Über 800.000 Radler umrunden den Bodensee jedes Jahr, und das sind mehr als an jedem anderen Radweg der Welt. Rund um den Bodensee sind es etwa 260 Kilometer. Sehr sportliche Radler schaffen das sogar an einem Tag. Trainierte Radler immerhin noch an zwei oder drei Tagen. Wir haben uns dafür zwei Jahre Zeit gelassen 😉

Immerhin wohnen wir hier und können daher jederzeit am See entlang fahren. Die kleinen Stückchen von Überlingen nach Bodman, oder in die andere Richtung bis nach Hagnau fahren wir ja häufiger.. Sind kleine Ausflüge um die 20 km. Am Ende kehren wir meist irgendwo ein.

Aber es gibt auch die etwas größeren Etappen. Den kleinen Hüpfer Friedrichshafen – Lindau (25 km) haben wir bereits im letzten Jahr gefahren. Ebenso Überlingen – Konstanz über den Bodanrück (40km). Sehr bergig, da es am Anfang leider keinen Radweg am See entlang gibt. Aber wir haben ja e-Bikes.
Lindau – Bregenz – Romanshorn – 55 Kilometer


Die drei letzten und größeren Etappen hatten wir uns für dieses Jahr aufgehoben und mit der Tour von Lindau nach Romanshorn im Mai begonnen. Es war schon sommerlich warm, als wir die schöne Radstraße Richtung Bregenz gefahren sind. Dort stand die erste Pause am Hafen an, bevor es von Österreich über den Rheinzufluss weiter in die Schweiz ging.


Vorbei am Hundertwasserhaus der Markthalle in Altenrhein konnte ich in Rorschach meine Sammlung der GToS Schilder um eins erweitern, ein weiteres kam an unserem Ziel in Romanshorn dazu. Nach rund 55 Kilometern brachte uns die Fähre über den See nach Friedrichshafen, wo wir den Zug zurück nach Überlingen nahmen.
Radolfzell – Stein am Rhein – Konstanz – 55 Kilometer (80km)
Die nächste größere Etappe stand dann einen Monat später an. Wir fuhren zuerst mit der Gürtelbahn bis Radolfzell und besuchten kurz El Niño, der gerade noch so im Wasser hockte. Inzwischen sitzt er auf dem Trocknen. Über die Höri bewegten wir uns weiter in Richtung Stein am Rhein und fotografierten kurz hinter Öhningen den Grenzstein zur Schweiz.


Kurz danach erreichten wir den Wendepunkt unserer Tour, das idyllische Städtchen Stein am Rhein. Hier waren wir schon mal mit dem Auto im Winter, da war gar nix los. Jetzt war der Marktplatz mit seinen bunten Häusern gut besucht. Eingedenk der Schweizer Preise ignorierten wir aber die kulinarischen Angebote und aßen auf der anderen Rheinseite unsere Stullen.


Von hier fuhren wir – immer entlang der Bahnstrecke – in Richtung Konstanz. Eine weitere Verpflegungspause legten wir in Ermatingen ein, da hatte mir Google ein cooles Wartehäuschen an der Anlegestelle gezeigt. Inzwischen legen dort aber gar keine Schiffe mehr an. Zumindest keine Linienschiffe.


Wir ließen die Insel Reichenau auf der gegenüberliegenden Seeseite liegen und näherten uns zügig unserem Ziel Konstanz. Hier gibt es noch einen Grenzübergang, der aber scheinbar nur noch antiquarischen Charakter hat. Mit einem Schlenker über das Strandbad Hörnle fuhren wir weiter nach Staad und ließen uns mit der Fähre nach Meersburg bringen. Ab hier waren es noch mal gut 15 Kilometer bis nach Hause.
(Wallhausen) – Konstanz – Romanshorn – Konstanz – 60 Kilometer
Wir hatten erst überlegt es auf nächstes Jahr zu verschieben, aber da das sonnige Wetter hier unten am Bodensee weiter anhält, warum warten. Also standen wir am Montag dieser Woche um kurz vor 10 am Überlinger Landungsplatz und setzten mit der Seegold über nach Wallhausen. Hier starteten wir unseren „Lückenschluss“ der Bodenseeumrundung.


Vorbei an der Mainau wo gerade ganze Busladungen Besucher angekarrt wurden, treffen wir in Konstanz ein, unserem eigentlichen Startpunkt zur letzten Etappe. Nach kurzer Kaffeepause am Hafen erreichten wir in Kreuzlingen kurz danach die Schweiz und fuhren auf schönen Radwegen entlang des Sees die knapp 20 km bis nach Romanshorn.


Wir gönnten uns am Hafen zur Belohnung eine Olmawurst mit Pommes, schossen ein Beweisfoto am Hafen mit dem GToS Schild und unseren Rädern und machten uns auf den Weg zurück. Ab Konstanz ließen wir uns dann zuerst mit dem „thurbo“ der Schweizer und später mit der Gürtelbahn zurück nach Hause bringen. Genug getourt in diesem Jahr. Jetzt brauchen wir neue Ziele 😉


Es heißt ja: der Weg ist das Ziel. Bin gespannt, an welches Ziel er Euch nun führen wird.🙂