Wir sind das Volk!

Alexanderplatz

Nach den großen Demonstrationen in Leipzig fand heute vor 30 Jahren die bis dahin größte Demonstration der DDR-Bürger auf dem Alexanderplatz in Berlin statt. Rund eine halbe Million Menschen versammelten sich in den Abendstunden des 4. November 1989 auf dem Alex und lauschte den Reden von Stephan Heym, Jan-Josef Liefers, Ulrich Mühe und vielen anderen bekannten Persönlichkeiten. Viele Transparente zeugten von kreativem Geist und der Ablehnung der DDR Führung.

Heute Abend eröffnete der regierende Bürgermeister die Woche der Feierlichkeiten auf dem Alex, die am kommenden Samstag in einem Finale am Brandenburger Tor endet.  An weitere Standorten in Berlin soll das Erleben des einzigartigen Aufbruchs spürbar werden. Am Alex werden dazu jeden Abend die Fassaden illuminiert, Geschichte so multimedial aufbereitet. Ergänzend dazu Künstleraktionen, Bandauftritte und vieles mehr. Das ganze Programm findet sich hier: Mauerfall30

Wustrau #fontane.200

Steg in den See

Wir kommen in einem Boot über den See gefahren, legen an einer Wasserbrücke an und springen ans Ufer. Ein kurzer Weg, an Parkgrün und blühenden Linden vorbei, führt uns an den Eingang des Hauses.

Mit diesem Satz aus dem Buch „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ beschreibt Fontane die Ankunft im Örtchen Wustrau am Südende des Ruppiner Sees. Mit „dem Haus“ meint Fontane das Ende des 18. Jahrhunderts erbaute „Zietenschloss“. Heute dient es schön herausgeputzt als „Deutsche Richterakademie“ der Fortbildung von Richtern und Staatsanwälten. Es liegt idyllisch am See und kann nach Absprache auch besichtigt werden.

Zietenschloss
Zietenschloss – Foto: h|b

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Glitzerwelten

Festival of Lights 2019

Wer seinem Kind einen der glitzernden Ballons gekauft hat, in der Hoffnung den Nachwuchs damit im Dunkeln besser wiederfinden zu können, hat sich wahrscheinlich verkalkuliert. Das Geschäft mit dem Glitzermüll läuft fantastisch und beschert den fliegenden Händlern sicher einen Mordsumsatz. Nur zum wiederfinden ist dann die Masse der Leuchtballons eher nicht geeignet. Weiterlesen „Glitzerwelten“

#berlinphotoweek

#berlinphotoweek

Seit gestern läuft die #berlinphotoweek in Berlin, unter anderem im alten Kraftwerk in Kreuzberg, in der Köpenicker Strasse. Neben kostenpflichtigen Vorträgen, gibt es auch eine Exhibition Karte, die zum generellen Eintritt, den Besuch der Fotoausstellung und natürlich zum schlendern rund um die Anbieter von Kameras und Zubehör berechtigt. Manchmal kann man auch irgendwas mitmachen, ist aber eher zufällig. Fotografisch durchaus einiges zu sehen und natürlich auch die Herausforderung selbst aktiv zu werden. Wer noch hinwill… läuft bis morgen und… Kamera nicht vergessen 😉

#extinctionrebellion

Banner am Rebellencamp in Berlin

Nachdem ich gestern morgen zum ersten Mal kurz vorm Straußberger Platz mit dem Fahrrad an einer Blockadeaktion auf der Karl-Marx-Allee vorbeikam – die Autos stauten sich vermutlich bis zum Frankfurter Tor – bin ich nach der Arbeit noch mal die Hotspots der aktuellen Aktionen der Gruppe #extinctionrebellion abgefahren. Neben #fff die ja jeden Freitag am Invalidenpark für das Klima demonstrieren, gehen die „Rebellen“ einen Schritt weiter und versuchen mit gewaltlosen, direkten Aktionen die Aufmerksamkeit für das Thema Klima zu pushen.

Rebellencamp
„Rebellencamp“ am Kanzeleramt – Foto: h|b

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Elefantös

Elefant

Wenn man als Elefant im Berliner Tierpark so den lieben, langen Tag durch den Staub des Geheges schleichen muss, ist man froh, dass es auch Tränken gibt, mit deren Wasser man sich erfrischen kann. Zur Körperpflege reicht eine Staubdusche, aber dann muss der Rüssel auch mal durchgespült werden. In diesem Sinne … Prost.

Aufnahme: Olympus OM-D E-M5II, m.zuiko 75-300, f 7.1, 1/400, ISO 200

Zugspitzdorf

Bergdrama

Noch auf der Autobahn hinter Offenbach sind wir uns nicht einig, wo wir nun die letzte Woche des Urlaubs verbringen. Die nächste Abfahrt könnte uns noch Richtung Lüneburger Heide führen, aber wollen wir da wirklich hin? Fahren wir einfach weiter, führt uns der Weg in die Berge. Nach Grainau genauer gesagt. Die Wetter-App zweifelt auch und macht  es uns nicht einfacher eine Entscheidung zu treffen. Das Beharrungsvermögen siegt und die Berge gewinnen. Für dieses Mal. Weiterlesen „Zugspitzdorf“

Weiß der Geierley

Geierley Brücke bei Mörsdorf

Lange nichts geschrieben stell ich grad fest, aber der Workflow im Urlaub ist noch nicht so zufriedenstellend, daher gibt es die Bilder und Geschichten meist erst danach. Wir waren mit unserem Wohnmobil Anfang September auf Abschiedstour, auf der CSD in Düsseldorf haben wir ein Neues gekauft, und unsere gute, alte Bergziege geht nun in den Verkauf. Das haben wir mit ein wenig „Unterwegs in Deutschland“ ordentlich abgeschlossen.

Nachdem wir Düsseldorf den P1 überlebt haben, ab 6 Uhr morgens donnern im Minutentakt die startenden Flugzeuge über unser Wohnmobil und damit auch über uns, starten wir über Aachen eine kleine Eifel- und Hunsrückrundfahrt. Neben den klassischen Maaren befindet sich dort seit 2015 die längste schönste Hängebrücke Deutschlands.

Geierley Brücke bei Mörsdorf
Geierley Brücke bei Mörsdorf – Foto: h|b

Das Superlativ „Längste Hängeseilbrücke Deutschlands“ hielt nur bis 2017, dann entstand im Harz bei der Rappbodetalsperre die – vorerst – weltweit allerlängste Hängeseilbrücke. So ist das halt mit Rekorden. Immer kommt jemand, der einen noch Längeren oder Größeren hat. Das tut der Attraktivität keinen Abbruch, finden die beiden Brücken doch durch die unterschiedlichen touristischen Gebiete, hier Eifel, Hunsrück, Mosel, dort Harz, ihre Gäste. Noch ein kleiner, aber feiner Unterschied: Die Geierleybrücke darf man ganz umsonst überqueren, für die Brücke im Harz zahlt man 6 Euro.

Geierley Brücke bei Mörsdorf
Selbstportrait ohne Selfiestick – Foto: u|b

Nach der Saison ist es auf der Brücke recht entspannt, ich habe gerade Bilder gefunden, da wäre ich ungern auf der Brücke, auch wenn sie diese Menschenmassen wohl aushält. Es ist auch ein recht langer Weg von den ausgewiesenen Parkplätzen, um zur Brücke zu kommen, an heißen Tagen zieht sich das ganz schön. Leider klappt Mörsdorf auch im September an bestimmten Wochentagen schon mal die Bürgersteige hoch, so dass es kulinarisch etwas eng wird.

Für Menschen mit Höhenangst ist es defintiv nichts was man empfehlen könnte, für alle die gern mal Indiana Jones spielen möchten – allerdings ohne fehlende Brückenteile und ohne Krokodile im darunterfließenden reißenden Fluss (den es übrigens hier nicht gibt) – ist es eine spannende Erfahrung und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Pomnik Chrystusa Króla

Der Besuch der weltgrößten Christusstatue in Świebodzin in Polen stand schon länger auf unserer Agenda. So nutzten wir am letzten Wochenende die Gelegenheit unserem Wohnmobil ein wenig Auslauf zu gönnen und fuhren in unser Nachbarland Polen. Obwohl es näher liegt, als alle Ziele die wir bisher so angefahren haben, ist Polen irgendwie „Terra incognita“ geblieben. Das müssen wir dringend ändern.

Blick nach Westen – Foto: h|b

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Sailormoon

Greta Thunberg im MiWuLa Hamburg - Foto: h|b

„We are on our way!“ twitterte Greta Thunberg vor etwa 3 Stunden. Da haben sie gerade mit der Rennjacht Malizia II und den beiden Skippern Boris Herrmann und Pierre Casiraghi den Hafen von Plymouth verlassen. Nun geht es auf der Nordatlantikroute in unruhige Gewässer. Laut windy.com müssen sie dabei erstmal mit jeder Menge Gegenwind rechnen. Den dürfte sie aber inzwischen gewohnt sein, schlägt er ihr doch aus allen Kommentarspalten unverblümt entgegen. Selten kann man so viel Hass lesen, wie zu Beiträgen von oder über die 16-jährige Klimaaktivistin.

Das Titelbild stammt aus dem MiWuLa in Hamburg und zeigt Greta auf einem Eisberg, zusammen mit einem Eisbär, was in der gegenwärtigen Situation vielleicht keine so glückliche Kombination darstellt. Da sind die Businesskasper noch recht harmlos dagegen.

Ich hoffe, dass sie weder einen Eisberg rammt, noch auf einem strandet und die Überfahrt insgesamt für sie gut ausgeht. Ganz ehrlich, auf dem hinteren Schiff könnte ich mir so eine Passage auch vorstellen, aber das wäre leider weder klimafreundlich, geschweige denn klimaneutral. Gute Reise Greta und immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel.