Wenn man sich auf Instagram mal ein Pilzfoto länger angeschaut hat, wird man anschließend damit geradezu bombardiert. Es scheint eine Menge Fotografen und Fotografinnen zu geben, die sich intensiv dem Thema „Pilzfotografie“ widmen. Teils mit erheblichem Aufwand was Lichtequipment angeht.
Weiterlesen „Ein Männlein steht im Walde“Winterwald
Stehen musst du von den Bäumen lernen,
das Feststehen, das verwurzelt sein
das Kraftholen aus den Tiefen,
das sich biegen lassen von den Stürmen,
das geduldige Tragen der Schneelasten,
das Hinaufsehen der Äste dem Himmel zu.
Ilse Pauls
Ein Waldes Echo – Winteredition
Die Sonnenscheibe im Nellenfurtweiher macht ihrem Namen an diesem verschneiten Wintertag alle Ehre. Halb versunken im Eis reflektiert sie die Nachmittagssonne im Uhldinger Wald. Das Kanu sieht etwas ramponiert aus und verschwindet im Schatten der Bäume.

Verloren 42/52
Wir müssen weg hier, raus aus dem Wald, verstehst du nicht?
Wo ist dein Schuh? Du hast ihn verloren,
als ich dir den Weg zeigen musste.
Wer hat verloren?
Du dich? Ich mich? Oder, oder WIR UNS?
Mein kleiner Charlie
Die Peanutsfigur Charlie Brown ist ja ständiges Inventar in meiner Fototasche. Bei jeder Gelegenheit versuche ich ihn eine Szenerie zu integrieren. Also nicht bei jeder, aber wenn es passt. Wie oft ich das mache, könnt ihr euch hier anschauen. Leider bin ich aber auch ein Schusselkopp und vergesse den armen Charlie manchmal. So könnte er heute noch unter dem Gipfel des Mount Ventoux auf einem Holzpfosten stehen. Ich hoffe aber, er hat neue Freunde gefunden, die besser auf ihn achtgeben.

Diesmal war ich wieder im Wald in Uhldingen, bei den spiegelnden Kunstwerken und habe im Umfeld interessante Pilzformationen gefunden. Da bot es sich natürlich an, Charlie in Szene zu setzen. Hat im letzten Herbst auch schon Spaß gemacht, Charlie in die Welt der Pilze einzuführen. Das Einzige was ich mir noch wünschen würde, wäre eine Charlie Brown Figur von Schleich, mit einem Lächeln im Gesicht. So scheint er auf meinen Fotos immer zu denken, „Booaahh, neee, warum muss ich denn jetzt hier schon wieder dumm rumstehen.“ Aber das denken sich vermutlich viele Models 😉
Ein Waldes Echo
„Ein Waldes Echo ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt, zwischen Malerei, Installation, Klangkunst und ortsbezogener Rauminszenierung.“

Adlerblick
Bei der Wandung zu den Glindower Alpen hatte ich natürlich auch meine Drohne dabei. Ist im Wald nicht ganz so einfach, aber wenn man – wie im Header zu sehen ist – eine Lichtung findet, ist ein Startversuch durchaus lohnenswert. Bietet sich doch eine Sicht auf den Wald, der sonst nur Vögeln vorbehalten ist. Die Strahlen der tiefstehenden Sonne werfen Schatten auf den Boden des Waldes, ganz klein am unteren Rand müsste auch unsere Fotogruppe zu erkennen sein. Der Blick im folgenden Bild geht über den Turm des Ziegeleimuseums Glindow weit über den Glindower See. Links am Horizont müsste die Werdersche Halbinsel zu sehen sein. Ist auf jeden Fall nicht sehr weit entfernt und immer ein Besuch wert.

Susanne
Wenn man zu lange durch den Wald läuft, verwischen irgendwann die Gedanken. Warum nicht die Gelegenheit beim Schopfe ergreifen und das selbe mit dem Wald selbst tun. Oder mit den FotokollegInnen, die mit mir durch den Wald streifen, auf der Suche nach dem besten Baumfoto. Als Susanne, die einzige aus dem Klub mit langen roten Haaren, ein paar Meter vor mir geht, stelle ich die Kamera auf kleine ISO, drehe die Blende soweit zu dass die Belichtungszeit auf eine 20stel springt und fange an zu fotografieren und dabei die Kamera von unten nach oben zu bewegen. Immer nur knapp, damit noch ein wenig auf dem Foto zu erkennen ist. So entsteht ein abstraktes „Wischbild“ was durch die Komplementärfarben rot und grün seine Spannung erzielt. Hier noch ein Foto ohne Person, hier wirkt nur das immer noch frische herbstliche grün.

Waldbewohner
Als mir die vielen Bäume und Blätter und Blätter und Bäume im Wald der Glindower Alpen etwas langweilig wurden, habe ich versucht Lebewesen im Wald zu finden. Aber natürlich nicht so offensichtliche wie Käfer, die kommen später noch dran, sondern eher so geheime Wesen, die man nicht gleich entdeckt und die man nur mit Glück findet. Das Tier auf dem Aufmacherfoto muss eine Art verwunschenes Einhorn oder ein Troll mit Nasenpickel sein. Versteckt im Wald unter Moos schaut nur ab und an die Nase raus. Gefunden habe ich auch noch eine Art Mooskrokodil, ein verholzter Bär und ein Drache, wo nur das Auge auf ein Wesen hinweist.
Waldgeister
Am letzten Wochenende war ich mit den Fotokollegen in den Glindower Alpen in der Nähe von Werder. Ein toller Spaziergang in einem völlig verwunschenen Wald, der mehr oder weniger sich selbst überlassen scheint. Ich werde nach und nach die Fotos hier einstellen, die ich auf dem Waldspaziergang gemacht habe und beginne heute mit einem Foto was einen der Bäume zeigt, die sich teilweise verzweigen, neu erfinden, in alle Richtungen diffundieren und skurrile Formen annehmen.



