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Kontemplation

Anstatt sich heute der Sammlung von Massen hinzugeben, zum Beispiel auf dem MyFest in Kreuzberg, ging unsere Überlegung zu etwas mehr Abgeschiedenheit und Besinnung. Die Gärten der Welt in Berlin bieten genügend Platz und Gelegenheit zur Reflexion, sei es auf dem Wasser des chinesischen Pavillons, über den Zengärten des japanischen Gartens, oder in den Spiegeln in der Nähe des Haupteingangs. Zunächst lud jedoch ein englisches Cottage zur Einkehr, und wir richteten unsere Konzentration ganz auf die Versenkung von Kaffee und leckeren Kuchen. Bei der tieferen Betrachtung der farbenfrohen Blumen und Blüten im Laufe unseres weiteren Spaziergangs kamen wir uns vor wie in einer herrlichen Andacht in Gottes Natur, über uns nur der weite, blaue Himmel, als Dach der einen, großen Welt.

Das heilige Wort – Foto: h|b

Um mir ein wenig folgen zu können, hier eine Auswahl der Fotos vom heutigen Spaziergang zum nachmeditieren. Und wer es vielleicht bemerkt hat, alle unterstrichenen Worte im Text sind Synonyme des Wortes Kontemplation. Sagt der Duden. Musste nur noch den Text drumherum schreiben 😉

Crashtestdummys

Was auf dem Bild zuerst aussieht wie ein mittelschwerer Verkehrsunfall, wobei die Couch nicht so ganz ins Bild passen würde, ist bei genauerer Betrachtung lediglich ein Stück öffentlichen Straßenlands, dass einfach als Zwischenablage für Müll umfirmiert wurde. Ob die Wracks von einem Entsorger oder einer Werkstatt nur zwischengeparkt wurden, wer weiß das schon. Ist für Berlin jetzt auch kein ganz seltenes Bild.

An der Stelle geht auch in Kürze die Kreuzberger Umfahrung in die finale Runde, muss nur noch die Bilder soweit vorbereiten, dass sie veröffentlichungsfähig sind. Und was fehlt zur intensiven Beschäftigung mit den Fotos auf der Festplatte? Genau, die liebe Zeit. Mein letzter Urlaub wartet auch noch auf Durchsicht und dann ist draußen in Berlin auch noch spontan der Sommer ausgebrochen. Wie soll man denn das alles unter einen Hut bringen. Ich arbeite dran 😉

Grenzerfahrung X

Mit zwei kleinen Schlenkern entlang der Kreuzberger Grenze und um die Columbiahalle herum erreichen wir den Platz der Luftbrücke. Diesem Platz wenden sich halbrund geschwungene Wohn- und Geschäftshäuser zu. Die Anfang des 20. Jahrhunderts errichteten Gebäude eröffneten als Torhäuser die Bebauung des Tempelhofer Felds.

Architektur
129b – Foto: h|b

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Neue Zeit

Der erste der beiden, um 12. 17 in München gestarteten, ICE 3 erreicht um kurz vor 16 Uhr den Bahnhof Berlin Südkreuz. Also nach genau 3.38 Minuten Fahrzeit. Fast einmal durch Deutschland, oder wie auf einem Schild bei der Abfahrt in München etwas despektierlich stand, „Sauschnell zu den Saupreißen“.

Der ICE 3 bei der Einfahrt in den Bahnhof Südkreuz – Foto: h|b

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Grenzerfahrung III

2 Kilometer nach dem Start der Tour, erreichen wir das nordöstliche Ende von Kreuzberg. Dort wo sich heute das Partyvolk nach einer durchzechten Nacht im Freischwimmer oder im Club der Visionäre im Flutgraben zum Frühstück trifft, war 28 Jahre für die Kreuzberger das Ende der Welt. Dahinter beginnt der Bezirk Treptow, wo man noch heute in einem kleinen Park den alten Wachturm der DDR Grenzanlage sehen kann. Jetzt wird er für Veranstaltungen genutzt. Es handelt sich um einen von drei noch erhaltenen Wachtürmen der Berliner Mauer im Stadtgebiet

Wasserspiegelung
Wasserspiegelung – Foto: h|b

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