Mutprobe

Mutprobe

Nachdem wir heute morgen beschlossen haben weiterzufahren und nicht auf dem Campingplatz zu bleiben, besuchen wir als erstes den Steindalsfossen. Der liegt hier um die Ecke und ist auch zur Publikumsbelustigung wieder etwas aufgepimpt. Man kann nämlich über einen Weg hinter dem Wasserfall entlang laufen und bekommt so eine ganz andere Perspektive. Sehr schön. Jetzt kann man auch mal ein Foto machen, mit seinem Lieblingsmenschen, wie er neben dem Wasserfall steht, um so die Dimension etwas erkennbar zu machen. Bild vergrößern und genau hinschauen. Sieht aus wie ein rotes Y.

Steindalsfossen
Steindalsfossen mit Ulla – Foto: h|b

Dann legen wir uns kurz die „Karte“ und beschließen nicht Richtung Bergen zu fahren, sondern schon auf unser morgiges Ziel hin. Zuvor haben wir auf dem CP Haraldshaugen angerufen und die Buchung um zwei Tage nach vorn verlängert. Statt Dienstag kommen wir nun morgen schon an und bleiben bis Donnerstag früh. Das Wetter soll noch ganz schön werden, so können wir unseren Urlaub direkt am Meer austrudeln lassen. Los geht es also, wieder auf die Straße. 

Anfänglich gut ausgebaut entwickelt sie sich schnell wieder in ein „Singletrack Monster“ der besonderen Art. Immer nah am Fjord entlang geführt gibt es nur Kurven, Kuppen, Felsen rechts und Wasser links. Fährt man zu weit rechts, läuft man Gefahr wie die Titanic aufgeschlitzt zu werden, zu weit links könnte das entgegenkommende Auto das letzte sein was man sieht. Netterweise hält sich der Verkehr in Grenzen, aber er existiert. So „swinge“ ich mich todesmutig durch das schmale Kurvengeschlängel, um auch irgendwann mal irgendwo anzukommen.

Irgendwann kommt dann noch eine Fähre die dort in einem Dreieck zwischen den Häfen A, B und C verkehrt. Direkt zahlen muss man in Norwegen scheinbar nicht mehr, entweder man wird vor der Fähre bereits von den Kameras der autopass.no aufgezeichnet, oder – so wie heute – werden einfach alle Nummernschilder fotografiert. Mal sehen, was uns dann irgendwann als Rechnung ins Haus flattert. Etwas intransparent das Ganze. Am Ende des Tages landen wir auf einem Campingplatz oberhalb des Fjordes und sehen im Abendlicht noch eine FjordLine Fähre vorbeifahren. Die wartet dann sicher Donnerstag Abend auf uns, um uns wieder nach Dänemark zu bringen.

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