Kerosin im Blut

Gestern Abend ging nun also eine Ära zu Ende. Die letzte Maschine einer Fluggesellschaft, mit dem Namen der Hauptstadt im Namen, landete mit einer Stunde Verspätung in Tegel. Sie hatte noch vorher versucht ein Herz zu fliegen, an Bord gabs Sekt und Schnittchen auf Kosten des Caterers. Auf dem Boden dann Tränen und Wasser von der Fughafenfeuerwehr. Das wars. Ende. Die „airberlin“ ist Geschichte.

Eine Mischung aus Missmanagement und zuvielen Vorstandsvorsitzenden in den letzten Jahren führten letztendlich zum Aus. Wer weiß was passiert wäre, wäre der BER rechtzeitig fertig geworden, er sollte ja das neue Drehkreuz werden. Aber „hätte, hätte Fahrradkette“, wie man in Berlin so schön sagt. Die Leichenfledderer standen alle schon bereit und konnten das Ende gar nicht schnell genug erwarten. Ein Konkurrent weniger.

Also noch mal schnell den Imagesong „Kerosin im Blut“ hören und an die Mitarbeiter denken, die wie immer bei einer Pleite, letztendlich die Leidtragenden sind. Immerhin bekommt der letzte Vorstandsvorsitzende sein fürstliches Gehalt noch bis 2021 und hat sich vertraglich zusichern lassen es aus der Konkursmasse herauszuhalten. Cleveres Kerlchen. Bey, Bye, airberlin.

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