Lockdown light

Oberbaumbrücke, im Vordergrund Menschen

Vor einem Jahr habe ich mit dem Fahrrad eine kleiner Coronarunde entlang der Berliner Touristenhotspots gemacht. Der Titel Geisterstadt war damals durchaus berechtigt. Das Virus war neu, sogar die Spielplätze waren mit rot-weißem Flatterband abgesperrt und die Straßen und öffentlichen Plaätze waren wirklich leer. Das Wetter war ähnlich, auch die Zeit passt. Was nicht passt ist der Inzidenzwert. Der lag im März 2020 in Berlin bei 35, alles war zu. Aktuell liegt der Wert berlinweit steigend bei rund 141 (!). Und es sieht draußen aus wie ein normaler Frühlingstag. Einzig die Touristen fehlen noch.

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Geisterstadt

Ich habe gestern die Gelegenheit genutzt bei frühlingshaften Temperaturen eine kleine Radrunde durch die Stadt zu drehen. Alleinsein darf man ja, und ab und an mal ein Foto machen ist auch erlaubt. Berlin ist im Moment ein Paradies für Radfahrer und Fotografen, selbst auf Hauptstraßen is es völlig ungefährlich zu fahren, alle Hotspots der Stadt sind frei von Touristen, keine stinkenden HopOn, HopOff Busse verstellen im Minutentakt den Blick, fast paradiesisch. Könnte ich mir das für immer vorstellen? Na klar, allerdings sollte ich dann von Berlin vielleicht auf ein Dorf ziehen, oder nach Bielefeld. Städte wie Berlin leben davon, dass Gäste zu Besuch kommen, so wie wir gern wieder Rom, Paris oder London besuchen möchten, wenn das Virus besiegt ist. Am Tourismus hängt in Großstädten die Wirtschaft. Ein vertretbares Maß wäre vielleicht noch schön, aber ganz ohne ist eine Illusion.

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Ausblicke

Der Müggelsee vom Müggelturm

Nach längerer Abwesenheit waren wir wieder mal am Müggelturm. In Komoot, der NaviApp für Radler und Fußgänger, eine schöne Strecke erstellt und mit den Pedelecs gemütlich auf den Weg gemacht. Der erste Teil durch Friedrichshain und Lichtenberg ist eher nicht so spannend, aber dann kann man lange durch die Wuhlheide fahren. Viel Wald, unterbrochen von Schienen der Pioniereisenbahn, vorbei an der Kindl-Bühne, durch Köpenick, danach wieder Wald, insgesamt eine ganz angenehme Strecke.

Blick vom Müggelturm auf Berlin
Blick nach Berlin – Foto: h|b

Den steilen Anstieg zum Müggelturm schaffen wir locker im Sitzen in der Stellung „Sport“, alle anderen müssen schieben. Die Restauration verdient endlich wieder ihren Namen. Nach jahrelangem „Kiosk mit Würstchen“, gibt es wieder Kaffee und Kuchen, frische Waffeln, Reibekuchen mit Apfelmus, und vieles mehr. Sehr schön geworden. Lohnt sich wieder als Ausflugsziel. Der Aufstieg auf den Müggelturm kostet 2€, der Ausblick bei schönem Wetter: Unbezahlbar

Auf dem Rückweg vorbei am Teufelssee, den Biergarten Rübezahl direkt am Ufer des Müggelsee (auch wieder sehr schön aufgebaut) lassen wir liegen, schleppen die Räder durch den Spreetunnel und dann geht es wieder zurück nach Friedrichshain. Ein schöne Tour für einen schönen Sommertag.

Deichfahrt

Nachdem das Wetter heute morgen auf Zingst so gar nicht den Erwartungen entsprach, grau und windig, entwickelte sich der Tag doch noch in die richtige Richtung. Nach einem Bummel über den Fotomarkt und Kaffeetrinken am Hafen, fuhren wir mit den Rädern bis raus nach Pramort. Vermutlich hätten wir es von dort ohne unsere E-Bikes niemals zurück auf den Campingplatz geschafft, aber mit der elektrischen Unterstützung war die steife Brise keine wirkliche Herausforderung mehr.