Großräschener See, IBA Terrassen (2019)

Die Wanne ist voll

Durch einen Blogbeitrag von 2014 (Timehop sei Dank) wurde ich wieder mal auf den Großräschener See (ehemals Ilsesee) aufmerksam. Der ehemalige Tagebau Meuro in Großräschen wird seit 2007 geflutet und alle paar Jahre schauen wir mal vorbei. Meist im Zusammenhang mit einem Besuch in Dresden, liegt ja so grob auf halber Strecke zwischen Berlin und Dresden. In dem Beitrag von 2014 schrieb ich am Ende, dass man ja in 5 Jahren nochmal nachsehen müsste, ob das „Hotel am See“ inzwischen wirklich am See liegt, die Seebrücke ihren Namen zu Recht trägt und der früh angelegte Stadthafen, inzwischen auch für Boote nutzbar ist.

Gesagt getan, diesmal ohne Dresden, nur einfach See. Und es hat sich in der Tat was getan in den letzten 5 Jahren: Unter der Seebrücke ist endlich Wasser und der Hafen ist vollgelaufen, fehlen nur noch die Boote und die Besucher. Wir werden also im Sommer noch mal vorbeischauen.

Die erste Reihe zeigt den „See“ im Jahr 2008, zu der Zeit wurden noch Quadtouren, durch die staubigen Tagebaureste angeboten. 2014, die mittlere Reihe, zeigt einen sich langsam entwickelnden See, auch wenn die gleichnamige Brücke immer noch auf das Finale wartet, die untere Reihe schließlich zeigt die Bilder von gestern, also 2019 und die Website der LMBV gibt den Füllstand des Sees mit 98,52 m NHN an, es fehlen also nur noch ein paar Zentimeter.

Dank rund 8.000 t Weißfeinkalk der in 2017 in den See eingebracht wurde, ist er zwar noch leicht sauer (6,5 ph) nähert sich aber auch hier stark einer optimalen Wasserqualität. Als Badesee unbedenklich wird der See, wenn er einen Wert von 7 ph erreicht. Ansonsten kann man jetzt schon sehen, wie aus der Vergangenheit eine Zukunft wird. Das wirkt auch sicher für die Zeit, in der der Braunkohleabbau in der Lausitz insgesamt zu Ende geht. Auch wenn vielen die Vorstellung schwerfällt, hier und auch am Senftenberger See kann man sehen, dass eine Konversion vom Bergbau zum Tourismus durchaus funktionieren kann. Es muss nicht immer die Ostsee sein.

Wer sich für die Geschichte des ehemaligen Tagebaus Meuro interessiert, hier ist eine interessante Broschüre des LMBV.

 

2 Kommentare zu „Die Wanne ist voll“

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