Knospenflut

Kaum zeigt sich die Sonne länger als ein paar Minuten mit all ihrer Lebenskraft, knospt und blüht es an allen Enden. Wie die Menschen, hat auch die Natur nur darauf gewartet endlich wieder aufzublühen, den kalten Winter abzuschütteln und den Frühling zu genießen. Bei Temperaturen um die zwanzig Grad in Berlin, fühlt es sich fast schon ein wenig sommerlich an.

Fotos: Olympus OM-D E-M5II / 12-40/2.8

Lust auf mehr Europa

Heute war zum Thema Europa ein Artikel im Tagesspiegel, der beschrieb, wie sich das Reisen Ende der 60er Jahre in Europa darstellte. Ohne Internet und gemeinsame Währung, dafür mit Grenzen und telegrafischen Geldanweisungen, Geldautomaten waren auch noch nicht erfunden. Wieviel einfacher ist es doch heute geworden, gerade für uns, die wir mit dem Wohnmobil kreuz und quer durch Europa fahren. Aber auch für junge Leute, die am Erasmusprogramm teilnehmen, mit Interrail Europa und deren Bewohner und Bewohnerinnen kennenlernen und sich vielleicht verlieben, oder für junge arbeitslose Spanier die in einem anderen europäischen Land arbeiten möchten. Die Europäische Union macht es möglich.

Diese Art Freizügigkeit gefällt nicht jedem und so wird leider versucht das Rad wieder zurückzudrehen und Nationalismus wieder für das Maß der Dinge zu erklären. Grenzen dicht, eigene Währung, Stolz aufs Vaterland, Country first (Beliebiges Land einsetzen). Ich kann damit ehrlich gesagt nichts anfangen. Ich bin überzeugter Europäer und ein Fan eines großen und einigen Europas, trotz aller – politischen – Unzulänglichkeiten, die einen sicher oft verzweifeln lassen. Aber es geht um die Idee, das große Ganze. Daher ist es auch wichtig Flagge zu zeigen und stolz auf das Erreichte zu sein, was heute vor 60 Jahren – aller Widrigkeiten zum Trotz – seinen Anfang nahm. Nicht einfach den Miesepetern den öffentlichen Raum überlassen, sondern ihn selbst besetzen: #pulsofeurope

Frühlingsversuch

Laut „Timehop“ hatten wir am heutigen Frühlingsanfang in Berlin in den letzten Jahren sowohl angenehme Temperaturen mit leuchtenden Frühlingsblumen, frechen Eichhörnchen (vor 2 und 3 Jahren) als auch Schnee mit den weißen Nächten von Berlin (vor 4 Jahren), alles dabei. Dieses Jahr ist es eher die Kälte und regnerische Nummer. Die Temperaturen schaffen es nicht wirklich an der 10 Grad Marke zu kratzen und der Regenschirm ist in den letzten Tagen der ständige Begleiter der Berliner.  Laut meiner Wetter-App soll es aber endlich aufwärts gehen. Für nächstes Wochenende sind immerhin Sonne und frühlingshafte Temperaturen angekündigt. Ick freu mir.

Foto: Olympus E-M5II, LUMIX 35-100/2.8

Fliegender Hund

Man soll ja auch fotografisch immer an seinen Kompetenzen arbeiten und wenn mit unserem Bürohund Ranos ein williges Model bereitsteht, warum nicht mal C-AF ausprobieren. Die Herausforderung in diesem speziellen Fall: Ein Objekt, was sich schnell und frontal auf den Fotografen zubewegt, permanent im Fokus zu behalten. Im Gegensatz zum S-AF, dem Single-Autofokus, arbeitet der C-AF, der Continuous-Autofokus nämlich genau so. Weiterlesen „Fliegender Hund“

Heidi und HUDO

Wir sind ja auch viel unterwegs, aber gegen das, was Heidi Hetzer mit ihrem HUDO, einem 1930er Hudson Super 8, in zweieinhalb Jahren mit inzwischen stolzen 79 Jahren geleistet hat, sind wir doch Waisenkinder. Mehr als 80.000 Kilometer hat sie auf Ihrer Weltreise mit der heutigen Ankunft in Berlin mit Hudo zurückgelegt, mit einer Maximalgeschwindigkeit von 60 Kilometern in der Stunde. Unvorstellbare 17 Liter verbraucht das Monstrum – von dem es weltweit nur noch 5 Exemplare gibt – auf 100 km und Ersatzteile müssen meist erst hergestellt, oder bei Sammlern angefragt werden. Ihre Motivation? Nicht etwa einen Rekord aufstellen, nein, sie wollte nach ihrer erreichten Rente einfach die Welt sehen. Warum nicht mit einem Auto. So wie vor genau 90 Jahren, als Clärenore Stinnes als erster Mensch die Erde im Auto umrundete. Weiterlesen „Heidi und HUDO“

Tequilawolke

Im Rahmen der ITB findet man auf dem RAW Gelände in Berlin Friedrichshain eine hochprozentige Kunstinstallation. Mexiko hat in der „Urban Spree Gallery“ eine Wolkeninstallation – stilecht sogar mit Gewitter – geschaffen, aus der es echten Tequila regnet. Man hält seinen Becher einfach unter die Wolke und mit etwas Geduld setzt sich der Tequila Nebel im Glas ab. Für alle die nicht so lange warten wollen, gibt es einen kleinen Zapfhahn. Der Eintritt ist frei, Tequila gibt es noch bis morgen Abend. ¡a vuestra salud!

Es regnet Teqila – Foto: h|b

Frau Amsel

Frau Amsel schaut aus ihrem Nest,
traut sich nicht fortzufliegen,
es naht der Regen aus Südwest,
das macht ihr kein Vergnügen.
Ihr schönes zartes Federkleid,
das könnte schnell durchnässen –
es ist ihr Stolz, ist ihr Geschmeid‘.
Doch sie braucht was zu essen!
Schon flattert hin zum Vogelhaus
der ersehnte Amselmann.
Er bringt einen Insektenschmaus.
Ganz verliebt schaut sie ihn an.

© Elisabeth Kreisl, 2015

Funchal

Nach einem Seetag sind wir heute Nacht, von Gran Canaria kommend, mit der „Mein Schiff 2“ auf der Blumeninsel Madeira eingetroffen. Gebucht haben wir eine Inselrundfahrt mit dem Bus. Bei herrlichem Wetter, voller Sonne und 22 Grad sind wir über nicht endend wollende Serpentinen bis in höchste Höhen geklettert, bevor wir wieder ebenso viele Serpentinen zum Atlantik hinunter gekurvt sind. Dort war eine Dünung wie ich sie noch nie gesehen habe. Lässt sich auf einem 2-D Bild kaum wiedergeben. Atemberaubend. Jetzt sitzen wir beim Abendcocktail auf der Außenalsterbar, mit Blick auf die abendliche Altstadt von Funchal.

Sammeln Sie Herzen?

Einkaufsmarkt Kaisers bei Nacht

Seit 16 Jahren ist es „unser“ Einkaufsmarkt im Kiez, Kaisers an der Warschauer Strasse, Ecke Revaler in Friedrichshain, der „Party-Kaisers“. Seit einigen Jahren kann man hier sogar 6 Tage die Woche rund um die Uhr einkaufen. Würde man irgendwann mal nachts um zwei Uhr wach und hätte dringende Gelüste auf Erdbeeren mit Sahne, oder Pfannkuchen mit Apfelbrei, bei Kaisers würde man in beiden Fällen fündig. Man stünde dann zwar in der Kassenreihe mit Leuten die in der Regel auf dem Weg zur nächsten Party Alkohol auf das Band legen, aber was soll’s.

Konnte man allerdings früher noch ein paar Worte mit der nach vielen Einkäufen  bekannten Kassiererin wechseln, sind es inzwischen überwiegend studentische Hilfskräfte, die an der Kaisers-Kasse ihre Eigene aufbessern. Die obligatorische Frage „Sammeln Sie Herzen?“ wurde inzwischen durch „Brauchen Sie den Bon?“ abgelöst.

Nun ist es vorbei, aus Kaisers wird REWE. Wir hätten auch einen Edeka abbekommen können, aber nach der Übernahmeschlacht der beiden großen Discounter wurde brüderlich oder schwesterlich geteilt und wir bekommen REWE. Diesen Samstag um 18 Uhr schließen die Kaisers-Türen, um am kommenden Dienstag als REWE-Türen wieder zu öffnen. Tschüss Herr Kaiser, war ne schöne Zeit.

Bürohund

Golden Retriever

Seit ein paar Wochen sind wir an der Arbeit „auf den Hund gekommen“, eine Kollegin hat einen Golden Retriever zur Ausbildung. Er soll mal ein guter Begleithund werden und da er nicht allein zu Hause bleiben kann, begleitet er sein Frauchen ins Büro. Heute habe ich mal die Gelegenheit genutzt, ihn beim Ausgang im Park zu begleiten. Zum einen wollte ich mal sehen was meine Kamera mit dem neuen Panasonic 35-100 / 2.8 Objektiv leisten kann und zum anderen wie man Hunde fotografiert. Nach Durchsicht der Bilder bin ich sehr zufrieden mit der Ausbeute. Bis auf wenige Ausnahmen alles knackscharf und der Focus sitzt auch bei Offenblende dort wo er hingehört.

Foto: OM-D E-M5 II – 35-100/2.8 – 1/400 – f5.6 – ISO 200

Mehr süße Hundefotos …. Weiterlesen „Bürohund“