Im Rahmen meiner Tätigkeit in der Galerie Fauler Pelz hier in Überlingen, konnte ich am Sonntag eine Performance der österreichischen Künstlerin Evelyne M. Fricker fotografisch begleiten. Mit dem BSB Schiff um kurz nach zwei, kamen einige der beteiligten Künstler:innen der aktuellen Ausstellung „Über den See“ aus Österreich und brachten eine fast drei Meter hohe rosa Plüschfigur mit.


Die Künstlerin dazu: „Der Yeti ist ein Schneemensch oder Fabelwesen aus dem Himalaya. Doch immer handelt es sich dabei um ein männliches Wesen. Mein „Yeti“ ist eine Frau. Ob sie nun die Frau vom Yeti ist, oder dieses Wesen höchst persönlich, das ist nicht so wichtig. Ich nenne sie YETA, was für mich die weibliche Bezeichnung des Wesens ist.“


Yeta sitzt dabei auf einem rosa Plüschsessel mit überschlagenen Beinen und schaut mit großen Augen in die Welt und auf Überlingen. Geschoben wird sie dabei von einer Freundin der Künstlerin. Die Künstler-Entourage begleitet Yeta über den Landungsplatz, einmal rund um den Lenkbrunnen, um am Ende ein temporärer Teil der Ausstellung in der Galerie zu werden. „Über den See“ diesmal ganz wörtlich genommen.


In der Ausstellung wird Yeta an den ausgestellten Exponaten vorbeigeführt, wobei die Künstlerin Yeta alles genau erklärt. Das wirkt ein wenig befremdlich, bezieht sich aber auf die Performance von Jospeh Beuys: „Wie man einem toten Hasen die Bilder erklärt“, die vor rund 60 Jahren stattgefunden hat. Am Ende verschwindet Kunstobjekt Yeta mit den österreichischen Künstler:innen wieder an Bord eines Schiffes und alle machen sich auf den Rückweg in ihre Heimat Österreich.

Alle Fotos mit der Olympus OM-D E-M1 III und dem m-Zuiko 12-40, 2.8 PRO

