Zeitverschiebung

Wir drehen an den Zeigern, stellen die Uhren vor und zurück und bilden uns ein, die Zeit ließe sich nach Belieben verändern. Doch die Zeit lässt sich nicht beeindrucken. Sie geht ihren Weg, unbeirrt und nur in eine Richtung.

Wir können eine Stunde gewinnen oder verlieren, länger schlafen oder früher aufstehen. Aber keine Sekunde zurückholen, keinen Augenblick festhalten, keinen vergangenen Moment wieder lebendig machen.

Vielleicht ist die Zeitumstellung deshalb ein kleines Sinnbild für unsere Vermessenheit. Wir glauben, die Zeit zu ordnen, während sie längst weiterzieht. Und irgendwann merken wir, dass nicht die Zeit sich nach uns richtet, sondern wir uns nach ihr.

Ein alter bornierter Mann sagte mal: „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“. Er würde sich schwer tun, mit der heutigen Zeitverschiebung. Drehen wir doch alle gemeinsam die Zeit um eine Stunde zurück.

Leider passiert das, wenn wir schlafen, wir bekommen davon also eigentlich nichts mit. Von Nachteulen mal abgesehen. Nur der Jetlag, der wird uns jetzt wieder eine Weile begleiten.

Und der Frust, ohne Technikerausbildung die Uhr des Backofens auf die Winterzeit umzustellen. Eine der letzten Herausforderungen unseres Lebens 😉

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