Wassereis

Wie vergänglich manche Dinge sind, zeigte sich in Überlingen im Stadtgraben. Ich hatte gestern noch, bei rund – 3° die Gelegenheit genutzt die riesigen Eisgebilde zu fotografieren, die sich dort an der Wand gebildet hatten. An dieser Wand läuft permanent Wasser herunter – was den Graben im Sommer herrlich runterkühlt – und bildet natürlich bei den aktuellen Minusgraden formidable Eisstrukturen.

Wie Orgelpfeifen in einer Eiskathedrale – nur andersrum – hängen die Stalaktiten in der Wand. Immer wieder bricht einer der Zapfen ab und zerschellt am Boden des Grabens im Schnee. Aber wie gefroren so zerflossen. Es hat die ganze Nacht geregnet, von der Schneelandschaft in Überlingen ist nichts mehr übrig und aktuell stehen 6° plus auf dem Thermometer. Damit dürfte sich das Schicksal der Eiswände erfüllt haben. Aus Eis wurde wieder Wasser. Aber meine Fotos halten die Vergänglichkeit für alle Zeiten fest.

Da ich das Titelbild im Stil von Josh Adamski verfremdet habe, hier noch das passende normale Foto der gewaltigen Eisstalaktiten, um die Größenverhältnisse in Relation zu setzen.

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