wir zum Teil Steigungen erklimmen, die nur mit Klettern über scheinbar willkürlich von großen Trollen dahingekegelte Felsen möglich war. So cool das auch damals letztendlich war, hatten wir uns eigentlich geschworen, diese Strapaze nicht noch einmal auf uns zu nehmen. Aber was heisst das schon, wenn man a) Ende August gerade wieder mal in der Nähe ist und b) (fast) Geburtstag hat, und sich ein schönes Geschenk machen will. Weil, so strapaziös diese 4-Stundenwanderung auch ist, der Ausblick am Ziel entschädigt für alles. Weiterlesen „Himmelwärts“
Zimtschnecken
Heute sind wir auf unserer Wohnmobiltour durch Norwegen fast uns selbst begegnet. Wir hätten nur einen kleinen Zeitsprung von fünf Wochen in die Vergangenheit machen müssen, dann hätten wir vom Schiff aus gesehen, wie wir aufs Schiff schauen. Aber gut das sich Zeiten nicht mischen lassen.
Vorhin hat im Wohnmobilforum jemand gefragt, ob es eine Seite gibt, auf der es uns besser gefällt. Nein, gibt es nicht. Beides hat seinen Reiz, das Eine fremdbestimmt, mehr Luxus, viele Häfen und Städte in kurzer Zeit, das Andere individuell, einfach mal länger bleiben, wenn es einem gefällt und das Wetter schön ist, der Weg ist gleichzeitig das Ziel, Landpartie statt Seetag.
Wir sind seit 2005 mit dem Wohnmobil unterwegs und haben dabei gut 80.000 km in Europa zurückgelegt. Die letzte Kreuzfahrt mit dem Schiff auf dem Bild, der Costa Favolosa, war unsere Achte, und Nummer 9 und 10 sind fürs nächste Jahr gebucht. Immer schön im Wechsel. Aber jetzt genießen wir erstmal den Urlaub in Norwegen mit unserem Wohnmobil.
Colours of Aarhus
Im Rahmen unserer Skandinavien-Kreuzfahrt stand auch ein Besuch einer der beiden Kulturhauptstädte Europas, Aarhus in Dänemark, an. Neben einem Stadtbummel, haben wir dem Aarhus Art Museum, kurz ARoS, einen Besuch abgestattet. Eine der Attraktionen ist ein Skywalk in allen Regenbogenfarben auf dem Dach des Museum. Man kann dort einmal herumlaufen und sieht die Stadt so in allen Farben. Interessanterweise kann das Auge die Farben viel besser sehen, als der elektronische Sucher der Kamera. Beim ersten Durchschauen war ich etwas enttäuscht, war doch eher alles blass und kaum farbig. Vielleicht eher so eine Filterfunktion, muss ich mal recherchieren. Das Bild ist jedenfalls aus der Serie „Project Sara“ und zeigt den Grünteil des Spektrums.
Foto: Olympus OM-D E-M5 II, 12-40/2.8 PRO, ISO 200, 1/3200 bei f2.8
Meerjungfrauen
Auf unserer Nordseekreuzfahrt mit der Costa Favolosa, waren wir heute bei herrlichem Sommerwetter in Kopenhagen. Neben einer ausführlichen Fahrt mit dem HopOn, HopOff Bus einmal kreuz und quer durch die Stadt, gehört natürlich der Besuch der kleinen Meerjungfrau dazu. Schließlich ist die Geschichte vom Dänen Hans-Christian Andersen, und im Original trauriger als uns Arielle weißmachen will. Jetzt warten wir aufs auslaufen und auf den morgigen Seetag. Eine schöne Erholung nach dem heutigen Großstadtgewusel. Nächster Halt: Geiranger.
Hipsterangeln
Wir stehen ja relativ häufig mit dem Wohnmobil am Warnowkanal und kommen so in den Genuss, das abendliche Angeln der Einheimischen zu beobachten. Normalerweise sind das entweder picklige Jungs in Camouflagehosen, die aussehen als würden sie noch bei Mutti wohnen, oder Hightechangler, die mit komplizierten Auflagekonstruktionen drei Angeln mit roten Blinklichtern gleichzeitig am Start haben, plus der, mit der sie noch alle paar Minuten ihre Schnur mit Blinker weit in den Kanal werfen. Dosenbierchen dazu, läuft.
Beim letzten Besuch ist mir ein neues Exemplar untergekommen: Knöchelhose, Hosenträger, Vollbart, rosa Brille. In Berlin ganz klar als Hipster zu identifizieren, in Warnemünde eher eine seltenere Spezies. Aber vielleicht ist die Gentrifizierung inzwischen sogar bei den bodenständigen Anglern angekommen, kann ja sein. Angeln als so spießige Betätigung, dass es schon wieder hipp ist.
Im Übrigen ist es eigentlich relativ egal, wie man am Warnowstrom angelt, die fischige Ausbeute ist am alten Strom bei den Fischbuden auf jeden Fall höher. Aber beim Angeln geht es ja nicht so sehr darum etwas zu fangen, sagen die Angler, sondern eher um die damit einhergehende Meditation. Ein kräftiges OMMMMM auf die Scholle.
Foto: Olympus OM-D E-M5II, Lumix Vario 35-100 / 2.8
Rushhour in Warnemünde
Gut 21000 Kreuzfahrtpassagiere besuchten, während unserer drei Tage Auszeit auf der Warnemünder Mittelmole, die kleine Hafenstadt Warnemünde, ungefähr 20 x so viele Menschen wie die Stadt Einwohner hat. Acht Kreuzfahrtschiffe von ca. 35, die über die Sommermonate den Hafen insgesamt ca. 180 mal anlaufen.

Surfers Paradise
Am Freitag bescherte eine besondere Wetterlage den Surfern in Warnemünde ein wenig Atlantikfeeling und uns eine kleine Überraschung. Eigentlich waren wir, nach der Ankunft mit dem Wohnmobil auf der Mittelmole, nur auf dem Weg zu unserem Ritual, dem grünen Leuchtturm in Warnemünde Hallo sagen und abklatschen. Der Wind blies uns bereits nach verlassen des alten Stroms heftig ins Gesicht und das Sandpeeling war nicht ohne.
Erstaunlicherweise trieb der Wind mit Stärken 7-8 aber auch das Wasser so in den Warnowkanal, dass sich auf der Seite mit dem grünen Leuchtturm, lange Wellen bildeten, die den dort versammelten Surfern oft Gelegenheit boten, für rund 50-100 mit der Welle zu surfen, bis sie sich an den Ufersteinen brach. So bot sich den staunenden Spaziergängern ein ungewohntes Bild von Surfern, wo sonst nur Fähren, Möwen und Schwäne zu sehen sind.
Alle Bilder mit der Olympus OM-D E-M5 MKII und dem 12-40 PRO



