
Paddywalk


Bilder und Geschichten vom Bodensee


Im März 2012 war ich mit meiner Kamera am Tegeler Flughafen. Ich wollte die letzte Gelegenheit nutzen, Bilder eines funktionierenden Flughafens zu schießen, der kurz vor seiner Auflösung und Umwidmung stand. Schließlich versprach das Plakat auf dem Bild die baldige Eröffnung des BER am 3. Juni 2012. Ein letztes Mal wollte ich im Imbiss „Die Ess-Bahn“ „Berlins abgefahrenste Currywurst“ essen, auf der Besucherterrasse den Planespotter geben und die kurzen Wege im Terminal unter der roten Fokker ablaufen. Aber, wie wir ja inzwischen alle wissen, nichts ist passiert. Der Umzug wurde in letzter Minute gestoppt, da der BER nicht fertig wurde. Hat halt vorher keiner gewusst. Woher auch. Weiterlesen „1000 Tage und kein bisschen leise“

Am Samstag haben wir uns mal die Biosphäre in Potsdam angeschaut. Gerüchten zu Folge erwirtschaftet sie Verluste und es gibt Überlegungen, etwas anderes daraus zu machen. Eine gute Gelegenheit also, mal vorbeizuschauen. Weiterlesen „Biosphäre“

Am Mittwoch Abend wurde im Computerspielemuseum an der Karl-Marx-Allee 93a eine neue Ausstellung zur Kultur der Computerspiele von den 70ern bis heute eröffnet. Das Computerspiele und Kultur in einem Satz verwendet werden können, verdankt sich zu Teilen auch diesem einzigartigen Museum. So wie aber eben Film und Fernsehen heute zur Kultur zählen, gilt das inzwischen in gleichem Maße auch für Computerspiele und ihre Geschichte, brachte es Kulturstaatssekretär Tim Renner bei seiner Eröffnungslaudatio auf den Punkt. Weiterlesen „Aufschlag Games“

Leider spielt das Wetter diesmal nicht so recht mit. Es ist nasskalt und nieselig. Keine guten Voraussetzungen um sich 6 Stunden ans Brandenburger Tor zu stellen um Tokio Hotel oder David Hasselhoff zu sehen. Aber das ist eh nicht mehr unser Ding. Aber wenn wir über Silvester in Berlin sind, besuchen wir Tommi am Bierstand und gönnen uns zwei Sekt. Also jeder. Dann dreht es schon ein wenig im Kopf. Zur Steigerung der Performance haben wir uns dann – im Gegenwert von ungefähr 5 Kreuzberger Döner – eine Runde Riesenrad gegönnt. Yehaaaa. Wünsche allen Leserinnen und Lesern ein durchgeknalltes Silvester und ein gesundes neues Jahr.


Heute – an Heiligabend – endet mein Adventskalender mit den vielen Kieztüren. Dazu habe ich mir die sicher begehrteste Tür Friedrichshains ausgesucht. Die Tür am 24.12. ist ja auch auf jedem Kalender immer die Größte. Hunderte Menschen wollen hier an langen Wochenenden hinein, Stunde um Stunde, rund um die Uhr, auch wenn grad nicht Weihnachten ist. Die Schlangen mäandern bis weit nach draussen, der oder die Zerberusse der Tür, neudeutsch: Türsteher, treffen eine selektive Auswahl wer ins Paradies darf und wer nicht. Also selbst wenn die Tür himmelweit geöffnet ist, heisst das für die Geplagten und Mühseligen nicht gleich Einlass ins Gelobte Land zu bekommen. Allerdings ist es hier eher unabhängig von Sünden oder reinen Seelen. Ein wenig sündhaft ist vielleicht sogar besser für die Einlasskontrolle 😉
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein schönes Weihnachtsfest, ein gesundes neues Jahr und wenn alles gut wird, lesen wir uns im neuen Jahr wieder. Mit diesem Beitrag beginnt die wohlverdiente Weihnachts- und Jahreswechselpause.

Wenn man im Conmux in der Simon-Dach-Strasse im Sommer draussen unter der Hecke sitzt, die sich von der Eingangstür die Fassade entlang windet, versteht man sein eigenes Wort nicht mehr. Aus der Geräuschkulisse schließend, müssten dort hunderte Spatzen ihr zu Hause haben. Man sieht sie aber nicht wirklich. Ab und an fliegen Einzelne raus oder rein, aber wenn alle wegfliegen, müsste eine Spatzenwolke entstehen. Jetzt ist allerdings Stille eingekehrt, sind wohl alle im verdienten Winterurlaub.

In unserem Bretagne- und Normandieurlaub dieses Jahr haben wir eine bretonische Leckerei kennengelernt, die wir bis dato nicht kannten: Galette. Ist wie Crepes, nur halt nich süß. Statt Weißmehl nimmt man Buchweizen und statt Nutella, alles was man so an herzhaften Sachen da hat. Schinken, Pilze, Spiegelei, Jakobsmuscheln, what ever. Ersetzt ein ganzes Mittagessen.
Zurück in Berlin haben wir mal geschaut, ob es möglich ist, den kulinarischen Urlaub zu verlängern und siehe da, bei einem unserer Kiezspaziergänge treffen wir doch glatt auf das Café Melt in der Grünberger Strasse 40. Klein, kuschelig, „une piece de la France à Berlin“. Das ausgewählte Galette zauberte den herrlichen Urlaub kurz zurück. Allerdings nicht vergleichbar mit einem Galette auf der Terrasse in St. Malo. Aber das ist eh klar.

Die heutige Tür kann auf eine künstlich hinzugefügte Zahl verzichten. Die korrekte Hausnummer passt. Bei der Suche nach den letzten Türchen für den Adventskalender und meinem eingeschränkten Aktionsradius fand sich aber ganz in der Nähe genau das Richtige: Die Tür aus der Martina Gedeck alias Christa-Maria Sieland ging, bevor sie vom einzigen LKW auf weiter Flur überfahren wurde. Die Tür, die auf den Dachboden führte, in dem Ulrich Mühe alias Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler hockte, um die Wohnung von Theaterschriftsteller Georg Dreyman abzuhören, die sich auch hinter dieser Tür befand. Das alles ist bekannt, wenn auch Quatsch, da diese Häuser, Ausläufer der Stalinbauten, gar keine Dachböden haben, sondern schlichte, flache Hausdächer. Aber etwas künstlerische Freiheit muss sein. Ich wünsche euch allen einen schönen 4. Advent.