Anstelle mit der Playstation zu spielen, haben Colin und ich heute nachmittag unsere Olympus Kameras eingepackt und sind zum Planespotting Hotspot an die Startbahn-West gefahren. Musste ja auch endlich mal mein Superzoom ausprobieren. Nach drei Stunden war meine Körpertemperatur gefühlt unter 30 Grad gefallen, aber der A380 nach Shanghai war im Kasten, neben ungefähr 100 weiteren Flugzeugen.
Brighton Pier
Die Zeiten, in denen sich an den Wochenenden Mods und Rocker Straßenschlachten in Brighton liefen, sind Gottseidank lange vorbei, doch die gestylten Roller, ein Markenzeichen der Mods mit ihren Parkas. kann man doch noch ab und zu im Straßenbild erspähen. Ansonsten zehrt Brighton von seiner Vergangenheit als mondänes Seebad, in denen die Londoner ihre Ferien verbrachten. Auf dem Titelbild sehen wir den „Royal Palace“ den der Prince of Wales, der spätere Georg IV., 1815 – 1822 zu seinem Vergnügen erbauen ließ. Weiterlesen „Brighton Pier“
Friedenstauben in Salisbury
Fast am Ende unser diesjährigen Südenglandtour besuchten wir noch ein kleines Städtchen, was wir im März auf der Kreuzfahrt auslassen mussten: Salisbury. Damals war die Stadt gerade zu trauriger Berühmtheit gelangt, da ein russischer Doppelagent nebst Tochter mit Nowitschok vergiftet worden war. Alles war verdächtig, die Gegend um das Restaurant weiträumig gesperrt, keine Chance. Weiterlesen „Friedenstauben in Salisbury“
Sichtachsen
Man tausche ein G (Görlitzer Park), gegen ein W (Wörlitzer Park) und schon ist man in einer völlig anderen Welt. Einem Park ganz ohne Dealer, ohne Grillschwaden, ohne Müll, dafür mit Skulpturen, pittoresken Tempeln, durchzogen von kleinen Kanälen, überspannt von skurrilen Brücken. Wo es keine Brücke gibt fährt einen die „Amtsfähre“ für einen Euro auf die andere Seite. Die Besucher lustwandeln entspannt auf kleinen, verschlungenen Wegen die sich durch den Park ziehen, wer möchte, kann sich auch bequem mit Gondeln über die Seen fahren lassen. Weiterlesen „Sichtachsen“
Arundel Castle
Für unsere Südenglandtour haben wir extra eine Karte des „National Trust“ gekauft, um es uns zu ermöglichen Schlösser und Burgen zu besichtigen, ohne jeweils die teils horrenden Eintritte zu zahlen. Der NT und auch „English Heritage“ kümmern sich um die Erhaltung alter Bauwerke in England und Schottland, betreuen ganze Landschaften oder Küstenbereiche und ermöglichen Passbesitzern freien Eintritt. Nach gut 17 Tagen hatten wir den Einsatz locker wieder raus.
Leider war eine der ersten Burgen auf unserer Tour, das gut erhaltene „Arundel Castle“, in keine der beiden Organisationen, so dass wir Eintritt zahlen mussten. Mit der Bronzekarte für 13£ pro Person konnten wir das weitläufige Gelände erlaufen, die herrlichen Gärten besichtigen und die kleine Kapelle besichtigen. Das Castle selbst ist fast 1000 Jahre alt, gut erhalten und diente unter anderem dem Filmteam von „The young Victoria“ als Kulisse. Die Innenräume der Burg wären nur mit der goldenen Karte zu besichtigen gewesen, aber so viel Zeit hatten wir eh nicht, das nächste Ziel wartete bereits. Bald mehr von unserer Tour.
Beachy Head
Auch wenn es eigentlich viel zu heiß ist, um zu bloggen, wird es mal wieder Zeit ein wenig Leben in die Bude, sprich Blog zu bringen. Was passt besser zum aktuellen Wetter, als ein Blick von einer hohen Klippe auf das Meer, angereichert durch einen pittoresken Leuchtturm mitten drin. Das Foto dürfte es zigtausendfach geben, ist es doch in jedem Reiseführer über Südengland zu sehen. Die Anfahrt über kleinste Singletrack-Roads, allerdings nur wenn man von der falschen Seite kommt und bedingungslos seinem Navi vertraut, ist etwas abenteuerlich, aber der Blick auf auf dieses Panorama entschädigt schnell.
Wir parken am National Trust Parkplatz in Birling Gap und laufen von dort die Klippen hinauf. Mit uns auch eine ganze Menge anderer Touristen, wie gesagt, ein „must see“ wenn man dort unterwegs ist. Beachy Head ist dann auch noch mit 162 Metern Höhe, die höchste Klippe Großbritanniens. Am Aussichtspunkt lädt ein kleiner Kiosk zur Rast ein, aber wir gönnen uns nur ein kleines Eis, wir müssen ja noch nach Brighton und es ist schon spät. Auf dem Rückweg nach Birling Gap bietet sich noch ein fantastischer Ausblick auf die „Seven Sisters„, ein weiterer Höhepunkt an der Küste von Sussex. Das „Cream Tea with cones“ müssen wir leider auf später verschieben, aber wir holen das auf der Rückfahrt nach.
Entschleunigung
Nun sind wir seit einer Woche in England unterwegs und das fahren auf der – für uns – falschen Straßenseite ist schon zur Normalität geworden. Ob Kreisel, Kreuzung oder Ab- und Auffahrten… kein Problem. Ab und zu noch das kleine Mantra, rechts abbiegen, gaaanz rüber nach links, aber selbst das wird schon weniger.
Heut haben wir Lands End erreicht, den westlichsten Punkt Englands auf der britischen Insel. Bis hierher hatten wir untypisch englisches Wetter, bis auf einmal nieseln nur Sonne satt. Wir sehen inzwischen aus wie zwei Sommerfrischler aus dem Süden Europas.

Hier nehmen wir uns jetzt zwei Tage Auszeit, mit Blick übers weite Meer, die Seele muss ja auch die Chance haben anzukommen. Im übrigen scheint England ein sehr vorsichtiges Land zu sein, so viel „SLOW“ auf der Straße ist mir schon unheimlich. Wobei dieses „slow“ nicht näher definiert ist. Wahrscheinlich ist es das Pendant zu unserem Achtungsschild, wer weiß. Bei den Straßen hier in Cornwall macht „slow“ aber eh viel Sinn, vor allen für uns Festlandseuropäer 😉
La Mancha
Nach rund 1000 Kilometern haben wir heute den Ärmelkanal in Dünkirchen erreicht. Nach einem Stopover am Twistesee in Nordhessen, sind wir so mit unserem Wohnmobil in zwei Tagen von Berlin an die französische Küste gefahren.

Nach einem langen Strandspaziergang, mit Kältetest des Ärmelkanalwassers, brrrrrr, sitzen wir nun in der herrlichen Abendsonne und genießen unseren „Feierabend“ auf dem Campingplatz „La Licorne“ dem Einhorn. Morgen früh wagen wir den Sprung nach Westen und freuen uns auf Great Britannia.
Kraft tanken
Nach langen Projekttagen hilft ein kleiner Ausflug an die Ostsee, um wieder zu sich zu kommen, Kraft zu tanken. Die Seele baumeln lassen, wie es so schön heisst. Allein die Luft an der See ist eine ganz andere als in der Großstadt. Die Lunge nimmt begierig jedes Gramm Ozon in sich auf, das Luftholen fällt gleich viel leichter. Ein langer Spaziergang nach Wilhelmshöhe bringt auch den Körper dazu sich ein wenig anzustrengen. Als Ausgleich für viele Stunden Bürostuhl. Warnemünde ist allemal einen Ausflug wert.
Steinkreis
Nach längerer urlaubsbedingter Auszeit melde ich mal zurück hier im Blog. Wie ihr sehen könnt, musste ich kurz einen bekannten Steinkreis retten, der sich im Süden Englands befindet. Die Steine wären fast umgefallen, so viel hatte es geregnet und den Boden aufgeweicht. Aber alles gut, die Steine stehen noch. Irgendwie hatte ich mir allerdings auch mehr davon versprochen. Da kommt man nach 61 Jahren endlich zum berühmtesten Steinkreis der Welt – Stonehenge – und es tut sich nichts.
Kein ehrfürchtiges Staunen, kein Kribbeln bis in die Zehenspitzen, kein Summen, es sind … einfach nur Steine. Große Steine, das gebe ich zu, die in Carnac, auf der französischen Seite waren meist kleiner, dafür waren es dort gleich ein paar tausend. Fotografisch gesehen ist Stonehenge natürlich einfacher, ist nur ein Kreis und wenn das Wetter mitspielt, mit dramatischen Wolken, ein dankbares Fotoobjekt. Durch die Besucherleitung in einem großen Kreis um das Monument herum, bekommt man auch gut Fotos ohne Menschen hin. Das Titelfoto hat natürlich meine Frau gemacht, für’n Selfie hätte die Kamera doch etwas weit weghalten müssen.

