Wenn man sich auf Instagram mal ein Pilzfoto länger angeschaut hat, wird man anschließend damit geradezu bombardiert. Es scheint eine Menge Fotografen und Fotografinnen zu geben, die sich intensiv dem Thema „Pilzfotografie“ widmen. Teils mit erheblichem Aufwand was Lichtequipment angeht.

Da ich das auch mal angehen wollte, hab ich mich aufs Rad geschwungen und bin in den Wald bei Uhldingen gefahren, dort wo die Kunstinstallation „Ein Waldes Echo“ steht. Da ich da im letzten Herbst schon mal war, wusste ich, dass es dort Pilze geben würde.

Aber erstmal einen finden. Auf den ersten Blick sah der Waldboden ziemlich Pilzlos aus, auf den Zweiten auch, aber dann sah ich doch die Winzlinge aus den nassen Herbstblättern hervorlugen. Also erst ein wenig Platz schaffen, um den Pilzen auch den Raum zu geben, Licht aufbauen und Pilz fotografieren. Natürlich alles auf „Augenhöhe“. Oder besser „Pilzhuthöhe“.

Bei den kleinen Pilzlingen reicht auch ein „normales“ Foto. Eine große Schärfentiefe wird nicht benötigt, der Pilz wird scharf abgebildet der Hintergrund bleibt mit Offenblende unscharf. Bei den etwas größeren Pilzhüten muss Fokusstacking her, sonst fehlt es an Schärfe.
Das untere Foto besteht daher aus 15 Einzelfotos und wird intern zu einem Foto verrechnet. Meine Kamera, die Olympus OM-D E-M1 III kann das, ansonsten macht man das manuell und die Verrechnung erfolgt anschließend in Photoshop oder Helikon. Da können es dann auch mal 50 oder mehr Fotos werden.

