Scharmützelsee

Klarinettenspieler vor See

Den Scher- und den Scharmützelsee unterscheiden zwar nur ein Buchstabe, sie haben auch den selben Ursprung, aber während der eine lediglich rund 1.4 QKM misst, ist der andere fast acht mal so groß und damit der zweitgrößte See Brandenburgs. Der Scharmützelsee liegt zwischen Bad Saarow im Norden und Wendisch Rietz im Süden. Um die Strecke mit dem Tretboot zu fahren, müssen zehn Kilometer überwunden werden. Besser man nimmt einen der dort verkehrenden Ausflugsdampfer.

Der Scharmützelsee ist Bestandteil der gut 33 Kilometer langen Bundeswasserstraße „Storkower Gewässer“ und daher sehr beliebt bei Wassersportlern aller Facon. Aber nicht nur die haben ein Auge auf das „Märkische Meer“ geworfen. Mit dem „Golf Resort Scharmützelsee“ bewirbt sich der DGV für den Ryder-Cup der im Jahr 2022. Zur Zeit wird der Platz vom erfolgreichsten, europäischen Ryder-Cup-Spieler Nick Faldo neu „designed“. Die 3 Wohnmobilstellplätze am Rande von Bad Saarow wären dann wohl schnell belegt.

Schermützelsee

Weibliche Figur mit Rosen vor Bäumen

Wenn man nicht den ganzen Sommer im heissen Berlin verbringen möchte, findet man im näheren Umfeld durchaus genug Wasser in Seeform, wo es sich leichter aushalten lässt. Drei meiner Lieblingsseen stelle ich euch vor und beginne mit dem Schermützelsee. Nicht zu verwechseln mit dem Scharmützelsee, der kommt im nächsten Beitrag dran. Der Schermützelsee liegt bei Buckow in Märkisch-Oderland und ist vermutlich- wie fast alle Seen im Berliner Umland – ein Überbleibsel der letzten Eiszeit. Weiterlesen „Schermützelsee“

Nackter Beton

Die Zentrale der DB in Frankfurt am Main

Von den Einsitzenden liebevoll „Alcatraz“ genannt, erhebt sich am Rande des Gutleutviertels in Frankfurt die Zentrale des Personenverkehrs der Deutschen Bahn. Da ich dort bis zu meinem Wechsel nach Berlin meinen Arbeitsplatz hatte, schleichen sich immer etwas nostalgische Gefühle ein, wenn ich dort einen Termin habe.

Das erste was mir morgens um halb 10 begegnet, ist ein Hase, der gegenüber des Eingangs die Flucht vor mir ergreift.  War das Gebäude vor einigen Jahren noch ein Solitär am Rande des ehemaligen Güterbahnhofs, ist es heute fast umschlossen von Häusern und den Hallen der Messe. Das Europaviertel wuchert immer weiter hinaus Richtung Rebstockpark.

Eidechsenwetter

Eidechse an der französischen Küste

Vor zwei Wochen haben wir alle noch gejammert wo denn der Sommer bliebe. Gebibbert während der Schafskälte haben wir, obwohl der Sommer laut Kalender längst da sein sollte. Irgendwie war früher doch alles besser und Rudi Carell hatte eh Recht. Aber nun zeigt uns der Sommer grad was ne Harke ist.

Im Moment würden sich wohl selbst Eidechsen tief im Steinschatten verstecken, auch wenn sie die Hitze ja gewohnt sind. Aber gefühlte 50 Grad sind dann doch irgendwie zu viel. Vor allen Dingen in einer Stadt, wo der Asphalt und die Häuserwände die Hitze speichern und gleich wieder abstrahlen. Bleibt also nur zu Hause alles zu verdunkeln, die Füße tief im Eimer mit Eiswasser versenken, viel trinken und zu warten, bis der Abend die Temperatur auf ein erträgliches Maß reduziert hat, um eine Runde durch den Kiez zu laufen.

[Olympus OM-D E-M5, 12-50, 50mm / f.5.6/ ISO 200]

Strassenmusik

Strassenmusikant im Lustgarten in Berlin in schwarzweiss

Jetzt im Sommer sind sie wieder überall anzutreffen, die Straßenmusiker. Auf öffentlichen Plätzen, dort wo viel Publikum geht und steht, hoffen sie auf Anerkennung durch Applaus und vielleicht auch einen kleinen Obolus. Der Gitarrist im Lustgarten, die Akkordeonspielerin auf der Bodebrücke, oder die Band auf dem Alex. Alle zusammen bringen Berlin zum klingen. Danke dafür.

Wer zwei Tage am Stück Strassenmusik in Berlin hören möchte, sollte sich im Kalender den 28. und 29. August vormerken. An diesen beiden Tagen finden die „East Side Music Days“ statt.

[Olympus OM-D E-M5, 12-40/2.8 Pro, 40mm / f.2.8/ ISO 200]

Strassenbahnkorso

Historische Straßenbahn in Berlin

Gegen 15 Uhr stieg die Spannung unter den Wartenden. Polizeimotorräder waren an der Ecke Mollstraße/Otto-Braun-Straße aufgetaucht. Fotografen und Liebhaber historischer Schienenfahrzeuge zückten ihre Kameras, gleich musste er kommen: der Straßenbahnkorso zum 150sten Geburtstag der Straßenbahnen in Berlin.

Und dann kamen sie im Konvoi um die Ecke. Auf der ersten Bahn konnten die Fahrgäste noch draußen stehen, dann wurden sie langsam moderner. Das aktuellste Berliner Modell, die Flexity, markierte das letzte Glied in einer Entwicklung von rund 100 Jahren. Eine durchaus beeindruckende Kette und auch fotografisch ein schöner Leckerbissen.

Panoramafreiheit

Hochhausensemble am Potsdamer Platz Berlin im Extremweitwinkel

Eins der hier abgebildeten Hochhäuser hat auf den letzten beiden Etagen eine Plattform die sich „Panoramapunkt“ nennt. Von dort werden täglich vermutlich tausende Fotos geschossen, die Berlin im Panorama zeigen. Natürlich inklusive jeder Menge Gebäude, aus denen eine Stadt nun mal besteht.

Geht es nach einem Gesetzentwurf zum EU Urheberrecht darf man diese Fotos zwar weiterhin aufnehmen, sollte sie aber tunlichst in der Kamera lassen. Also nicht in irgendwelchen sozialen Medien posten, oder in seinem Blog, die sind in der Regel oft kommerziell. Gefordert wird vom Fotografen, dass er sich vor der Veröffentlichung der Bilder die Rechte des Urhebers einholt. Das wären in meinem Fall vermutlich die Architekten der Bauwerke am Potsdamer Platz. Bliebe die Frage, ob ich die Erben von Walter Ulbricht noch fragen müsste, da auf dem Bild ja auch ein Stück der alten Mauer zu sehen ist.

Wer das auch für – sagen wir mal vorsichtig – ein wenig weltfremd hält, darf gern die entsprechende Petition von Julia Reda zeichnen, die versucht zu retten was hoffentlich noch zu retten ist.

Trambahn

Schwedische Straßenbahn in der Hafenstadt Göteborg

Die Straßenbahn die hier auf dem Bild zu sehen ist, habe ich auf unserer letzten Tour in Göteborg in Schweden fotografiert. Ob die Linie 10 einen ähnlichen Ruf hat, wie die M10 zwischen Warschauer Straße und Nordbahnhof habe ich auf die Schnelle aber nicht herausbekommen.

Die Spårvagn dort ist zwar auch schon ziemlich alt – die erste Bahn fuhr 1879 in Göteborg – aber die Berliner Tram ist noch ein klein wenig älter und feiert genau heute ihren 150sten Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch. Ich möchte sie nicht missen. Weiterlesen „Trambahn“

Jagdfieber

In Warnemünde kann man häufig beobachten, das heimkommende Fischerboote von einem dichten Schwarm von Möwen begleitet werden, die laut kreischend auf die Abfälle warten, die die Fischer beim filetieren der Fische über Bord werfen.

Dieses Verhalten kann man erstaunlicherweise auch beim Auslaufen eines Kreuzfahrtschiffes beobachten, obwohl da nicht unbedingt mit Abfällen zu rechnen ist. Vermutlich wird aber durch die Manöver des Schiffes die See so aufgewühlt, dass kleinere Fische dabei an die Oberfläche getrieben werden und eine leichte Beute darstellen. Weiterlesen „Jagdfieber“