Gaustatoppen

Folge dem T

Am Morgen nach einer unruhigen Nacht, erblicken wir aus dem Wohnmobilfenster einen blauen Himmel. Hätte ich nach dem Sturm und Regen heute Nacht nicht erwartet. Aber so ist das wohl in den Bergen. Der Blick auf den Gipfel des Gaustatoppen zeigt klare Sicht. Um uns herum wabern noch die Nebel in der Morgensonne über dem See. Wir haben uns für die „Seniorenvariante“ entschieden: Hoch und runter mit der Gaustabanen.

Gaustatoppen
Gaustatoppen – Foto: h|b

Für zusammen 780 Kronen erstehen wir die Tickets für die Fahrt in den Himmel. So sieht es zumindest aus, als wir mit dem ersten – doch sehr gemütlichen Bähnchen – den Umsteigepunkt erreichen. Hatte mich schon gefragt, wie wir denn damit den Gipfel erreichen sollen. Nun stehen wir vor der Saturn V und warten darauf in die Umlaufbahn geschossen zu werden. Wer baut sowas? Und warum? Dazu muss man wissen dass der Gaustatoppen im „Kalten Krieg“ ein wichtiger Horchposten Richtung Osten war. Und geheim.

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Neuruppin #fontane.200

Theodor Fontane

Wir kennen jetzt das Süd- und Ostufer des Ruppiner Sees, haben Wustrau und Karwe und Radensleben durchstreift und schicken uns nun an, der alten Hauptstadt dieses Landesteiles unseren Besuch zu machen, der Stadt Ruppin selbst, die dem See, woran sie liegt, wie der ganzen Grafschaft den Namen gegeben hat“ schreibt Fontane weiter in seinen Wanderungen und erreicht damit auch den Ort, in dem er vor 200 Jahren geboren wurde. Für uns ist Neuruppin auch der Endpunkt für den Tag. Im Gegensatz zur Zeit Fontanes, ließ sich der Besuch von Wustrau, Karwe und Neuruppin prima an einem Tage organisieren und wir mussten dazu nicht mal früh aufstehen.

Figur Fontane in Schaufenster
Figur Fontane in Schaufenster – Foto: h|b

Karwe #fontane.200

Das Gut derer von Knesebeck

„Unser Weg führt uns heute nach Karwe“ schreibt Fontane in seinem Wanderungen, „Es liegt am Ostufer des Ruppiner Sees, und ein Wustrauer Fischer fährt uns in einer halben Stunde hinüber. Ein besonderer Schmuck des Sees an dieser Stelle ist sein dichter Schilfgürtel, der namentlich in Front des Karwer Parkes wie ein Wasserwald sich hinzieht und wohl mehrfach eine Breite von hundert Fuß und darüber haben mag.“

Blick über den Ruppiner See
Blick über den Ruppiner See – Foto: h|b

Himmelwärts

Als wir vor rund 11 Jahren das erste Mal zum Prejkestolen wanderten, mussten wir zum Teil Steigungen erklimmen, die nur mit Klettern über scheinbar willkürlich von großen Trollen dahingekegelte Felsen möglich war. So cool das auch damals letztendlich war, hatten wir uns eigentlich geschworen, diese Strapaze nicht noch einmal auf uns zu nehmen. Aber was heisst das schon, wenn man a) Ende August gerade wieder mal in der Nähe ist und b) (fast) Geburtstag hat, und sich ein schönes Geschenk machen will. Weil, so strapaziös diese 4-Stundenwanderung auch ist, der Ausblick am Ziel entschädigt für alles. Weiterlesen „Himmelwärts“