Auf dem Hausberg von Bergen

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Hej, Hej, heute morgen gegen 9 Uhr legen wir mit der Queen Mary 2 im Containerhafen in Bergen an. Nachdem die gebuchten Touren auf der Strasse sind, gehen wir gemütlich zum Shuttlebus, der uns ins Zentrum bringt. Zur Talstation der Floyenbahn ist es noch ein kurzes Stück, aber mit 2 Kreuzfahrern in Bergen ist dann klar, dass es hier etwas länger dauert.

Nach einer dreiviertel Stunde können wir dann mit der Standseilbahn nach oben fahren. Auf dem Floyen, dem Hausberg von Bergen haben wir eine fantastische Sicht auf die Stadt und natürlich auf „unser“ Schiff. Die kleine AIDA ist kaum zu sehen 😉

Nach einer kleinen Stärkung, machen wir uns zu Fuß den Berg hinunter, so gibts noch ein paar Bilder der Floyen-Bahn von außen. Als wir das letzte Mal mit der Celebrity Century hier waren, hatten wir dicke Winterjacken an und mussten uns wegen Regens zeitweise unterstellen. Heut zeigt sich Bergen von seiner schönsten Seite, blauer Himmel mit neckischen Wölkchen und um die 22 Grad. Jetzt sind wir zurück auf dem Schiff und relaxen bei Kaffee und Kuchen. Um 17 Uhr legen wir ab und nehmen Kurs auf Andalsnes.

Die Queen

Nach einer gemütlichen Fahrt mit dem ICE checken wir gegen 14 Uhr auf der Queen Mary 2 am Hamburger Cruise Terminal ein. Geht alles extrem problemlos und ist hervorragend organisiert. Hätten wir uns ein Taxi genommen statt zu laufen (Fitnessprogramm zur Vorbeugung), wären wir etwas ausgeruhter angekommen, aber Bewegung ist gut. Nur die Koffer mit den vielen Sachen werden von Meter zu Meter schwerer.

Unsere Kabine ist schnell gefunden, kurzer Check, dann auf zur Schiffserkundung. Erst zum Heck, Poolbar mit schönem Holzboden, sehr schön. Wir holen uns in der Cafeteria etwas Kuchen und einen Kaffee und machen es uns unter der Hamburger Sonne mit Blick auf die Hafencity gemütlich. Bevor wir aufs Zimmer gehen, um die Koffer zu entpacken, erkunden wir noch das Oberdeck. Alles sehr groß und weitläufig. Viel Platz auf der Queen.

Nach dem Auspack- und Wegräumprogramm gönnen wir uns zwei Gläschen des bereitgestellten Champagners und genießen den Ausblick von unserem Balkon auf die Zaungäste. Um 17 Uhr erfolgt die obligatorische Sicherheitsübung auf Deck sieben und danach läuft die Queen Mary aus dem Hamburger Hafen die Elbe hinauf Richtung Nordsee und weiter nach Bergen. Morgen ist Seetag, wie es aussieht bei schönstem Sommerwetter. Bon Voyage.

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Rendezvous mit der Queen

Stellprobe für den S/W Ball auf der QM2
Stellprobe für den S/W Ball auf der QM2

Am Samstag haben wir in Hamburg ein Date mit der Queen. Genauer gesagt sind wird mit Queen Mary zum Tee verabredet. Unter anderem. Sie wird für 7 Tage unser neues Zuhause sein. Manchmal auf See, meist jedoch in norwegischen Häfen. Neben dem Start- und Zielort Hamburg, werden wir Bergen, Stavanger, Olden und Andalsnes anlaufen.

Eigentlich war statt Andalsnes Geiranger geplant, aber seit einiger Zeit fährt die Cunard Reederei mit ihren Queens nicht mehr in den Fjord. Geiranger wird jetzt per Bus von Andalsnes angefahren. Informationen warum das so ist, sind spärlich und die offizielle Lesart von Cunard handelt von Sicherheitsbedenken beim Ankern im Fjord.

Andere Stimmen glauben, dass Geiranger die Preise für die Liegezeiten erhöht hat und Cunard daher den beliebten Ort nicht mehr anfährt. In Warnemünde hat diesen Sommer die QE auch schon mal zwei Stunden vor der offiziellen Auslaufzeit den Anker gelichtet und ist zum Ärger vieler Zuschauer einfach abgedampft. Die Briten halt.

Wir sind gespannt ob es so „steif“ wird, wie es sich anhört, oder ob es letztlich doch ganz locker zugeht. Wer „virtuell“ dabei sein möchte, kann das natürlich hier im Blog verfolgen. Am Samstag gehts los. Ahoi.

Ei verbibbscht

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Elf Reisebusse, 520 Sachsen und Sächsinnen, rund 1000 Stück Gepäck. Das war der Tag heute direkt vor unserem Wohnmobil. Die Ocean Majesty hat direkt vor uns festgemacht und damit wird der unmittelbare Bereich zur Hochsicherheitszone und extraterritoriales Gebiet. Betreten nur noch mit Reisepass und Buchung zulässig.

Zuerst wurde das Schiff einmal entleert, um danach in einem langwierigen Prozess wieder befüllt zu werden. Alle Koffer müssen durchleuchtet werden, ebenso die Passagiere. Da die Busse am laufenden Band ankamen und sich ihrer Fracht entledigten, stand die Schlange der Reisenden teilweise hundert Meter und mehr vor dem Röntgengerät. Die Älteren, und das war die Mehrzahl der Passagiere, durfte sich netterweise auf kurzfristig organisierte Stühle setzen, um nicht in der Hitze zu kollabieren.

Jetzt ist es halb drei, alle Passagier sind an Bord, die letzten Koffer werden gerade gescannt und die Security baut das erste Zelt schon wieder ab. Da an den regulären Piers die AIDA und die COSTA liegen, wurde alles über den Wohnmobilparkplatz organisiert. Alles sehr familiär. In einer halben Stunde legt das Schiff voller Sachsen ab und wird die norwegische Küste bis nach Molde abfahren. Wenn ihnen in Norwegen also die nächsten 7 Tage Menschengruppen begegnen die etwas merkwürdig reden, keine Angst, die tun nichts, die wollen nur spielen.

Lemminge

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Den Menschen zieht es ja immer wieder zum Wasser. Wasser ist Leben und die ersten 9 Monate seines Lebens verbringt der junge Mensch sogar komplett im Wasser. Kein Wunder also, dass, kaum scheint die Sonne vom blauen Himmel, er sich auf den Weg macht, um ans Wasser zu kommen. Dazu setzt er sich zuerst in seine Blechkiste, fährt sodann stundenlang mit vielen anderen auf heissen Betonstrassen, um dann, endlich angekommen, am sandigen Ufer des Meeres mit tausenden eingeölten Individuen dem Sonnenbaden zu frönen.

Bereits ab der dritten Wurfzeltreihe ist das Meer nur noch zu erahnen, während sich um ihn herum Familiendramen abspielen. Bei geschlossenen Augen hört es sich an, als stünde er in der weltgrößten Bahnhofshalle, das leise Meeresrauschen dringt darunter gar nicht mehr hervor. Spätestens nach fünf Stunden nervt der Sand, im Wasser ist auch nur noch stehen möglich und krebsrote Gestalten leuchten heller als die Sonne. Man sehnt sich nach einem kühlen Keller oder einem Zimmer, durch das ein frischer Wind weht, nur um am nächsten Tag pünktlich um zehn Uhr sein Wurfzelt am Strand wieder zwischen vielen anderen Lemmingen aufzubauen. Strandleben macht einfach süchtig.

Schiffsverkehr

Die AIDAmar kurz vor dem Auslaufen vor hunderten Schaulustigen am Kai - Foto: h|b
Die AIDAmar kurz vor dem Auslaufen vor hunderten Schaulustigen am Kai – Foto: h|b

Manchmal frage ich mich ja schon, warum wir immer, egal wo wir eventuell vorher hinwollten, in Warnemünde landen, und dann auch immer auf der Mittelmole. Nach dem letzten verlängerten Wochenende zur Warnemünder Woche ist es mir schon klar geworden. Auf der einen Seite steht man dort sehr ruhig, vom Rummel am „Alten Strom“ bekommt man kaum etwas mit, zum anderen wird dem Auge trotzdem dauernd etwas geboten. Das gilt zumindest für den Sommer, wenn die Saison der Kreuzfahrer begonnen hat.

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Extreme Entschleunigung

Während unseres Wochenendausfluges nach Warnemünde, hatte ich die Gelegenheit einmal mit einem alten Segler in See zu stechen. Zur Warnemünde Woche ist die „Präsident Freiherr von Maltzahn“ aus Övelgönne mit ihrer Crew herübergekommen und bietet die ganze Woche dreieinhalbstündige Touren auf der Ostsee an. Das Schiff lief 1928 als Fischerboot von der Reede und fungiert heute als schwimmendes Museumsschiff. Da sie direkt vor unsere Wohnmobilnase festgemacht hat, gehe ich kurz rüber und nach einem kurzen Schnack von der Mole, darf ich an Bord kommen und mir für 35 Euro mein Ticket für den nächsten Tag mitnehmen.

Erfolgreich angeheuert - Foto: u|b
Erfolgreich angeheuert – Foto: u|b

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Valle dei Templi

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Buon giorno aus Sizilien. Inzwischen sind wir ein ganzes Stück im Uhrzeigersinn vorangekommen und stehen unterhalb der Stadt Agrigento in Laufweite der berühmten Tempelanlagen, die wir uns heute angeschaut haben. Damit ist auch offiziell die „Suche nach der Vergangenheit“ abgeschlossen. Wir haben nämlich keinen Pierro mehr gefunden und das Haus, von dem wir denken, dass es das Richtige war, ist inzwischen eine ausgebaute Residenz und der junge Mann, den wir trotzdem mal nach Pierro gefragt haben, hatte keine Ahnung und radebrechte was von „new opening“. Im Gegensatz zu vor 28 Jahren ist inzwischen fast die gesamte Küstenlinie zwischen Marza und Pozalla bebaut und die Strände zum Teil kaum noch als solche wahrnehmbar. Es war wohl ein wenig blauäugig anzunehmen, dass „wir“ uns zwar inzwischen ein paar mal neu erfunden haben, aber in Sizilien die Zeit stehengeblieben ist und ein Ferienwohnungsvermieter 28 Jahre darauf wartet, dass wir wieder mal vorbeischauen. Aber schön wäre es schon gewesen 🙂 Weiterlesen „Valle dei Templi“

La Sicilia

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Während zwei wilde Katzen um meine Beine streichen, knattert der Padrone mit seiner Mofa heftig gestikulierend über den Platz, um die Neuankömmlinge auf den Millimeter genau ihre Parzelle zuzuweisen. Aus der Küche weht derweil der Geruch von scharf angebratener Knoblauchsoße herüber und über den Olivenbäumen spannt sich ein blauer Himmel, ohne den Anflug einer Wolke bei angenehmen 25 Grad.

Das war einer der Gründe, wieso ich bereits damals, Mitte der 80er Jahre zweimal hier auf Sizilien war. Allerdings mit dem Zug. Von Frankfurt/Main bis nach Siracusa. Warum mit dem Zug? Weil ich Eisenbahner bin und einer der Vorteile dabei ist die Möglichkeit umsonst Zug zu fahren. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in weiten Teilen Europas. So kostete uns das Ganze, meine Frau und zwei Freunde waren auch mit von der Partie, lediglich die Liegewagekarten. Reine Fahrzeit: 36 Stunden. Nachtzug von Frankfurt nach Rom, kleine Verschnaufpause, Nachtzug nach Siracusa. Dort holte uns Pierro ab. Weiterlesen „La Sicilia“

Dem Himmel so nah

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Wir haben den Angriff von Neptun überlebt und haben eben mitten in der sizilianischen Diaspora in Avola das CL Finale und den Sieg des FC Bayern gesehn. Glückwunsch. Die zahlreichen deutschen Urlauber waren ja eher so Dortmund orientiert. Wie wir.

Nach dem letzten Bericht haben wir gestern mit der Fähre die Strasse von Messina überquert und sind jetzt auf Sizilien. Wie geplant haben wir sofort den Ätna erklommen, der sich – wie erhofft – wolkenlos präsentiert. Zuerst fahren wir mit dem Wohnmobil zur Basisstation auf 2000 Meter Höhe, um nach kurzer Akklimatisationsphase mit Seilbahn und Unimogbussen auf 2920 Meter zu erhöhen. Ein Bergführer zeigt uns einige Aktivitäten rund um die Bergstation, aber der Aufstieg zum Hauptkrater ist aktuell nicht möglich. Der weite Blick über Sizilien entschädigt dafür mehrfach. Als urplötzlich Wolken aufziehen und den Gipfel verhüllen, ist es Zeit die Talfahrt anzutreten.

In der Nacht haben wir Befürchtungen dass es uns das Wohnmobil vom Plateau weht, so kräftig bläst der Westwind. Vorsichtshalber stellen wir uns mitten in der Nacht noch mal um. Am nächsten Morgen werden wir von heftigem Regen geweckt, wir stehen mitten in den Wolken. Tief unter uns strahlender Sonnenschein. Es wird Zeit „Ciao Ätna“ zu sagen. War schön mit dir.

Entlang erkalteter Lavaströme früherer Vulkanausbrüche erreichen wir Catania und kurze Zeit später Siracusa. Hier bleiben wir den ganzen Tag, besuchen das Teatro Greco, das Orecchio di Dionigi, die Fontane Aretusa und mäandern durch die Stadt, die wir zuletzt 1986 – noch mit dem Zug – besucht haben. Den Abschluss des Tages verlegen wir nach Avola, wo es einen netten Campingplatz am Meer gibt. Der Platz ist fest in süddeutschen Händen, die aus unerfindlichen Gründen Pfingstferien haben. Wir als Berliner setzen den Exotenstatus. Dit is juut, wa. Buena notte oder so…