Nackter Beton

Die Zentrale der DB in Frankfurt am Main

Von den Einsitzenden liebevoll „Alcatraz“ genannt, erhebt sich am Rande des Gutleutviertels in Frankfurt die Zentrale des Personenverkehrs der Deutschen Bahn. Da ich dort bis zu meinem Wechsel nach Berlin meinen Arbeitsplatz hatte, schleichen sich immer etwas nostalgische Gefühle ein, wenn ich dort einen Termin habe.

Das erste was mir morgens um halb 10 begegnet, ist ein Hase, der gegenüber des Eingangs die Flucht vor mir ergreift.  War das Gebäude vor einigen Jahren noch ein Solitär am Rande des ehemaligen Güterbahnhofs, ist es heute fast umschlossen von Häusern und den Hallen der Messe. Das Europaviertel wuchert immer weiter hinaus Richtung Rebstockpark.

Panoramafreiheit

Hochhausensemble am Potsdamer Platz Berlin im Extremweitwinkel

Eins der hier abgebildeten Hochhäuser hat auf den letzten beiden Etagen eine Plattform die sich „Panoramapunkt“ nennt. Von dort werden täglich vermutlich tausende Fotos geschossen, die Berlin im Panorama zeigen. Natürlich inklusive jeder Menge Gebäude, aus denen eine Stadt nun mal besteht.

Geht es nach einem Gesetzentwurf zum EU Urheberrecht darf man diese Fotos zwar weiterhin aufnehmen, sollte sie aber tunlichst in der Kamera lassen. Also nicht in irgendwelchen sozialen Medien posten, oder in seinem Blog, die sind in der Regel oft kommerziell. Gefordert wird vom Fotografen, dass er sich vor der Veröffentlichung der Bilder die Rechte des Urhebers einholt. Das wären in meinem Fall vermutlich die Architekten der Bauwerke am Potsdamer Platz. Bliebe die Frage, ob ich die Erben von Walter Ulbricht noch fragen müsste, da auf dem Bild ja auch ein Stück der alten Mauer zu sehen ist.

Wer das auch für – sagen wir mal vorsichtig – ein wenig weltfremd hält, darf gern die entsprechende Petition von Julia Reda zeichnen, die versucht zu retten was hoffentlich noch zu retten ist.

FANTAsie

Fantawerbung in Berlin ergänzt um politischen Spruch

An dieser Wand fahre ich täglich mit der Straßenbahn auf dem Weg zur Arbeit vorbei und jedes Mal habe ich mir gesagt: Steig aus und mach ein Foto, wer weiß, wie lange diese Kombination noch dort zu sehen ist. Gedacht, getan. Nun habe ich es für die Nachwelt gespeichert und die FANTAsie ist für alle Zeiten gerettet. Zumindest die an der Wand. Die Fantasie der politisch Verantwortlichen in Berlin für eine lebendige Stadtgestaltung bleibt doch arg überschaubar.

Mühlentag

Windmühle im Britzer Garten in Berlin

Jährlich am Pfingstmontag findet der Mühlentag statt. Im Vordergrund, an diesem „Tag der Offenen Tür“, steht die Mühle als technisches Kulturgut, dessen Geschichte über 2000 Jahre zurückreicht. Alle Arten von Mühlen öffnen ihre Pforten und stellen ihr altes Handwerk vor. Vorausschauend habe ich mir gestern dafür eine Mühle ausgesucht.

Auf dem Foto sehen wir eine Galerieholländerwindmühle aus dem Jahr 1865. Sie steht im Britzer Garten, ist eine der acht verbliebenen Windmühlen in Berlin und die einzige mahlfähige Holländermühle an ihrem Originalstandort. Man kann dort ein Diplom zum Hobbymüller erwerben, oder auch einfach heiraten. Am 6. und 7. Juni findet übrigens das achte Britzer Mühlenfest statt. Ein Besuch lohnt sich.

Lapidarium – Grenzen überwinden

Mit zwanzig überlebensgroßen Pferden aus Bronze und Marmor zeigt der mexikanische Künstler Gustavo Aceves noch bis zum 10. Mai seine Ausstellung auf dem Pariser Platz. Die aus verschiedenen Materialien wie Bronze, Eisen, oder Stein – von dessem lateinischen Wort – lapis – leitet sich der Titel der Ausstellung ab – hergestellten Skulpturen, erinnern an Ausgrabungen in Italien oder Griechenland. Weiterlesen „Lapidarium – Grenzen überwinden“

Kolossal

Prinzessin Kate hat heute etwas Kleines bekommen, ich dafür etwas wirklich Großes. Mein Bild vom ICC aus einem Blogbeitag vom April 2014 ziert heute formatfüllend einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung. In der Rubrik „Gesellschaft“ schreibt Autor Jan Heidtmann über „…einen der größten Betonklötze der Welt…“ und fett drüber thront mein Bild. Nice, oder 😉 Den ganzen Artikel dazu gibt es hier, natürlich noch mal mit Bild.Mein Bild in der Wochenendausgabe der Süddeutschen - Foto: h|b

Mein Bild in der Wochenendausgabe der Süddeutschen – Foto: h|b

Pure Windkraft

Um den Fernsehturm nachhaltig zu bewirtschaften wird er seit kurzem mit Windenergie versorgt. Dazu wurde in der Nähe (Alex) eine holländische Windmühle aufgebaut die, die für den Fernsehturm notwendige, Energie erzeugt. Damit dürfte die Versorgung mit heißem Wasser – und damit auch heißem Kaffee – an unserem nächsten Hochzeitstagfrühstück nachhaltig gesichert sein.

Polaroid Series #22 – Puddle #12

Bekannteste Kirche Berlins - Foto: h|bBekannteste Kirche Berlins – Foto: h|b Heute mal ein Crossover aus zwei meiner Serien: Ein Pfützenbild kombiniert mit dem Polaroidrahmen. An Pfützen besteht ja nach wie vor kein Mangel in Berlin. Die kommenden Tage wird die Sonne mit der einhergehenden Wärme allerdings tüchtig aufräumen, auch wenn sich zum Ende der Woche, die Sonne mächtig verfinstern soll. Bin mal gespannt was die fotografische Aufbereitung dieses Ereignisses an Bildern hervorbringt.

Puddle #11



Wieder mal ein Bild aus der Pfützenedition. Meine Homebase am Comeniuspark im Spiegel der nassen Jahreszeit.

Von oben herab

Der lange Schatten des Erich H. - Foto: h|b
Der lange Schatten des Erich H. – Foto: h|b

Letzten Dienstag haben wir uns etwas besonderes gegönnt. Zu unserem Hochzeitstag haben wir in 203 Meter Höhe das „Winterfrühstück“ gebucht und dabei zweimal Berlin umrundet. Also korrekterweise hat Berlin uns natürlich umrundet. Wir konnten das Frühstück genießen und bei herrlichem Wetter die fantastische Aussicht genießen. Im Westen die Abhörstation auf dem Teufelsberg, im Osten die Müggelberge und im Norden die Ostsee. Also fast. Und unter uns Berlin. Im Schatten des Turms. Weiterlesen „Von oben herab“