S’goht dagege

Der Ausruf aus der allemannischen Fasnet steht für den heutigen Aschermittwoch im Programmheft der diesjährigen Überlinger Session. Zuerst musste ich mal kurz recherchieren was das eigentlich bedeutet, zum Anderen dann von Einheimischen erklären lassen, wieso der Spruch denn am Aschermittwoch steht.

Korrekt ausgerufen wird „S’goht dagege“ nämlich am 6. Januar, den „Heiligen 3 Königen“. Das ist hier im Süden der Auftakt zur närrischen Zeit. Nicht am 11.11. wie in den rheinischen Hochburgen. Übersetzt heißt er damit soviel wie „Jetzt geht’s los“. Alles klar.

Meine Rückfrage bei Menschen die schon länger hier wohnen, führte nicht zu einem eindeutigen Ergebnis. Am wahrscheinlichsten lässt er sich in diesem Zusammenhang interpretieren als „Nach der Fasnet, ist vor der Fasnet“. Andere meinten, jetzt geht es dem Frühling entgegen, der Winter geht zu Ende. Zumindest das scheint aktuell – mein Blick aus dem Fenster zeigt dickes Schneetreiben – nicht so recht zu stimmen.

Auf jeden Fall war ich am Sonntagnachmittag mit meiner Kamera beim großen Überlinger Umzug – bisher hatte mich das Wetter davon abgehalten das närrische Treiben zu fotografieren – und konnte ein paar schöne Fotos schießen. Die Stimmung war super und sowohl Beteiligte, als auch Zuschauer sichtbar begeistert, dass der Wettergott ein Einsehen hatte.

Vor dem Umzug fand noch das offizielle Gruppenbild der Überlinger Löwenzunft am Löwenbrunnen statt. Auch wenn die Masken es vermuten lassen könnten, stecken doch ausschließlich Frauen unter den tollen Holzmasken. Jüngeren Löwinnen bekommen nur das Gesicht geschminkt, das „Häs“, also die Uniform ist aber identisch zu den Großen.

Das war es dann für dieses Jahr. Ein kräftiges „Narri, Narro“, ein juchzendes „Juhuhuuuu“ und ein „S’goht dagege“ auf die kommende Saison.

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