Meine Straße, mein Block

Blick auf das Märkische Viertel

Auf dem Album „Maske“ verarbeitet Sido 2004 seine Jugend im MV, im Märkischen Viertel, mit sehr drastischen Worten. Eine Hochhaussiedlung am Nordrand von Berlin, geplant und gebaut Ende der 60er Jahre für rund 50.000 Menschen. Die Zeit des sozialen Wohnungsbaus in Deutschland, mit all seine Auswüchsen.

Seitdem ich in Berlin wohne, wollte ich da immer schon mal hin. Mich gruseln, mitleidig auf die drogenabhängigen und ausgemergelten Bewohner herabblicken und die grauen Betonmonster fotografieren. Aber wie das so ist mit Vorurteilen, eigene Anschauung macht schlauer. So auch in diesem Fall. Weiterlesen „Meine Straße, mein Block“

Aufs Dach gestiegen

Blick auf eine Passarelle

„205 Stufen“ steht auf dem Schild am Beginn der Treppe. Ergänzt um den Hinweis: „Entspricht acht Stockwerken in einem Altbau“. Wer am „Tag der offenen Tür“ das Dach des Stadtschlosses erreichen will, weiß also bereits was ihn erwartet. Abgehalten hat es niemanden, „The rooftop“ ist gut besucht. Wer auf den Zwischenetagen eine kurze Pause einlegen will, kann musikalischen Darbietungen lauschen, oder einen Kaffee trinken und dazu leckere Fleischbällchen aus dem Streetfood-Popup-Store genießen. Weiterlesen „Aufs Dach gestiegen“

Alles gut

Miniaturfiguren in Flasche

Zum Umweltfotofestival „horizonte“ hatte sich Olympus wieder mal etwas ausgedacht. Wie schon bei den beliebten Playgrounds, die allerdings meist „indoor“ stattfinden, wurden Künstler aufgefordert einen „FotoKunstPfad“ in Zingst zu erschaffen, mit dem man die Menschen zum Entdecken und Fotografieren bringt. Natürlich immer mit dem Hintergedanken, dazu eine Kamera des eigenen Hauses zu verwenden. So konnte man sich an 8 Stellen in Zingst die aktuelle OM-D E-M10 II ausleihen, um damit auf Motivsuche zu gehen.

In meinem ersten Beitrag dazu geht es um sehr kleine Details die es zu entdecken galt. An drei markanten Stellen in Zingst hatten die Künstlerinnen Sibylle Oellerich & Katharina Göbel ihre „kleine“ Kunst geschickt platziert: Auf dem „Anker“ am Postplatz, dem Geländer der „Seebrücke“ (Titelbild) und auf den unscheinbaren Baumstämmen im „Martha-Müller-Grählert-Park“. Mit meiner OM-D E-M5 und dem 12-40 PRO habe ich mich auf die Suche gemacht und möchte euch das Ergebnis an dieser Stelle präsentieren. Viel Spaß beim Entdecken.

Abgehoben

Eiderente beim Start knapp über dem Boden

Ich hoffe mein Start nach München heute morgen verläuft nicht ganz so schwerfällig wie der einer Eiderente auf Helgoland. Die Tierwelt auf der Düne Helgolands ist ja wirklich sehr vielfältig. Bedingt durch wenige Menschen die sich dort tummeln, ist die Fauna recht ungestört und im Zweifel passen die Ranger auf, dass man nichts Falsches macht. Sogar an den Flughafen haben sich die Tiere gewöhnt, die Robben liegen auch schon mal am Rande des Flugfeldes, und von startenden oder landenden Flugzeugen lässt sich schon mal gar niemand stören.

[Olympus OM-D E-M5 | 150 mm | f5.6 | 1/2000 | ISO 200]

Schnäbeln

Zwei Basstölpel beim Schnäbeln

Wer sich ein wenig Zeit nimmt und die Basstölpelkolonie am Helgoländer Lummenfelsen beobachtet, wird feststellen, wie innig die Pärchen miteinander umgehen. Da wird gekäckert und geschnäbelt, dass es nur so eine Freude ist. Laut dem Vogelkundler vor Ort, sind die Basstölpel in der Regel treu und bleiben ein Leben lang zusammen. Das können auch durchaus mal 30 Jahre sein. Mir wär das ja alles viel zu laut und zu eng. Aber Helgoland hat noch viele Felsen mit freien „Wohnungen“, es muss nur jemand den ersten Sprung machen.

Lummenland

Basstölpel vor Kreuzfahrtschiff

Heute waren wir Kegelrobben und Seehunde auf der Helgoländer Düne besuchen. War aber weniger spektakulär als gedacht. Das Pack liegt nämlich breit und dösig auf dem Nordstrand (Robben) oder Südstrand (Seehunde) und ist nicht besonders willig für die interessierten Touristen ein wenig Animation zu bieten. Das höchste der Gefühle ist mal ein Heben der Flosse, um sich damit am Bauch zu kratzen.

Näher als 30 Meter darf man – aus Eigenschutz – auch nicht ran, um ein bißchen Stimmung in die Bude zu bringen. Kegelrobben haben nämlich ein ausgezeichnetes Gebiss, mit dem sie notfalls kräftig zubeißen können, falls sie sich bedrängt fühlen. Und schnell sind sie auch. So hab ich mich nach der Düne wieder den Basstölpeln auf dem Lummenfelsen gewidmet. Da kommt man dicht ran und muss auch keine Angst haben gebissen zu werden. Die sitzen brav auf ihren Nestern und brüten und turteln allerliebst.

Heute ist auch der letzte Tag unserer Wattenmeer Mini-Kreuzfahrt. Die Nacht geht es nach Bremerhaven, morgen früh dann mit dem Zug zurück nach Berlin. Wir hatten wieder mal super Glück mit dem Wetter. Fünf Tage lang schien die perfekte Sonne vom Himmel, die Nordsee zeigte sich von ihrer besten Seite und die Cocktails aus der Hansebar, am Heck der MS Astor, trugen zu unserer völligen Entspannung bei. Besser geht Urlaub nicht.

Ellenbogen

Es gibt ja diese deutsche Insel, auf der ich als klassisches Westkind nordseesozialisiert wurde. Also bis auf die Quallen, die kann ich bis heute nicht ab. Vor deren nördlichstem Ende, dem Ellenbogen, lagen wir gestern und heute mit der MS Astor auf Reede und haben die Gelegenheit genutzt, kurz den Sehnsuchtsort der „Ärzte“ zu besuchen. Obwohl der Titel wohl eher ironisch gemeint war, hab ich mal irgendwo gelesen.

Mit dem Bus braucht man von List ne gute halbe Stunde nach Westerland und für 3,50€ „Eintritt“ darf man dort sogar den Strand betreten. Bissi überteuert wie ich finde, aber, vielleicht tragen wir damit ja zur Rettung der Insel vor dem Untergang durch Sturm und Klimaerwärmung bei, wer weiß.

Der „Fußtest“ attestierte der Nordsee noch keine Badetemperatur, eher so …. brrrrr, eiskalt. Aber als Ausgleich zu den sommerlichen Temperaturen ganz erfrischend. Inzwischen sind wir wieder unterwegs, umrunden Sylt und steuern unser nächstes Inselziel an. Dort gibt es dann Lummen und Robben.

Drachentier

Bartagama auf einem Ast

Ein wenig sieht sie aus wie Smaug, der goldbewachende Drache aus dem „Herrn der Ringe“. Allerdings sitzt dieses Bartagamenweibchen nicht auf einem Haufen Gold, sondern ganz gesittet in einem großen Terrarium. Obwohl ich ihr mit der Kamera ziemlich dicht auf die Schuppen gerückt bin, zeigte sie keine Angst und drehte nur ab und an den Kopf um sich besser zu positionieren. Echte Modelqualiäten.

[OM-D E-M5 | 25mm | 25 mm – 1/125 – f4.5 – ISO 200]

Hochh(in)aus

Legofiguren auf einem Träger, im Hintergrund die Kulisse von New York

Im Rahmen eines kleinen Relaunches unserer Abteilungswebsite habe ich 14 Tage Enkelkindbetreuung genutzt und unzählige Fotos geschossen, mit denen ich bestimmte Inhalte visualisieren wollte. Die schiere Menge des Legovorrates von Colin liess dabei fast keinen Wunsch offen. Die Mediathek visualisieren? Klar, schnell ein kleines Museum aufgebaut für die Bilder und ein kleines Kino für die Videos. Passt.  Beratung zu Onlinethemen? Ein kleines Büro mit Besprechungstisch, Whiteboard und interessierten Legofiguren drumrum. Natürlich auch Kaffee und Wasser auf dem Tisch.

Ein kleines Abfallprodukt ist das Bild auf dieser Seite. Im Kinderzimmer, oder auch Legoland genannt, bedeckt ein großes Poster von New York die Wand. In der Kiste mit den Legofiguren liegen jede Menge Bauarbeiter und aus einer Technikschachtel stammt das Gerüstteil. Was ergibt das in Summe? Genau, das berühmte Bild der frühstückenden Bauarbeiter auf einem Stahlträger des entstehenden Rockefeller Centers. Das Original ist im Herbst des Jahres 1932 entstanden, der genaue Aufnahmezeitpunkt aber nicht genau belegt. Ebensowenig ist mit Sicherheit bekannt, wer das Foto geschossen hat. Sicher ist aber der ungebrochene Erfolg des Fotos. Noch heute verkauft die Bildagentur Corbis bis zu 100 Stück davon pro Monat.

[OM-D E-M5 | 12-40 mm PRO – 27mm | f 6.3 | 1/60 | ISO 1600]