In Berlin sind es ja eher die grauen Nebelkrähen, die gelernt haben Mülleimer zu leeren, dass es an manchen Tagen morgens aussieht, als wären in jedem Eimer kleine Bomben explodiert. Vermutlich riecht es einfach zu lecker nach Döner.
Hier am Bodensee sind es die schwarzen Exemplare, die neben Tauben und Möwen die Vogelwelt beherrschen. Laut Google Lens ist es ein Rabenvogel. Sie sind fast überall auf der Welt anzutreffen. Mit Ausnahme des südlichen Südamerika und der Antarktis.

Es soll ja auch Rabenmütter geben. Mit diesem Begriff wird häufig die zu starke Abwesenheit und unzureichende Nähe der Mutter zu ihren Kindern kritisiert. Der Begriff gehört bis heute zu den Schimpfwörtern im Themenvorrat der deutschen Gesellschaft. Allerdings ist das wohl ein Missverständnis.
Der Ausdruck geht vermutlich auf die Beobachtung zurück, dass junge Raben ähnlich wie junge Stare nach dem Verlassen des Nestes am Boden sehr unbeholfen erscheinen und als zu früh sich selbst überlassen beurteilt wurden.

Junge Raben sind zwar Nesthocker, verlassen aber vor Erlangen der Flugfähigkeit aus eigenem Antrieb das Nest. Es ist insofern ein Trugschluss, dass Raben keine fürsorglichen Eltern seien. Die Elternvögel füttern die bettelnden Jungvögel tatsächlich einige Wochen lang und warnen und schützen ihre Jungen vor Feinden.


Wunderschöne Photos!
Ich habe es bei mir angezeigt.
Das zu lesen, ist aber auch sehr interessant.