Seit gestern läuft die #berlinphotoweek in Berlin, unter anderem im alten Kraftwerk in Kreuzberg, in der Köpenicker Strasse. Neben kostenpflichtigen Vorträgen, gibt es auch eine Exhibition Karte, die zum generellen Eintritt, den Besuch der Fotoausstellung und natürlich zum schlendern rund um die Anbieter von Kameras und Zubehör berechtigt. Manchmal kann man auch irgendwas mitmachen, ist aber eher zufällig. Fotografisch durchaus einiges zu sehen und natürlich auch die Herausforderung selbst aktiv zu werden. Wer noch hinwill… läuft bis morgen und… Kamera nicht vergessen 😉
Weiß der Geierley
Lange nichts geschrieben stell ich grad fest, aber der Workflow im Urlaub ist noch nicht so zufriedenstellend, daher gibt es die Bilder und Geschichten meist erst danach. Wir waren mit unserem Wohnmobil Anfang September auf Abschiedstour, auf der CSD in Düsseldorf haben wir ein Neues gekauft, und unsere gute, alte Bergziege geht nun in den Verkauf. Das haben wir mit ein wenig „Unterwegs in Deutschland“ ordentlich abgeschlossen.
Nachdem wir Düsseldorf den P1 überlebt haben, ab 6 Uhr morgens donnern im Minutentakt die startenden Flugzeuge über unser Wohnmobil und damit auch über uns, starten wir über Aachen eine kleine Eifel- und Hunsrückrundfahrt. Neben den klassischen Maaren befindet sich dort seit 2015 die längste schönste Hängebrücke Deutschlands.

Das Superlativ „Längste Hängeseilbrücke Deutschlands“ hielt nur bis 2017, dann entstand im Harz bei der Rappbodetalsperre die – vorerst – weltweit allerlängste Hängeseilbrücke. So ist das halt mit Rekorden. Immer kommt jemand, der einen noch Längeren oder Größeren hat. Das tut der Attraktivität keinen Abbruch, finden die beiden Brücken doch durch die unterschiedlichen touristischen Gebiete, hier Eifel, Hunsrück, Mosel, dort Harz, ihre Gäste. Noch ein kleiner, aber feiner Unterschied: Die Geierleybrücke darf man ganz umsonst überqueren, für die Brücke im Harz zahlt man 6 Euro.

Nach der Saison ist es auf der Brücke recht entspannt, ich habe gerade Bilder gefunden, da wäre ich ungern auf der Brücke, auch wenn sie diese Menschenmassen wohl aushält. Es ist auch ein recht langer Weg von den ausgewiesenen Parkplätzen, um zur Brücke zu kommen, an heißen Tagen zieht sich das ganz schön. Leider klappt Mörsdorf auch im September an bestimmten Wochentagen schon mal die Bürgersteige hoch, so dass es kulinarisch etwas eng wird.
Für Menschen mit Höhenangst ist es defintiv nichts was man empfehlen könnte, für alle die gern mal Indiana Jones spielen möchten – allerdings ohne fehlende Brückenteile und ohne Krokodile im darunterfließenden reißenden Fluss (den es übrigens hier nicht gibt) – ist es eine spannende Erfahrung und auf jeden Fall einen Besuch wert.
Pomnik Chrystusa Króla
Der Besuch der weltgrößten Christusstatue in Świebodzin in Polen stand schon länger auf unserer Agenda. So nutzten wir am letzten Wochenende die Gelegenheit unserem Wohnmobil ein wenig Auslauf zu gönnen und fuhren in unser Nachbarland Polen. Obwohl es näher liegt, als alle Ziele die wir bisher so angefahren haben, ist Polen irgendwie „Terra incognita“ geblieben. Das müssen wir dringend ändern.

Bilbao
„Sich neu erfinden oder sterben, dieses Motto hat das alte Bilbao umgesetzt. Die Industriestadt war vom wirtschaftlichen Niedergang gezeichnet. Nach Eröffnung des Guggenheim-Museums gelang der Stadt eine wirtschaftliche Neupositionierung: sie wandelte sich zur kulturellen Metropole“. Soweit der Werbesprech. Auch wir haben die baskische Hauptstadt Bilbao wegen des architektonischen Highlights vom amerikanischen Architekten Frank O. Gehry auf dem Plan, sind aber ansonsten leider nicht sehr gut vorbereitet.

Blaue Stunde
Auch mit dem Smartphone kann man durchaus akzeptable Fotos schießen, so zum Beispiel bei einem Spaziergang durchs Berliner Regierungsviertel. Man braucht nur die Augen aufhalten und die Motive finden. Kamera: iPhone, Nachbearbeitung: Snapseed und fertig.
Revaler Spitze
Nein, hier wird nichts geklöppelt und es eignet sich auch nicht als Untersetzer. Aber es tut sich was entlang der Revaler Straße. Während am Anfang der Straße noch um jeden Meter kulturellen Freiraums gekämpft wird, bildet sich am Ende, in der Revaler Straße 28-31, ein neues Gebäude, die Revaler Spitze.
Leider werden dort keine dringend benötigte Wohnungen entstehen, sondern wie so häufig, Büros, Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen, das klassische Friedrichshainer Gemisch mit der vermutlich besten Rendite. Anderseits ist es vermutlich durch die direkte Nachbarschaft zur S-Bahn auch nicht ganz einfach dort Wohnungen auf den Markt zu bringen, Der Gebäuderiegel wird aber sicherlich den bereits dort bestehenden Wohnungen einen Schallschutz bieten und damit die Wohnqualität erhöhen.
Beim Kiezspaziergang sind viele Entwicklungen zu sehen und ich werde in den weiteren Beiträgen mal auf das eine oder andere näher eingehen und auch die Entwicklung begleiten. Die Revaler Spitze soll übrigens in 2021 fertig gestellt sein. Vielleicht gibt es ja bis dahin sogar einen neuen Berliner Flughafen. Aber wer glaubt schon an Wunder.
Wiener Melange
Wir reisen blogtechnisch die Donau von Linz kommend weiter ein Stück flussabwärts und erreichen die österreichische Hauptstadt Wien. Mit unserem Flusskreuzfahrer kommen wir dort am Silvesternachmittag von Budapest kommend an. Da grad die Sonne ein wenig vom Himmel lacht, ziehen wir uns schnell an und laufen zum Prater, dem berühmten Hotspot von Wien. Weiterlesen „Wiener Melange“
Abrisskante
Bei einem Spaziergang vom Alex nach Hause kam ich am Bahnhof Jannowitzbrücke vorbei, wo die Abbrucharbeiten der Tankstelle, Lidl und McDonalds und der danach folgenden Autowaschanlage in vollem Gange sind. Wie oft hatte ich aus dem S-Bahn Fenster beobachtet, wie akribisch dort die Autos mit Hand von außen und innen gereinigt wurden. Edle Karossen, Taxen, Mietwagen, alles wurde picobello den Kunden übergeben. Vorbei mit der Sauberkeit.
Die Berliner Woche schreibt dazu etwas interessantes und historisches: “
„Mit dem Stopp der Waschbürsten endet auch ein Stück DDR-Geschichte. Die 1968 eröffnete Autowaschanlage an der Jannowitzbrücke war die erste Autowaschstraße der DDR. In den ersten vier Jahren wurden dort ausschließlich Karossen aus dem Regierungsfuhrpark gewienert, bis die Anlage 1972 dem VEB Autotrans übertragen wurde und den legendären Namen Waschbär bekam. In fünf mit Ampeln geregelten Spuren standen die Trabis und Wartburgs über eine Stunde lang an. Damals wurde nur ein Programm – die Oberwagenwäsche in drei Preiskategorien je nach Auto – angeboten.“
Das doch sehr rumpelige Ambiente an dieser Stelle weicht ab 2019 einem siebzig Meter hohem Büropalast mit dem Namen „Jaho“. Erste Bilder vom Erdgeschoss zeigen viel Glas und Gastronomie. Wohnbebauung ist wegen der Nähe der S-Bahn Trasse nicht möglich schreiben die Entwickler. Die genauen Entwürfe für das Bürogebäude sind noch geheim. (Stand: Nov 2018)
Sichtachsen
Man tausche ein G (Görlitzer Park), gegen ein W (Wörlitzer Park) und schon ist man in einer völlig anderen Welt. Einem Park ganz ohne Dealer, ohne Grillschwaden, ohne Müll, dafür mit Skulpturen, pittoresken Tempeln, durchzogen von kleinen Kanälen, überspannt von skurrilen Brücken. Wo es keine Brücke gibt fährt einen die „Amtsfähre“ für einen Euro auf die andere Seite. Die Besucher lustwandeln entspannt auf kleinen, verschlungenen Wegen die sich durch den Park ziehen, wer möchte, kann sich auch bequem mit Gondeln über die Seen fahren lassen. Weiterlesen „Sichtachsen“
Colours of Aarhus
Im Rahmen unserer Skandinavien-Kreuzfahrt stand auch ein Besuch einer der beiden Kulturhauptstädte Europas, Aarhus in Dänemark, an. Neben einem Stadtbummel, haben wir dem Aarhus Art Museum, kurz ARoS, einen Besuch abgestattet. Eine der Attraktionen ist ein Skywalk in allen Regenbogenfarben auf dem Dach des Museum. Man kann dort einmal herumlaufen und sieht die Stadt so in allen Farben. Interessanterweise kann das Auge die Farben viel besser sehen, als der elektronische Sucher der Kamera. Beim ersten Durchschauen war ich etwas enttäuscht, war doch eher alles blass und kaum farbig. Vielleicht eher so eine Filterfunktion, muss ich mal recherchieren. Das Bild ist jedenfalls aus der Serie „Project Sara“ und zeigt den Grünteil des Spektrums.
Foto: Olympus OM-D E-M5 II, 12-40/2.8 PRO, ISO 200, 1/3200 bei f2.8
