Geduldsprobe

Reiher vor Fischernetzen

Strategisch geschickt platziert wartet der Reiher am Strand von Ueckermünde, dass sich ein Fisch in den aufgestellten Reusen verfängt. Anscheinend hat er gute Erfahrung mit dieser Art von Essensbereitstellung gemacht, steht er doch lange Zeit – fast ohne eine Art von Bewegung erkennen zu lassen – an derselben Stelle. Da uns leider die Geduld eines Fischreihers fehlt, gönnen wir uns in einem strandnahem Kiosk Kaffee und Kuchen und können letztlich nicht miterleben, ob das Warten auf den Fisch erfolgreich ist.

Baumbart

Baumwesen

Im letzten Kurzurlaub habe ich einen der letzten Ents getroffen. Ihr wisst schon, die wandernden und redenden Bäume aus dem Herrn der Ringe. Mit mir wollte er aber nicht reden, nicht mal übers Wetter, obwohl das am Osterwochenende in Ueckermünde sehr schön war. Aber auch sehr kalt, vielleicht war er in einer Art Schockstarre. Er hat jedenfalls nur geschaut, mit so einem stechenden Blick, also sollte ich etwas gestehen. Hab dann schnell ein Foto von ihm gemacht und bin wieder meiner Wege gegangen.

Gemeiner Lein

Drei Blumen

An den Hängen der Seelower Höhen im Oderbruch wächst das berühmte Adonisröschen. Nach langer Zeit habe ich es endlich mal wieder geschafft dort vorbeizuschauen und den kleinen Weg zusammen mit Kind und Enkelkind abzulaufen. Das letzte Mal war das 2005, da konnte Denise noch nicht mal laufen.

Die eigentliche Attraktion war allerdings sehr spärlich vertreten und viele der Blüten schon arg zersauselt. Einige Exemplare konnte ich aber doch noch vor meine Linse bekommen, so wie das hier. Das Titelbild ist eine Flachsblüte namens „Gemeiner Lein“, musste ich auch aber erst nachgooglen. Passt in der schönen Dreierreihe besser aufs Titelbild.

Die Wanne ist voll

Großräschener See, IBA Terrassen (2019)

Durch einen Blogbeitrag von 2014 (Timehop sei Dank) wurde ich wieder mal auf den Großräschener See (ehemals Ilsesee) aufmerksam. Der ehemalige Tagebau Meuro in Großräschen wird seit 2007 geflutet und alle paar Jahre schauen wir mal vorbei. Meist im Zusammenhang mit einem Besuch in Dresden, liegt ja so grob auf halber Strecke zwischen Berlin und Dresden. In dem Beitrag von 2014 schrieb ich am Ende, dass man ja in 5 Jahren nochmal nachsehen müsste, ob das „Hotel am See“ inzwischen wirklich am See liegt, die Seebrücke ihren Namen zu Recht trägt und der früh angelegte Stadthafen, inzwischen auch für Boote nutzbar ist.

Gesagt getan, diesmal ohne Dresden, nur einfach See. Und es hat sich in der Tat was getan in den letzten 5 Jahren: Unter der Seebrücke ist endlich Wasser und der Hafen ist vollgelaufen, fehlen nur noch die Boote und die Besucher. Wir werden also im Sommer noch mal vorbeischauen.

Die erste Reihe zeigt den „See“ im Jahr 2008, zu der Zeit wurden noch Quadtouren, durch die staubigen Tagebaureste angeboten. 2014, die mittlere Reihe, zeigt einen sich langsam entwickelnden See, auch wenn die gleichnamige Brücke immer noch auf das Finale wartet, die untere Reihe schließlich zeigt die Bilder von gestern, also 2019 und die Website der LMBV gibt den Füllstand des Sees mit 98,52 m NHN an, es fehlen also nur noch ein paar Zentimeter.

Dank rund 8.000 t Weißfeinkalk der in 2017 in den See eingebracht wurde, ist er zwar noch leicht sauer (6,5 ph) nähert sich aber auch hier stark einer optimalen Wasserqualität. Als Badesee unbedenklich wird der See, wenn er einen Wert von 7 ph erreicht. Ansonsten kann man jetzt schon sehen, wie aus der Vergangenheit eine Zukunft wird. Das wirkt auch sicher für die Zeit, in der der Braunkohleabbau in der Lausitz insgesamt zu Ende geht. Auch wenn vielen die Vorstellung schwerfällt, hier und auch am Senftenberger See kann man sehen, dass eine Konversion vom Bergbau zum Tourismus durchaus funktionieren kann. Es muss nicht immer die Ostsee sein.

Wer sich für die Geschichte des ehemaligen Tagebaus Meuro interessiert, hier ist eine interessante Broschüre des LMBV.

 

St. Michael’s Mount

Jetzt wo der Ausstieg der Briten aus der EU immer näher rückt, auch wenn so recht ja keiner weiß, wie das Ganze wirklich ausgehen wird, wird es Zeit sich noch mal an die schöne Zeit in Südengland im letzten Jahr zu erinnern. Wir waren das erste Mal auf der Insel und hatten Superglück mit dem Wetter. Auch das Fahren auf der „falschen“ Seite fiel uns leichter als befürchtet.

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Richard Löwenherz

Dürnstein mit seiner Burgruine

Zwischen Wien und Linz kommt irgendwann in einem der Donauschlaufen der Ort Dürnstein. Die großen Orte kennen wir ja, aber Dürnstein? Warum sollen wir hier festmachen? Der Ort hat nicht mal 1000 Einwohner, eine Stiftskirche und eine kleine Straße durch den Ort. Und wir liegen hier einen ganzen Nachmittag. Gehen wir überhaupt runter vom Schiff? Kurz vorher sind wir noch durch einen Schneesturm gefahren, aber als wir anlegen bricht die Sonne durch.

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In Buda und Pescht

Fischerbastei Budapest

Und wieder ein Stück zurück die Donau abwärts, der Wendepunkt der Kreuzfahrt: Budapest, Hauptstadt von Ungarn. Wie gehabt, im Blog genau andersrum. Hier war ich Anfang der 70er Jahre mal mit dem Bus, konnte mich aber an nichts mehr erinnern. Weiß auch gar nicht, ob wir damals viel besichtigt haben, ging ja noch weiter an den Plattensee.

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Wiener Melange

Uno City Wien

Wir reisen blogtechnisch die Donau von Linz kommend weiter ein Stück flussabwärts und erreichen die österreichische Hauptstadt Wien. Mit unserem Flusskreuzfahrer kommen wir dort am Silvesternachmittag von Budapest kommend an. Da grad die Sonne ein wenig vom Himmel lacht, ziehen wir uns schnell an und laufen zum Prater, dem berühmten Hotspot von Wien. Weiterlesen „Wiener Melange“

Linzer Schneemann

Schneemann mit roten Augen und Knöpfen

Auf unserer diesjährigen Silvesterflucht aus Berlin, befuhren wir mit der A’rosa Riva die Donau von Engelhardtszell erst bis nach Budapest, um dann auf dem Rückweg in Wien den Jahreswechsel zu feiern. Der letzte Anlegepunkt der Tour war dann Linz, wo es neben der berühmten Linzer Torte jede Menge Neuschnee gab.

Die Heckbar der A’rosa Riva im Neuschnee – Foto: h|b

Was lag näher, als einen kleinen Schneemann zu bauen und ihn mit den Früchten einer Stechpalme zu schmücken. Noch ein kleines bißchen Weihnachtsfeeling im neuen Jahr. Obwohl… ab heute sind es ja nur noch 351 Tage bis Heiligabend.

In diesem Sinne, ein frohes neues…

2019 im Schnee – Foto: h|b

 

Kranichflug

Kraniche fliegen auf den Mond zu

Während alle mit gezückten Smartphones auf das Auslaufen der AIDAmar am Abend warten, geht das vielstimmige Krächzen am Himmel über Warnemünde ganz unter. Zu Hunderten ziehen dort die Kraniche zu den Übernachtungsplätzen auf dem Darß, nachdem sie sich den ganzen Tag über auf den Brandenburger Feldern den Bauch vollgeschlagen haben, um Reserven für den langen Flug in den Süden aufzubauen. Der zunehmende Mond ergänzt das natürliche Bild und die Anmut der vielen „Grus Grus“.

Foto: Olympus OM-D E-M5 II und Zuiko 75-300 mm