Grenzfluss

Tegeler Fließ aus Drohnensicht

Gleich hinter Lübars beginnt Brandenburg und der Grenzfluss dazu ist an dieser Stelle das „Tegeler Fließ„. Im Gegensatz zu anderen Grenzflüssen, wo gern mal über Mauern philosophiert wird, ist es hier eher idyllisch und ruhig. Auch ist es mehr ein Bach als ein Fluß, mit ein wenig Anlauf und einem beherzten Sprung, kann man spontan die Länder wechseln. Oder man zieht Schuh und Strümpfe aus, und watet einfach hinüber. Ist die sicherere Variante.

Tegeler Fließ aus Drohnensicht
Tegeler Fließ – Foto: h|b
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Der alten Zeiten wegen

Brandenburger Tor Silvester

Should auld acquaintance be forgot
And never brought to mind?
Should auld acquaintance be forgot,
and days of auld lang syne?

For auld lang syne, my jo
For auld lang syne
We’ll tak’ a cup o’ kindness yet
For auld lang syne

And surely ye’ll be your pint-stoup
And surely I’ll be mine
And we’ll tak’ a cup o’ kindness yet
For auld lang syne
(Text nach Robert Burns)

Ich wünsche euch eine schöne Silvesterfeier, und freue mich auf ein neues Jahr mit viel Liebe und wenig Hass. Bis gleich im Pub 😉

Ausgerummelt

Alex Baugrube

Kreischen, Duften, Klingeln, Scheppern, aus die (wilde) Maus. Keine Menschenmassen mehr die sich durch den Rummel drängen, keine Apollo 13 mehr die ihre Mitfahrer in den Nachthimmel über Berlin schießt, kein Glühwein, kein Gespensterhaus. Übrig bleiben zwei neue Gebäude und eine Baugrube für ein Drittes. Nichts erinnert mehr an den jährlichen Traditionsrummel, der bereits zu DDR Zeiten der beliebteste Weihnachtsmarkt in Berlin war. Den Rest des Jahres war diese Fläche natürlich eine sinnfreie Brache, zu gut für diese Lage um zu bleiben.

Alex Weihnachtsmarkt
Geschichte – Foto: h|b

Für mich war es damals als wir 2001 nach Berlin zogen ein echter Kulturschock. DAS soll ein Weihnachtsmarkt sein? Bei uns nannte man sowas Kirmes, Zissel oder schlicht Rummel. Da war nichts Besinnliches wie am Weihnachtsmarkt vor dem roten Rathaus. Fotografisch hatte es natürlich etwas für sich, hier ging echt die Luzi ab. Der letzte Weihnachtstraum war im Winter 2016 und da war ich noch mal ausgiebig fotografieren.

Alex Weihnachtsmarkt
Break Dance – Foto: h|b

Ein Teil der Fahrgeschäfte ist umgezogen nach Lichtenberg und erfreut jetzt Jung und Alt gegenüber von IKEA. Den Stellenwert und die magische Anziehungskraft wie am Alexa wird er dort aber sicher nicht mehr erreichen. Dafür haben wir jetzt das „Grandaire Berlin“ eine Hipster Wohnanlage für Menschen mit Geld (Imagevideo) und „The Student Hotel“, eine Mischung aus Hotel und Studentenbude, so die Website, und sicher auch nicht ganz billig. Dafür ist man mitten in der Stadt. Was das dritte Gebäude wird, ist noch nicht recht ersichtlich. Muss mal wieder vorbeigehen und nach einem Schild suchen 😉

Glitzerwelten

Festival of Lights 2019

Wer seinem Kind einen der glitzernden Ballons gekauft hat, in der Hoffnung den Nachwuchs damit im Dunkeln besser wiederfinden zu können, hat sich wahrscheinlich verkalkuliert. Das Geschäft mit dem Glitzermüll läuft fantastisch und beschert den fliegenden Händlern sicher einen Mordsumsatz. Nur zum wiederfinden ist dann die Masse der Leuchtballons eher nicht geeignet. Weiterlesen „Glitzerwelten“

Schwesterkuss

Zwei Mädchen küssen sich vor Bild der East-Side Gallery

Die East Side Gallery in Berlin Friedrichshain ist und bleibt der Hotspot Nummer 1 für Touristen aus aller Welt. Die „Pseudomauer“ mit den vielen bunten Bildern steht sicherlich in jedem Reiseführer und wer ohne ein Foto auf seinem Handy davon nach Hause kommt, kann nicht in Berlin gewesen sein. Ach ja, man selbst sollte natürlich auch auf dem Foto sein, sonst gilt das nicht.

So machen die Handys die Runde bis wirklich alle aus der Reisegruppe verewigt sind. Ein lustiges Treiben, was sich allerdings auf zwei der bekanntesten Fotos reduziert. Hier sind die Menschentrauben definitiv am größten, die Wartezeit für das eigene Foto am längsten. Aber alle sind fröhlich und geduldig, geht es doch beim ersten Bild um einen spannenden Moment: Einen Kuss.

Für alle, denen der Sozialismus nicht so ganz geheuer ist, ist der Bruderkuss schon etwas befremdlich. Zwei Männer pressen voller Inbrunst ihre Lippen aufeinander, sind aber definitiv nicht schwul. Diese Küsse sollten Ausdruck von Freude, Brüderlichkeit und Gleichheit sein. Irgendwie strange. Umso schöner, wie das Bild durch die Besucher konterkariert wird und so gar nichts mehr von einem Ritual an sich hat. Küsst euch ruhig weiter liebe Touristen, aber hört gefälligst auf euch dort auch noch mit Stiften zu verewigen, das ist Kunst ihr Banausen.