Weichenstellung

Oft im Leben muss man sich ja entscheiden, welchen Weg man geht. Als wir letztens mit unserem Fotoclub im DHM zur Ausstellung…

… waren, bot sich natürlich auch die Gelegenheit selbst ein paar Fotos zu schießen. Unter anderem dieses Foto aus der Vogelperspektive, was das Thema „Weichenstellung“ symbolisieren soll. Das Foto ist mit der Olympus OM-D E-M5II aufgenommen. Eine 100stel Sekunde bei F 2.8 und 40mm (mFT) sorgt für die Dynamik im Schritt der Person, die sich noch nicht ganz entschieden hat, welchen Weg sie gehen wird.

Wer über 50 ist und Lust auf Bilder aus seiner Kinder- und Jugendzeit hat, sei die Ausstellung übrigens ans Herz gelegt. Eine hervorragende Geschichtsstunde – natürlich auch für jüngere Besucher – als die Welt noch schwarzweiss war.

Highfly

Ballon im Sonnenuntergang

Viel schreiben kann ich aktuell nicht, hab mir bei einem Fahrradsturz das Radiusköpfchen gebrochen, weswegen mein rechter Arm aktuell in einem Komplettgips steckt. Daher heute Abend ein Sonnenuntergangsbild aus meinem Fenster Richtung Potsdamer Platz. Der Ballon ist der „Welt“ Ballon an der Wilhelmsstraße. Wegfliegen kann er ja nicht, da er an einem festen Draht angebunden ist. Beam me up Scotty …

Foto:  Olympus OM-D E-M5II mit dem Olympus 75-300 mm (600 mm Äquivalent Vollformat)

Mondsichel

Mondsichel am Abend über Berlin

Der zunehmende Mond steht als dünne Sichel heute im Berliner Nachthimmel. Wer genau hinschaut kann erkennen, dass gerade ein Raumschiff auf dem Weg ist, ihn zu besuchen. Kann aber auch ein Flugzeug sein. So ganz genau ist das mit der Kamera nicht zu erkennen. Auf ein schönes spätsommerliches Wochenende.

Chillout 25

Gestern Abend war ich das erste mal auf dem ehemaligen Gelände der Bar 25 wo jetzt die Betreiber ein großes, hölzernes Pipi Langstrumpfland namens „Holzmarkt Pampa“ für Hipster und Touris aufgebaut haben. Es ist eine Mischung aus selbst gezimmerten Holzpodesten und Buden, Sofas und Hängematten. An der Spree finden sich auch ein paar Strandkörbe. Die „mainlanguage“ scheint englisch zu sein, immerhin konnte die – natürlich tätowierte – Bedienung die verschiedenen Limosorten auf deutsch aufsagen. Heute in angesagten Lokalen nicht mehr selbstverständlich. Auch von den Besuchern sprechen viele englisch, wahrscheinlich ist das alles längst als Hotspot in diversen Reiseführern zu finden.

Essensbuden gibt es auch, verhungern und verdursten muss niemand. Es ist auch erlaubt eigene Getränke mitzubringen, aber es wird natürlich gern gesehen, wenn man auch vor Ort konsumiert. Ein naturtrübes Radler kostet 3€, eine Rhabarberschorle 2,50€, nicht übermäßig teuer für die nette Location. Wer kann, organisiert sich dann einen Platz direkt am Ufer der Spree und genießt den Sonnenuntergang und den Blick über die Spree auf den Fernsehturm. Perfekt um die Seele nach einem anstrengenden Tag baumeln zu lassen.

Kontemplation

Anstatt sich heute der Sammlung von Massen hinzugeben, zum Beispiel auf dem MyFest in Kreuzberg, ging unsere Überlegung zu etwas mehr Abgeschiedenheit und Besinnung. Die Gärten der Welt in Berlin bieten genügend Platz und Gelegenheit zur Reflexion, sei es auf dem Wasser des chinesischen Pavillons, über den Zengärten des japanischen Gartens, oder in den Spiegeln in der Nähe des Haupteingangs. Zunächst lud jedoch ein englisches Cottage zur Einkehr, und wir richteten unsere Konzentration ganz auf die Versenkung von Kaffee und leckeren Kuchen. Bei der tieferen Betrachtung der farbenfrohen Blumen und Blüten im Laufe unseres weiteren Spaziergangs kamen wir uns vor wie in einer herrlichen Andacht in Gottes Natur, über uns nur der weite, blaue Himmel, als Dach der einen, großen Welt.

Das heilige Wort – Foto: h|b

Um mir ein wenig folgen zu können, hier eine Auswahl der Fotos vom heutigen Spaziergang zum nachmeditieren. Und wer es vielleicht bemerkt hat, alle unterstrichenen Worte im Text sind Synonyme des Wortes Kontemplation. Sagt der Duden. Musste nur noch den Text drumherum schreiben 😉

Crashtestdummys

Was auf dem Bild zuerst aussieht wie ein mittelschwerer Verkehrsunfall, wobei die Couch nicht so ganz ins Bild passen würde, ist bei genauerer Betrachtung lediglich ein Stück öffentlichen Straßenlands, dass einfach als Zwischenablage für Müll umfirmiert wurde. Ob die Wracks von einem Entsorger oder einer Werkstatt nur zwischengeparkt wurden, wer weiß das schon. Ist für Berlin jetzt auch kein ganz seltenes Bild.

An der Stelle geht auch in Kürze die Kreuzberger Umfahrung in die finale Runde, muss nur noch die Bilder soweit vorbereiten, dass sie veröffentlichungsfähig sind. Und was fehlt zur intensiven Beschäftigung mit den Fotos auf der Festplatte? Genau, die liebe Zeit. Mein letzter Urlaub wartet auch noch auf Durchsicht und dann ist draußen in Berlin auch noch spontan der Sommer ausgebrochen. Wie soll man denn das alles unter einen Hut bringen. Ich arbeite dran 😉

Grenzerfahrung X

Mit zwei kleinen Schlenkern entlang der Kreuzberger Grenze und um die Columbiahalle herum erreichen wir den Platz der Luftbrücke. Diesem Platz wenden sich halbrund geschwungene Wohn- und Geschäftshäuser zu. Die Anfang des 20. Jahrhunderts errichteten Gebäude eröffneten als Torhäuser die Bebauung des Tempelhofer Felds.

Architektur
129b – Foto: h|b

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Neue Zeit

Der erste der beiden, um 12. 17 in München gestarteten, ICE 3 erreicht um kurz vor 16 Uhr den Bahnhof Berlin Südkreuz. Also nach genau 3.38 Minuten Fahrzeit. Fast einmal durch Deutschland, oder wie auf einem Schild bei der Abfahrt in München etwas despektierlich stand, „Sauschnell zu den Saupreißen“.

Der ICE 3 bei der Einfahrt in den Bahnhof Südkreuz – Foto: h|b

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Grenzerfahrung III

2 Kilometer nach dem Start der Tour, erreichen wir das nordöstliche Ende von Kreuzberg. Dort wo sich heute das Partyvolk nach einer durchzechten Nacht im Freischwimmer oder im Club der Visionäre im Flutgraben zum Frühstück trifft, war 28 Jahre für die Kreuzberger das Ende der Welt. Dahinter beginnt der Bezirk Treptow, wo man noch heute in einem kleinen Park den alten Wachturm der DDR Grenzanlage sehen kann. Jetzt wird er für Veranstaltungen genutzt. Es handelt sich um einen von drei noch erhaltenen Wachtürmen der Berliner Mauer im Stadtgebiet

Wasserspiegelung
Wasserspiegelung – Foto: h|b

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