Teufelsbrücke

Rakotzbrücke

Einen perfekten Kreis wollte der Schöpfer des Kromlauer Parks, Friedrich Hermann Rötschke, schaffen und baute seine Brücke aus Basalt- und Feldsteinen so über den Rakotzsee, dass sich mit der Spiegelung im Wasser der Kreis schließt.

Die Brücke tauchte immer wieder in meiner Timeline auf, zuletzt spektakulär 2016 als ein Fotograf mit einem Bild der Brücke der hochdotierten „Red Bull Illume 2016“ gewann. Aber es war nicht einfach die Brücke, sondern der BMX Fahrer direkt oben auf der Brücke, der für Unmut sorgte. Die Brücke ist nämlich nicht zugänglich und gesperrt.

Auf der Rückfahrt von Zittau hatte ich nun auch endlich mal die Gelegenheit diesen Ort zu besuchen. Kaum hatten wir den Parkplatz erreicht, fing es aus Eimern an zu schütten und zu hageln. Der Himmel in alle Richtungen dunkelgrau. Na toll. Nach kurzer Pause tat sich allerdings ein blaues Fenster auf, gerade so lange, wie ich brauchte, um die Brücke zu erreichen und sie „in den Kasten“ zu bekommen. Ein wunderschönes Motiv wie ich finde.

Foto: OM-D E-M5II, 12-40 mm/2.5 – 1/400 – f 5.0 – ISO 200

Hirschgeweih

Ein Damwildhirsch mit schönem Geweih

Arschgeweihe sind ja inzwischen Gottseidank aus der Mode, aber so ein echtes Hirschgeweih ist schon ein echter Hingucker. Majestätisch hält der Damwildhirsch Hof in der Mitte seiner Damwildherde im Wildgehege am Klaistower Spargelhof. Tobt auch im Nachbargehege ein Rudel Wildschweine durchs Unterholz, die Damwildherde lässt sich nicht stören und hält entspannt Siesta. Gutes Vorbild.

Foto: Spargelhof Klaistow, OM-D, E-M5II, Lumix G Vario 35-100/2.8

Hummel, Hummel

Der ganze Kirschbaum ist erfüllt von einem Brummen und Summen, das von überall herzukommen scheint. Geschäftig fliegen die dicken Hummeln von Blüte zu Blüte, um den Nektar zu trinken und ganz nebenbei den Akt der Bestäubung durchzuführen. Albert Einstein hat einmal die These aufgestellt, dass „…wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, der Mensch nur noch 4 Jahre zu leben hat. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ Keine guten Aussichten. Weiterlesen „Hummel, Hummel“

Milchbar

Nachdem die kleinen Frischlinge ein Weile durch den Wald getobt sind, sich gegenseitig durch die Gegend geschubst haben und immer wieder verscheucht wurden, wenn sie versuchten an die „Quelle“ zu kommen, lässt sich die  Bache endlich herab. Sie legt sich auf die Seite und öffnet endlich ihre Milchbar. Das lassen sich die Kleinen nicht zweimal sagen und stürzen sich wie auf ein Kommando auf die arme Wildsau, die das aber gelassen über sich ergehen lässt. Eine Zeitlang hört man nur noch das gleichmäßige Schmatzen der hungrigen Meute.

Spargelhof Klaistow, OM-D E-M5 II, Lumix 35-100/2.8

Knospenflut

Kaum zeigt sich die Sonne länger als ein paar Minuten mit all ihrer Lebenskraft, knospt und blüht es an allen Enden. Wie die Menschen, hat auch die Natur nur darauf gewartet endlich wieder aufzublühen, den kalten Winter abzuschütteln und den Frühling zu genießen. Bei Temperaturen um die zwanzig Grad in Berlin, fühlt es sich fast schon ein wenig sommerlich an.

Fotos: Olympus OM-D E-M5II / 12-40/2.8

Lust auf mehr Europa

Heute war zum Thema Europa ein Artikel im Tagesspiegel, der beschrieb, wie sich das Reisen Ende der 60er Jahre in Europa darstellte. Ohne Internet und gemeinsame Währung, dafür mit Grenzen und telegrafischen Geldanweisungen, Geldautomaten waren auch noch nicht erfunden. Wieviel einfacher ist es doch heute geworden, gerade für uns, die wir mit dem Wohnmobil kreuz und quer durch Europa fahren. Aber auch für junge Leute, die am Erasmusprogramm teilnehmen, mit Interrail Europa und deren Bewohner und Bewohnerinnen kennenlernen und sich vielleicht verlieben, oder für junge arbeitslose Spanier die in einem anderen europäischen Land arbeiten möchten. Die Europäische Union macht es möglich.

Diese Art Freizügigkeit gefällt nicht jedem und so wird leider versucht das Rad wieder zurückzudrehen und Nationalismus wieder für das Maß der Dinge zu erklären. Grenzen dicht, eigene Währung, Stolz aufs Vaterland, Country first (Beliebiges Land einsetzen). Ich kann damit ehrlich gesagt nichts anfangen. Ich bin überzeugter Europäer und ein Fan eines großen und einigen Europas, trotz aller – politischen – Unzulänglichkeiten, die einen sicher oft verzweifeln lassen. Aber es geht um die Idee, das große Ganze. Daher ist es auch wichtig Flagge zu zeigen und stolz auf das Erreichte zu sein, was heute vor 60 Jahren – aller Widrigkeiten zum Trotz – seinen Anfang nahm. Nicht einfach den Miesepetern den öffentlichen Raum überlassen, sondern ihn selbst besetzen: #pulsofeurope

Frühlingsversuch

Laut „Timehop“ hatten wir am heutigen Frühlingsanfang in Berlin in den letzten Jahren sowohl angenehme Temperaturen mit leuchtenden Frühlingsblumen, frechen Eichhörnchen (vor 2 und 3 Jahren) als auch Schnee mit den weißen Nächten von Berlin (vor 4 Jahren), alles dabei. Dieses Jahr ist es eher die Kälte und regnerische Nummer. Die Temperaturen schaffen es nicht wirklich an der 10 Grad Marke zu kratzen und der Regenschirm ist in den letzten Tagen der ständige Begleiter der Berliner.  Laut meiner Wetter-App soll es aber endlich aufwärts gehen. Für nächstes Wochenende sind immerhin Sonne und frühlingshafte Temperaturen angekündigt. Ick freu mir.

Foto: Olympus E-M5II, LUMIX 35-100/2.8

Fliegender Hund

Man soll ja auch fotografisch immer an seinen Kompetenzen arbeiten und wenn mit unserem Bürohund Ranos ein williges Model bereitsteht, warum nicht mal C-AF ausprobieren. Die Herausforderung in diesem speziellen Fall: Ein Objekt, was sich schnell und frontal auf den Fotografen zubewegt, permanent im Fokus zu behalten. Im Gegensatz zum S-AF, dem Single-Autofokus, arbeitet der C-AF, der Continuous-Autofokus nämlich genau so. Weiterlesen „Fliegender Hund“

Heidi und HUDO

Wir sind ja auch viel unterwegs, aber gegen das, was Heidi Hetzer mit ihrem HUDO, einem 1930er Hudson Super 8, in zweieinhalb Jahren mit inzwischen stolzen 79 Jahren geleistet hat, sind wir doch Waisenkinder. Mehr als 80.000 Kilometer hat sie auf Ihrer Weltreise mit der heutigen Ankunft in Berlin mit Hudo zurückgelegt, mit einer Maximalgeschwindigkeit von 60 Kilometern in der Stunde. Unvorstellbare 17 Liter verbraucht das Monstrum – von dem es weltweit nur noch 5 Exemplare gibt – auf 100 km und Ersatzteile müssen meist erst hergestellt, oder bei Sammlern angefragt werden. Ihre Motivation? Nicht etwa einen Rekord aufstellen, nein, sie wollte nach ihrer erreichten Rente einfach die Welt sehen. Warum nicht mit einem Auto. So wie vor genau 90 Jahren, als Clärenore Stinnes als erster Mensch die Erde im Auto umrundete. Weiterlesen „Heidi und HUDO“

Tequilawolke

Im Rahmen der ITB findet man auf dem RAW Gelände in Berlin Friedrichshain eine hochprozentige Kunstinstallation. Mexiko hat in der „Urban Spree Gallery“ eine Wolkeninstallation – stilecht sogar mit Gewitter – geschaffen, aus der es echten Tequila regnet. Man hält seinen Becher einfach unter die Wolke und mit etwas Geduld setzt sich der Tequila Nebel im Glas ab. Für alle die nicht so lange warten wollen, gibt es einen kleinen Zapfhahn. Der Eintritt ist frei, Tequila gibt es noch bis morgen Abend. ¡a vuestra salud!

Es regnet Teqila – Foto: h|b