Zwischen den Steinen

Streetfoto vom Holocaust Mahnmal Berlin

Thomas Leuthard und Thomas Adorff rufen mit dem „Feedback Studio“ (YouTubeLink) Fotografen auf, monatlich Bilder zu einem bestimmten Thema zu erstellen. Diese Bilder werden dann in den eigenen Flickraccount hochgeladen und einer bestimmten Gruppe zugeordnet.

Aus diesen suchen sie sich dann ein paar aus (wieviele wird sicher von der Menge der Uploads abhängen) und besprechen sie in der nächsten Folge im „Feedback.Studio“. Ein guter Anlass für das erste Mal – später dürfen nur frischgemachte Fotos eingereicht werden – auf der Festplatte zu stöbern und nach Linien zu suchen.

Erstaunlicherweise achte ich doch mehr darauf als ich dachte, denn am Ende musste ich mich für ein Bild entscheiden, da nur 1 pro Monat erlaubt sind. Linien sind jede Menge darauf, inklusive unsichtbare Blicklinien. Da ich natürlich auf dem Blog mehr als ein Bild hochladen kann, werde ich den Januar nutzen, um noch ein paar Linienbilder zu posten. Viel Spaß schon mal …

[Olympus E-M5 – 150mm -ƒ/9.0 – 1/320 – ISO 800]

Anfang und Ende

Treppenhaus im Klinikum Kassel

Als ich vorgestern auf dem Weg zu meinem Vater war, der im Klinikum Kassel gerade zwei Bypässe bekommen hatte, konnte ich die Intensivstation nur über diese wunderschöne Treppe erreichen. Nicht nur die architektonische Schönheit faszinierte mich, sondern auch die mit meinem Besuch verbundene Metapher die mir durch den Kopf ging. Der Zirkel des Lebens. Der Weg ins Licht. Eine formvollendete Galaxie.

Am Ende unser aller Zeit, wenn wir die Lebenstreppe erklommen haben, stehen wir vielleicht ganz oben vor diesem Licht und schauen den Treppenschacht nach unten. Dort wo alles begann. Sind wir dann zufrieden mit dem was wir sehen? Oder hadern wir mit unserem Schicksal? Können wir den Schritt ins Licht mit Freude gehen?

Mein Vater muss diese Entscheidung hoffentlich noch nicht so schnell treffen, aber den letzten Schritt, …. den gehen wir alle irgendwann. Und dann denken wir an einem solchen Tag wie heute, an die, die ihn bereits gegangen sind.

In Memoriam….

Ich bau dir ein Schloss

Schlosskuppel im Abendlicht

Während im Vordergrund der Weihnachtsmarkt vor dem roten Rathaus aufgebaut wird, leuchtet im Hintergrund die Kuppel des neuen Schlosses in der herbstlichen Abendsonne. Wird die Fertigstellung des Schlosses noch eine Weile auf sich warten lassen, eröffnet die „Berliner Weihnachtszeit“ bereits am 23. November seine Tore. Eines der Highlights wird wie jedes Jahr die Schlittschuhbahn rund um den Neptunbrunnen sein. Einer der schönsten Berliner Weihnachtsmärkte, auch wenn der Platz durch den U-Bahn-Bau etwas eingeschränkt ist.

Temporäre Baulücke

Bus fährt an Baustelle vorbei
Gebäudeensemble am Bahnhof Zoo in Berlin (abgerissen)
Schmuddelecke am Bahnhof Zoo – Foto: h|b

Knapp 4 Monate liegen zwischen den beiden Bildern. Während im März gerade die Absperrungen für den bevorstehenden Abriss der beiden Gebäude in der Joachimsthaler aufgestellt wurden und die schmuddelige Ladenpassage bereits kleinen Baggern zum Opfer gefallen war, ist seit ein paar Wochen der freie Blick zum Bahnhof Zoo möglich.

Das wird natürlich nicht so bleiben, ist doch die City West gerade in einem architektonischen Aufschwung. Neben dem Waldorf Astoria, dem neuen „Bikini-Haus“ und dem gerade entstehenden „Upper West“ wird hier ein sechsgeschossiges Geschäftshaus entstehen und die Runderneuerung der Gegend um den Bahnhof Zoo vorantreiben. Mit der Umgestaltung des Hardenbergplatzes und der Wiedereröffnung der Zoo-Terrassen sind weitere Schritte geplant, um das Schmuddelimage rund um den Bahnhof Zoo loszuwerden. Es darf wieder flaniert werden.

Puttenalarm

Klsoter neuzelle spiegelt sich in Seerosenteich

Auf der Rückfahrt unserer 3-Seentour machen wir einen Abstecher zum Stift Neuzelle. Wir waren dort schon einmal mit dem Motorrad, wollen uns das aber jetzt noch mal in Ruhe und ohne dicke Motorradklamotten anschauen. Vorher stärken wir uns in der – direkt vor dem Kloster liegenden – Klosterklause. Es gibt dort so leckere Sachen wie den „Schlaubetalteller“ oder „Neuzeller Schwarzbierbraten“. Allerdings haben wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Oder besser: Ohne die Bedienung. Weiterlesen „Puttenalarm“

Nackter Beton

Die Zentrale der DB in Frankfurt am Main

Von den Einsitzenden liebevoll „Alcatraz“ genannt, erhebt sich am Rande des Gutleutviertels in Frankfurt die Zentrale des Personenverkehrs der Deutschen Bahn. Da ich dort bis zu meinem Wechsel nach Berlin meinen Arbeitsplatz hatte, schleichen sich immer etwas nostalgische Gefühle ein, wenn ich dort einen Termin habe.

Das erste was mir morgens um halb 10 begegnet, ist ein Hase, der gegenüber des Eingangs die Flucht vor mir ergreift.  War das Gebäude vor einigen Jahren noch ein Solitär am Rande des ehemaligen Güterbahnhofs, ist es heute fast umschlossen von Häusern und den Hallen der Messe. Das Europaviertel wuchert immer weiter hinaus Richtung Rebstockpark.

Panoramafreiheit

Hochhausensemble am Potsdamer Platz Berlin im Extremweitwinkel

Eins der hier abgebildeten Hochhäuser hat auf den letzten beiden Etagen eine Plattform die sich „Panoramapunkt“ nennt. Von dort werden täglich vermutlich tausende Fotos geschossen, die Berlin im Panorama zeigen. Natürlich inklusive jeder Menge Gebäude, aus denen eine Stadt nun mal besteht.

Geht es nach einem Gesetzentwurf zum EU Urheberrecht darf man diese Fotos zwar weiterhin aufnehmen, sollte sie aber tunlichst in der Kamera lassen. Also nicht in irgendwelchen sozialen Medien posten, oder in seinem Blog, die sind in der Regel oft kommerziell. Gefordert wird vom Fotografen, dass er sich vor der Veröffentlichung der Bilder die Rechte des Urhebers einholt. Das wären in meinem Fall vermutlich die Architekten der Bauwerke am Potsdamer Platz. Bliebe die Frage, ob ich die Erben von Walter Ulbricht noch fragen müsste, da auf dem Bild ja auch ein Stück der alten Mauer zu sehen ist.

Wer das auch für – sagen wir mal vorsichtig – ein wenig weltfremd hält, darf gern die entsprechende Petition von Julia Reda zeichnen, die versucht zu retten was hoffentlich noch zu retten ist.

FANTAsie

Fantawerbung in Berlin ergänzt um politischen Spruch

An dieser Wand fahre ich täglich mit der Straßenbahn auf dem Weg zur Arbeit vorbei und jedes Mal habe ich mir gesagt: Steig aus und mach ein Foto, wer weiß, wie lange diese Kombination noch dort zu sehen ist. Gedacht, getan. Nun habe ich es für die Nachwelt gespeichert und die FANTAsie ist für alle Zeiten gerettet. Zumindest die an der Wand. Die Fantasie der politisch Verantwortlichen in Berlin für eine lebendige Stadtgestaltung bleibt doch arg überschaubar.

Mühlentag

Windmühle im Britzer Garten in Berlin

Jährlich am Pfingstmontag findet der Mühlentag statt. Im Vordergrund, an diesem „Tag der Offenen Tür“, steht die Mühle als technisches Kulturgut, dessen Geschichte über 2000 Jahre zurückreicht. Alle Arten von Mühlen öffnen ihre Pforten und stellen ihr altes Handwerk vor. Vorausschauend habe ich mir gestern dafür eine Mühle ausgesucht.

Auf dem Foto sehen wir eine Galerieholländerwindmühle aus dem Jahr 1865. Sie steht im Britzer Garten, ist eine der acht verbliebenen Windmühlen in Berlin und die einzige mahlfähige Holländermühle an ihrem Originalstandort. Man kann dort ein Diplom zum Hobbymüller erwerben, oder auch einfach heiraten. Am 6. und 7. Juni findet übrigens das achte Britzer Mühlenfest statt. Ein Besuch lohnt sich.

Lapidarium – Grenzen überwinden

Mit zwanzig überlebensgroßen Pferden aus Bronze und Marmor zeigt der mexikanische Künstler Gustavo Aceves noch bis zum 10. Mai seine Ausstellung auf dem Pariser Platz. Die aus verschiedenen Materialien wie Bronze, Eisen, oder Stein – von dessem lateinischen Wort – lapis – leitet sich der Titel der Ausstellung ab – hergestellten Skulpturen, erinnern an Ausgrabungen in Italien oder Griechenland. Weiterlesen „Lapidarium – Grenzen überwinden“