Unter dem Begriff fasst der Berliner (gibt’s den überhaupt, den Berliner?) die gelben Busse der BVG zusammen. Es gibt sie als Eindecker, sehr beliebt bei den Touristen sind aber die Doppeldecker (aber nur wenn man oben und in der ersten Reihe sitzen kann) und zwischenzeitlich gibt es ihn sogar als elektrische Version (sehr leise und sauber). Neben den Bussen sind auch die Straßenbahnen und U-Bahnen der BVG in Berlin gelb. So einmalig wie die roten Busse in London. Diese Ansammlung von stattlichen Exemplaren fand ich in der Nähe des Kulturforums. Der mit der 300 ist übrigens die neue Elektrolinie.
Um jemanden zu finden der das auf dem Titel befindliche gelbe Objekt noch benutzt hat, muss man vermutlich einige Zeit zurückgehen. In meiner Kindheit und Jugend war es die einzige Möglichkeit jemanden anzurufen, wenn man unterwegs war. Meist musste man es auch erstmal finden, gab es doch nur wenige Exemplare. Unser Dorf mit rund 800 Einwohnern hatte in den 60er Jahren meines Wissens genau eine Telefonzelle.
Es roch meist nicht gut in den engen, gelben Kästen der deutschen Post und die entscheidende Seite aus dem Telefonbuch war oft rausgerissen, falls überhaupt noch ein Telefonbuch enthalten war. Aber damals konnte man sich ja noch so einige Nummern merken. Braucht man ja heute nicht mehr. Der Weltrekord „Wieviele Menschen passen in eine Telefonzelle“ liegt übrigens bei sagenhaften 18 Menschen und wird seit 2017 vom Vorstädter Schützenverein Burgsteinfurt gehalten. Ich fand’s damals zu zweit schon sehr eng, aber wenn es die Freundin war, konnte es auch sehr kuschelig werden.
Gestern vor 32 Jahren fand das „Massaker“ rund um den Tian’anmen Platz in Peking statt. Hunderte, andere berichten von tausenden, Menschen kamen bei der Auflösung der studentischen Proteste für mehr Demokratie, durch chinesisches Militär ums Leben. Dieses „Ereignis“ fällt in China nach wie vor unter die Zensur. Das berühmte Bild des Unbekannten, der sich mit Einkaufstüten den Panzern in den Weg stellt, ist inzwischen ein ikonisches Foto geworden. Um die Zensur zu umgehen, gibt es inzwischen zahlreiche Memes, unter anderem das, auf dem aus den Panzern gelbe Plastikenten geworden sind.
Neugierig geworden durch einen Artikel aus dem Berliner Tagesspiegel hab ich mich am letzten Wochenende mit dem Rad auf den weiten Weg aus dem Osten Berlins zu einem Punkt weit im Berliner Westen gemacht. Versprach dieser Bericht doch einen tollen Weitblick über die Havel bei Spandau kurz vor Gatow. Noch dazu trägt dieser ferne Ort sogar einen Begriff im Namen, den man eher nicht mit Berlin verbindet, nämlich das Wort „Düne“ genauer gesagt, ist es die Haveldüne (GoogleMaps).
Yayoi Kusama zählt zu den bedeutendsten japanischen Künstler*innen der Gegenwart. Seit März 2021 widmet der Gropius Bau Kusama die erste umfassende Retrospektive in Deutschland, die zentrale Schaffensperioden aus über 70 Jahren nachzeichnet und eine Reihe aktueller Arbeiten umfasst, darunter auch einen neuen Infinity Mirror Room. Die Ausstellung läuft bis zum 15. August diesen Jahres und kann aktuell mit einem negativen Corona Test und gebuchtem Zeitslot besucht werden.
Ich hebe mir das noch ein wenig auf, da ich ja Ende Juni mit der 2. Impfung plus der 14 Tage Karenz durch bin. Ich habe also noch ausreichend Zeit. Am Pfingstwochende war ich aber schon mal vor Ort, um mir im Außenbereich des Museums einen kleinen „Appetizer“ abzuholen. Dort kann man sich nämlich an den „polkadots on the trees“ von der Biennale 2006 in Singapore erfreuen. Die Künstlerin hat einige Bäume im Park mit roten Tüchern umwickelt auf denen sich weiße Punkte befinden. Ein sehr schöner Kontrast mit dem frühlingshaften Grün der Blätter.
Wer noch etwas tiefer in die Retrospektive und die ausgestellten Exponate eintauchen möchte, dem empfehle ich den 12-minütigen Rundgang mit Stephanie Rosenthal auf Vimeo. Allein der Tentakel im Eingangsbereich wegen, werde ich auf jeden Fall die Ausstellung besuchen. Erinnert mich das doch sehr an das alte Videospiel „Day of the Tentacle“ 😉
Hier noch ein paar Impressionen der „Polkadots on the trees“.
Wer meinen Blog kennt, weiß auch, dass wir neben unseren Wohnmobiltouren touristisch gern auf den Meeren Europas rumschippern. Nach über einem Jahr ohne Passagiere sticht nun die AIDAsol heute Abend ab Kiel zum ersten Mal wieder in See. Den Neustart in Kiel verdankt die Kreuzfahrtindustrie den sinkenden Zahlen von Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein. Das Land zwischen Nord- und Ostsee hat seit längerem mit Abstand die niedrigsten Werte in Deutschland.
Die Kreuzfahrtbranche versucht so langsam wieder Fuß zu fassen. Noch gebremst, weniger Passagiere und keine Landgänge – die sogenannten „Ahoi Touren“ – aber immerhin. Für die Fans von Kreuzfahrten kein Grund nicht an Bord zu gehen. Die einzelnen Touren ab Kiel waren schnell ausgebucht. Ab morgen stößt dann noch die „Mein Schiff 1“ dazu, ebenfalls ab Kiel. Angeboten werden 3 und 4 Tage Touren in die Ostsee, die auch zu einer 7 Tage Tour kombiniert werden können.
Das einzige Bundesland in dem man aktuell Urlaub machen kann ist Schleswig-Holstein. Ermöglicht durch sehr niedrige Inzidenzzahlen, im Moment liegen sie unter 20 in der Region Kappeln/Schlei, versucht die Landesregierung den Tourismus wieder anzukurbeln. Es gibt ein Testkonzept, die Luca App ist flächendeckend im Einsatz, und sogar die Außengastronomie ist teilweise geöffnet. Minigolf und Aperol Spritz in Damp, Kaffee und Kuchen in Kappeln, Pizza und Wein beim Italiener. Der Campingplatz in Damp ist gut ausgebucht, aber es ist ausreichend Platz, wie das beim Camping üblich ist. Abstand ist quasi Programm. Auch für uns gab es im Ostseecamp Schubystrand für fünf Tage ein freies Plätzchen.