Luftikus

Zwischen den Winterstürmen bietet sich ja auch mal eine Zeit der Ruhe, auch wenn die zwischen Sabine und Viktoria nur kurz ist. Gestern ist aber so ein Tag. Die Sonne scheint, der Wind hält sich in Grenzen, eine gute Gelegenheit das Fahrrad aus dem Keller zu holen und die Drohne startklar zu machen. Akkus geladen und los gehts. Erste Station: Der Campus Berlin, Ende des Jahres mein neuer Arbeitsort.

Der künftige Campus Berlin der DB Systel – Foto: h|b

Die Dachterasse ist schon gut zu erkennen, zukünftig der Ort für die gemeinsamen Sundowner mit den KollegInnen. Freu ich mich schon sehr drauf. Zu dicht ranfliegen wollte ich erstmal nicht, wenn irgendwas passiert, komm ich nicht über den Bauzaun und kann die Mavic Mini nicht wiederholen. Dazu muss ich erst sicherer werden mit der Drohnenfliegerei. Ich merke allerdings auch, dass man mit so einer kleinen Drohne kaum Aufmerksamkeit erregt. Nach 20 Metern Höhe hört man sie kaum noch und durch ihre geringe Abmessung wird sie auch nicht als bedrohlich wahrgenommen. Sehr beruhigend.

Rauf aufs Rad und über die Spree bis ganz nach hinten zur Insel der Jugend. Da die Ufer gut besetzt sind, ich auch niemanden stören will, such ich mir ein Plätzchen auf der Wiese mitten auf der Insel, wo sich die Holzbänke prima zum starten und landen eignen. Inzwischen habe ich schon einige Routine bei den Startvorbereitungen, sodass die Drohne schnell in der Luft schwebt.

Oben angekommen, werden so um die 30 Meter sein, drehe ich die Drohne im Kreis, um zu schauen, welche Perspektiven sich am Besten für ein Foto eignen. Über den Bäumen eröffnet sich ein weiter Blick über die Spree bis weit hinein in die Stadt, am Horizont winkt der Fernsehturm. Dieses Bild habe ich auch mal zum Titelbild des Artikels bestimmt. Es sind ja eben die Perspektiven, die man sonst nicht so einfach bekommen kann. Mit einer kleinen Drehung kommt noch das Kraftwerk Klingenberg auf den Sensor. Reicht fürs Erste.

Herunter kommen sie immer ist ja der klassische Spruch aus der Fliegerei. Mir als Newbie bricht allerdings schon mal schnell der Schweiß aus, wenn ich erst mal schauen muss, wo die Mavic Mini eigentlich gerade ist. Durch die Konzentration auf den Bildschirm des Smartphones und den besten Blickwinkel ist sie am Ende der Insel, fast schon über der Spree. Da ich grad nicht weiß wohin sie jetzt fliegen wird, wenn ich am Hebel ziehe, drücke ich lieber die „Return to Home“ Taste. Damit ist gewährleistet, dass sie sich allein auf den Weg dahin macht, von wo sie gestartet ist.

Nach erhalten des Befehls steigt die Drohne erstmal auf den voreingestellten Wert in die Höhe, in meinem Fall 30 Meter, dann kommt sie wieder auf mich zu. Ich traue der Sache noch nicht so ganz, muss das wohl mal auf einer Wiese ohne Bäume üben, und fange sie händisch ab, bevor sie dem Baum zu nahe kommt. Sicher ist sicher. Aber dann kommt sie brav runter und landet auf der Bank von der sie gestartet ist.

Einer geht aber noch, also muss sie noch mal hoch. Eine der interessanten Perspektiven die eben nur mit Drohnen möglich sind, ist der Blick nach unten. Direkt nach unten. Dort wo im besten Fall nur noch Strukturen zu erkennen sind. Lange Schatten durch tiefstehende Sonne, nichts konkretes mehr. Das wird auf der Insel dann auch das letzte Bild, sozusagen ein Selfie. Wer genau hinschaut, sieht nämlich auch meinen Schatten. Ich packe alles wieder fein zusammen und mache mich auf den Weg zu weiteren Locations, an denen ich die Drohne fliegen lassen kann. Dazu mehr in den nächsten Blogbeiträgen.

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