Wechseljahre

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Was lange schwelte, wird jetzt doch Realität. Die Wirtin unserer Stammkneipe „Comenius Eck“ geht in „Rente“ und übergibt das Staffelholz an ihren Nachfolger. So ein bißchen wackelig war das Ganze ja schon immer, da die Kneipe an sich nur bedingt ein Selbstläufer ist. Sie liegt zwar in Friedrichshain, aber eben nicht im Partybezirk, sie liegt an einem kleinen Park, aber leider etwas versteckt, es gab dort geniale Musikabende mit Prinz und Freunden, Leseabende mit Detlef Bierstedt, der Synchronstimme u.a. von George Clooney, aber außerhalb des Stammpublikums waren diese Events so gut wie nicht bekannt. Eigentlich sehr Schade. Diese Veranstaltungen wurden nämlich immer mit viel Liebe vorbereitet und durchgeführt.

Es gab dort Lady Nights, Röntgenbildpartys, Piratenabende, die legendäre 10-Jahresparty und lustige Pre-Silvesterpartys, immer gut besucht, aber an „normalen“ Tagen sind es eben meist nur die Stammgäste. Ein gewisser Idealismus wird benötigt, um das durchzuhalten, Feierabend gibt es erst wenn der letzte Gast keine Lust mehr hat, und am Tage muss eingekauft und organisiert werden. Muss man mögen. Es war eine coole Zeit und wir haben uns bei Wilma, Ariane und Hartmut immer wohlgefühlt, oder um es mit Marius Müller-Westernhagen zu sagen: „Hier in der Kneipe fühl(te) ich mich frei“. Eine Ära geht damit für uns zu Ende und wir sagen „Tschüss Wilma“ und Danke für die schöne Zeit.

„The Hoff“ to save the „Berlin Wall“

David Hasselhoff umringt von Fans und Presse
David Hasselhoff ist zur Rettung der Mauer nach Berlin gekommen – Foto: h|b

Oh.Mein.Gott! Ich habe IHN gesehen. Nur wenige Schritte entfernt von mir, mitten im Irrsinnstrubel der Fans- und Pressemeute war ich ihm so nahe wie noch nie zuvor. Na gut, bisher beschränkte sich unsere Nähe eher auf die drei Meter zwischen Couch und Fernseher. David Hasselhoff, das Idol der 80er Jahre, mit seinem Computerauto K.I.T.T. unterwegs auf Verbrecherjagd und später an der Seite von Pamela Anderson als muskelbepackter Rettungsschwimmer immer in vorderster Front, wenn es darum ging untergehende Nixen in knappen Bikinis vor dem Ertrinken zu retten. Wahnsinn. I don’t believe it. Weiterlesen „„The Hoff“ to save the „Berlin Wall““

Eiszeit

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Meine Geduld wird dieses Jahr auf eine harte Probe gestellt. Der Winter hat Berlin, bzw. eigentlich ganz Deutschland weiterhin fest im Griff. Aber nicht nur Schnee, das gab es vor drei Jahren auch schon hat mir heute morgen „timehop“ gezeigt, aber es ist auch weiterhin arktisch kalt. Die Temperaturen sinken nachts immer noch auf zum Teil zweistellige Minusgrade, gerade wenn der Himmel klar ist. Tags scheint inzwischen zwar wieder die Sonne und in einem windstillen Eckchen spürt man, was sie leisten könnte, aber der Wind macht alles wieder zunichte.

Erschreckend ist dabei auch der Blick auf die Wettervorschau, es bleibt auch die nächsten 14 Tage so. Die Wahrscheinlichkeit die Ostereier im Schnee zu suchen, ist inzwischen höher als weiße Weihnachten. War nicht von Klimaerwärmung die Rede? Aber auch, dass dieser zuerst eine kleine Eiszeit vorausgeht. Sind wir da schon angelangt? Selbst in Malle hat es heute geschneit. In sieben Tagen ist Frühlingsanfang, ich bestehe auf Einhaltung dieses Termins, eine weitere Verschiebung wird nicht akzeptiert. Hast du das gehört Wetter? Streng dich an!

Ansitzen

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Der Blick aus dem fahrenden Zug eröffnet ja permanent neue Perspektiven, wie Kino, nur schneller und ohne echte Handlung. Die muss man sich im Kopf selbst erzeugen. Manchmal würde ich gern anhalten, aussteigen und kurz mitspielen. Zum Beispiel in der Morgendämmerung mit dem Jäger hier auf dem Anstand sitzen und auf den ersten Regio warten der aus dem morgendlichen Nebel herangerauscht kommt. Anlegen, zielen, bammmm. Erlegt.

Aber was macht man anschließend mit einem erlegten Regio? Mit nach Hause nehmen? Direkt vor Ort ausweiden und zerteilen? Oder einfach warten, bis der Regio für den Jäger das Wild erlegt? Bin ehrlich gesagt etwas verwirrt, was die Position dieses Jagdsitzes angeht. Aber die jagende Zunft wird schon wissen was sie tut. Vielleicht irre ich mich aber auch komplett, und es ist ein Ansitz für Trainspotter. Aber das klingt irgendwie wieder langweilig. Also schnell weiter zur nächsten Szene.

Steinbeisser

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Irgendwie klebt er ja gefühlt an mir wie eine Klette. Den ersten Kontakt hatte ich direkt als ich nach Berlin gezogen bin und meinen Job in der Kommunikationsabteilung der Deutschen Bahn begann. Hartmut Mehdorn war zu der Zeit schon zwei Jahre Bahnchef, ich hatte ihm da bereits 29 Jahre voraus. Bei einer Bahn, die sich immer noch im Umbruch von einer Behörde zu einem Unternehmen befand. Vor ihm hatten das schon ein paar Ex-Politiker versucht, aber erst mit Mehdorn nahm das Ganze richtig Fahrt auf. Da wir in der Kommunikation ja dicht dran waren, hatte ich auch das eine oder andere Mal direkten Kontakt. Ist schon ein kerniger Typ, umgänglich, sehr direkt, aber auch verbindlich. Weiterlesen „Steinbeisser“

Westwing

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Nach zwei Tagen Workshop im Westflügel des Berliner Hauptbahnhofes habe ich heute Nachmittag wieder das Licht der Sonne erblicken dürfen. Nach Powerpointfolien, Flipcharts und Whiteboards endlich wieder echtes Leben. Zur Akklimatisierung habe ich mir erst mal ein frisches Eis gegönnt und mich kurz auf dem Washingtonplatz in die Sonne gestellt. Die Eindrücke nach den zwei Tagen müssen sich jetzt setzen und danach geht es an die Umsetzung der erzielten Ergebnisse. Das Jahr wird vermutlich nicht reichen, aber vielleicht können wir die Zeit zwischendurch anhalten oder dehnen. Am Ende des Jahres wissen wir mehr.

Himmelsscheide

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Konnte wieder jede Menge Bilder aus dem fahrenden Zug machen, als wir gemächlich durch die Weiten Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburg cruisten. Ein paar dieser Bilder werde ich hier die nächsten Tage noch posten. Manchmal glaube ich, ich könnte einen ganzen Film verknipsen oder analog, den Speicher meines iPhones zupflastern, wenn ich meine Augen schweifen lassen. Motive in Hülle und Fülle, soweit das Auge reicht. Und das reicht ja weit in dieser leeren Gegend und außer Wiesen, Bäumen und Wasser ist da ja eigentlich nichts. Ab und zu ein kleines Dorf, das wars. Dann noch ein wenig mit der Kamera-App nachjustieren und schon ist etwas Neues geschaffen. Gefallen euch diese Bilder eigentlich, oder nerven sie eher?

Meereskunde

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Der Hauptprogrammpunkt unseres Stralsundbesuchs stand heute an, der Besuch des Ozeanums direkt am Hafen und nur zwei Minuten vom Hotel entfernt. Für 16€ Eintritt bekommt man einen umfangreichen Einblick in das maritime Leben von Ost- und Nordsee.

Neben vielen Schautafeln zu allgemeinen Informationen, begeistern die vielen Aquarien mit den verschiedenen Lebensräumen der Meeresbewohner. Ob Heringsschwärme in einem dunklen Zylinder ihre langsamen Kreise ziehen, Abenteuerspielpätze aus rostigem Allerlei die Fische, Aale und Krabben zum verstecken einladen, oder im atlantischen Aquarium, gefüllt mit 2,6 Millionen Litern Meerwasser, unter anderem Makrelenschwärme, viele Rochen und ein Sandtigerhai das Riesenbecken durchkreisen, die Vielfalt des Lebens im Wasser wird umfassend und interessant dargestellt.

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Fast drei Stunden sind wir „abgetaucht“, um am Ende der langen Reise im Reich der Riesen erschöpft auf den Liegen den Walgesängen zu lauschen. Ein spannender und lohnender Besuch für einen unbedingt erhaltenswerten Lebensraum, von dem wir letztendlich alle abhängig sind. Ohne Wasser gibt es schließlich kein Leben.

Wasserblick

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Zum Sonne und frische Luft tanken gönnen wir uns ein Wochenende an der Ostsee. Wundersamerweise mal nicht in Warnemünde sondern in … na, wer kann es erraten?