Bauernaufstand

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Zum Auftakt der „Grünen Woche“ in Berlin machten sich die Betroffenen heute zu einer Sternfahrt in die Hauptstadt auf. Mitten auf der Friedrichstraße kreuzten sie laut trötend unseren Weg. Traktoren und Bauern gegen Massentierhaltung, gegen Gentechnik, gegen falsche Agrarsubventionen und was der Dinge mehr schieflaufen in der Landwirtschaft. Den letzten beissen in diesem Fall die Hunde: Uns, die Verbraucher.

Fettgebackenes

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Auf dem Weg vom Büro zur Straßenbahn, wehte mir die Tage, kurz vor der Haltestelle, immer ein leichter Hauch von etwas nicht direkt Greifbarem in die Nase. Während das Gehirn noch versucht diese Geruchsinformation etwas Bekanntem zuzuordnen, ist es auch schon vorbei und man steht in der üblichen, aktuell kalten, Berliner Luft und wartet auf die Straßenbahn.

Heute bin ich die Bernauer Straße etwas weiter nach oben gelaufen um ein paar Tagesfotos zu bekommen und da stoße ich im Schatten des Nordbahnhofs auf die Quarkkeulchenbude und plötzlich passt alles zusammen. Die Synapsen schließen sich kurz, freuen sich über die neue Erkenntnis, Fettgebackenes=Lecker und melden: Hunger. Drei Stück der leckeren kleinen Teilchen haben bei WW übrigens 15 Punkte, sind also definitiv nichts für die Frühlingsdiät, aber völlig okay für einen hart arbeitenden Eisenbahner.

Hart im Nehmen

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Während ich mich jeden Morgen bibbernd aus dem Haus quäle, sind die taffen Berliner unverzagt immer noch auf ihren Rädern unterwegs. In der Strassenbahn M10 ist es halbwegs warm und trocken, auch wenn nach meinem Empfinden die Tür zu oft aufgeht. Aber es wollen ja auch noch andere Leute ein- und wieder aussteigen, da will ich mal nicht so sein. Die öffentlichen Verkehrsmittel füllen sich zusätzlich im Laufe ihres Arbeitstages nach und nach mit dem Split, den die Fahrgäste – neben Schneeresten – an ihren Schuhen kleben haben. Winter: Eine bescheuerte Jahreszeit die abgeschafft gehört. Wie war das mit der Klimaerwärmung, oder, na gut, auswandern wäre auch eine Alternative. Mal sehen was zuerst kommt.

Goldlack

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Im Gegensatz zum nervenden Grau in Grau hier in Berlin war letzte Woche Freitag in Frankfurt ein wunderschöner Sonnentag, und als ich gegen neun Uhr am „Silberturm“ ankam, war dieser gar nicht mehr silbern, sondern in ein schönes, morgendliches Gold getaucht. Auch wenn ich knapp in der Zeit war, musste ich mir die paar Minuten nehmen, um das zu dokumentieren. Vielleicht kann ich ja durch meine Arbeit dazu beitragen, das mein Arbeitgeber den Turm später wirklich vergolden lassen kann, nicht nur in der Morgensonne 😉

Zugverschandelung

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Drei Sprayer aus Schweden und der Schweiz gingen Bundespolizisten letztens am S-Bahnhof Friedrichshagen ins Netz, nachdem sie dort eine S-Bahn auf fast 20 Quadratmeter besprüht hatten. In Berlin! Sach ma, gehts noch? Habt ihr nix zum besprühen da wo ihr herkommt? In welchem Reiseführer steht, dass man in Berlin super S-Bahnen besprühen kann? Lonely Planet? Graffiti around the world? Manchmal muss man ja am Verstand der Leute zweifeln. Einen besprayten ICE habe ich gestern allerdings zum ersten Mal gesehen. Beim aussteigen in Spandau. Wo immer der auch „verschönert“ wurde. Vielleicht bereits in Interlaken in der Schweiz? Würde immerhin Reisekosten sparen.

Down by the beach

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Wenn ich jetzt morgens früh – noch schlaftrunken – an der Endstation aus der Straßenbahn falle, oder – nachdem ich mal zur Abwechslung – die Stufen der S-Bahn am Nordbahnhof schnaufend erklommen habe, sehe ich immer zuerst diesen riesigen Schriftzug.

Im Winter ist er natürlich nur ein Versprechen. An eine Zeit, die hoffentlich bald wieder kommt und auf die alle Berliner warten wie Verdurstende. Aber sie kommt, ganz sicher. Dann muss ich zum Mittagessen nicht mehr in die volle Kantine, sondern kann mich draussen, direkt gegenüber meiner Arbeitsstelle, bei einem alkoholfreien Daiquiri und dem Anblick knapp bekleideter Sportlerinnen kurz entspannen. Freu ick mir schon druff.

Bildbefreiung

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Einen guten Vorsatz habe ich mir doch noch für das neue Jahr spontan vorgenommen: Die Befreiung von Bildern aus dem Dunkel der Festplatte, hinaus ans Licht. Und ruhig auch mal ein wenig größer als nur 10×15. Der erste Versuch führte mich zu dm, der liegt praktischerweise direkt auf dem Weg von oder zur Arbeit, und zur Kodak-Station im Laden. USB Stick rein, Bilder ausgewählt und ab zum Drucker. Ein wenig Voodoo noch, dann fielen die ersten beiden befreiten Bilder in 20×30 cm in den Schacht. Hervorragende Qualität auf Kodakpapier. Und das Ganze für 1,95€ pro Bild.

Jetzt hängen Sie an der Wand, erfreuen sich ihrer Freiheit und ich mich an ihrem Anblick. Da unsere vier Wände natürlich nur begrenzt aufnahmefähig sind, werde ich das langsam angehen lassen, oder mir einfach Mappen anlegen und die ausgedruckten Bilder immer mal wieder durchblättern. So oder so hat der Exodus begonnen und kann nicht mehr aufgehalten werden. Free Pictures!

Auf ein Neues

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Der Versuch vor der Ballerei in Berlin zu fliehen hat mir das schönste und irrste Silvesterfeuerwerk ever beschert. Am Strand von Warnemünde, in 4 D. Mittendrin statt nur dabei. Ein irres Erlebnis an dem alle Sinne beteiligt waren. Eine dreiviertelstunde privates Geballer was das Zeug hält, und mitten drin noch ein professionelles Höhenfeuerwerk. Gigantisch. Dazu ein Gläschen Sekt. Von mir aus kann jetzt jedes Jahr so beginnen. Ich bin dabei.

Die Zukunft beginnt (immer) morgen

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Eigentlich müsste man ja ein paar schlaue Worte verlieren, schließlich haben wir gerade einen Weltuntergang überlebt und damit nicht genug, beginnt schon wieder mal ein neues Jahr. The same procedure as every year? Na klar, was soll sich schon ändern. Langsam habe ich das Gefühl das die Zeit still steht. Eine kleine Anwendung namens „Timehop“ – sie zeigt jeweils für ein, zwei und drei Jahre zurück, was man in den sozialen Medien geschrieben hat – lässt darauf schließen, dass es genau so ist. Manche Dinge wiederholen sich in verblüffender Regelmäßigkeit, so als wäre es irgendwie vorherbestimmt.

Um das Schema zu durchbrechen, werden wir das erste Mal seit dem wir in Berlin wohnen, nicht am Silvesternachmittag bei Tommi am Brandenburger Tor einen Sekt trinken, sondern auf der Promenade von Warnemünde. Durch den milden Winter können wir auch mit Sommerrreifen ohne Gefahr die Regeln durchbrechen und etwas völlig Verrücktes tun: Den Wechsel zum neuen Jahr in Warnemünde verbringen. Verrückt, was? Warnemünde, Wahnsinn, da waren wir ja erst sechs mal in diesem Jahr. Aber es ist eben diesmal etwas anderes. Etwas Neues und das ist gut so. Damit sich die Routine nicht zu breit macht.

Das deckt sich ja dann auch mit der Arbeit im nächsten Jahr. in der zweiten Arbeitswoche kommt der Umzugslaster und bringt die gepackten Kartons an einen neuen Arbeitsort. Natürlich immer noch in Berlin. Nur weg von der Mitte und dem „Heiligen Tempel“, vier Stationen Richtung Norden in die Caroline-Michaelis-Strasse am Nordbahnhof. Einen neuen Kollegen bekommen wir auch und ehrlich gesagt, freu mich auf die Herausforderungen die das kommende Jahr hoffentlich bringen wird. Ich wünsche mir gesund zu bleiben und noch viele aufregende Dinge erleben zu können, natürlich mit meiner Frau an meiner Seite. Unsere „Bergziege“ wartet sicher auch schon.

Ich wünsche Allen die das lesen ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr und wir sehen uns in alter Frische im Jahre 2013, das leider im Mayakalender nicht mehr vorkommt. Bis dahin ….

Schwarzes Loch

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Bei frühlingshaften Temperaturen waren wir wieder mal beim weihnachtlichen Familientreffen in der Nähe von Frankfurt/Main. Bei Schneefall und Minustemperaturen haben wir am Samstag Berlin verlassen, um bei milden 12 Grad in Hattersheim anzukommen und Weihnachten zu feiern. Noch wärmer war es wohl nur in München, wo die Mutigen sogar im Starnberger See baden waren. Laut Wetteraufzeichnungen das bisher wärmste Weihnachten in Deutschland. Schuld war ein Tiefausläufer.

Ein schwarzes Loch hätte man sich ab und an mal gewünscht, um sich zur Erholung zurückzuziehen, oder Teile des Essens unauffällig verschwinden zu lassen, was gefühlt alle zwei Stunden auf dem Tisch stand. Nach Weihnachten steht erstmal hungern an, sehe aus wie ’ne schwangere Auster. Morgen geht es wieder zurück nach Berlin, zur Entspannung und zum Jahresausklang.