El Niño

Nein, für diesen Beitrag ist nicht das Klimaphänomen im tropischen Pazifik gemeint, dass alle paar Jahre Auswirkungen auf das globale Wettergeschehen haben kann. Es geht um eine Figur des Bildhauers Ubbo Enninga. Die Figur findet sich an der Radolfzeller Hafenmole, in Sichtweise des Bahnhofs, und ist ein beliebtes Fotomotiv.

El Niño wird von vielen Einheimischen und Besuchern auch zur Messung des Wasserspiegels genutzt, denn je nach Wasserstand, sieht man mal mehr und mal weniger von der Statue. Als wir auf unserer 1. Mai Radtour das erste Mal dort waren, hatte der Bodensee historisches Niedrigwasser und die Figur stand auf dem Trockenen. Ich konnte problemlos hinlaufen und aus der Nähe fotografieren. Bei unserem nächsten Besuch, ein paar Wochen später, hätte ich mir dabei nasse Füße geholt. Der Bodensee hatte kräftige 80 cm zugelegt, das sind umgerechnt rund 43 Milliarden Liter Bodenseewasser.

„Die afrikanisch anmutende Figur verhält sich zum variierenden Stand der Wasserlinie: Bei Niedrigwasser schwebt sie über dem Kiesbett, bei Hochwasser taucht sie förmlich unter. Angeregt vom gleichnamigen Wetterphänomen ‚El Niño‘ soll, so der Künstler Ubbo Enninga, das Werk als stehende Welle kosmische Energien bündeln und ein Bewusstsein für lunare, aber auch solare Kräfte schaffen „und die mit ihnen in Beziehung stehenden Elemente und Wirkungen auf der Erde harmonisieren“.“ schreibt die Website „Seekunstweg“ über die Figur.

Im letzten Jahr, als der Bodensee Hochwasser hatte, musste der Figur eine Boje angelegt werden, damit niemand aus Versehen dagegen schwimmt, oder von einem Boot gerammt wird. Aus der Sicht passt die obige Beschreibung doch ganz gut. Außer der Quatsch mit den kosmischen Energien 😉 Beim nächsten Hochwasser werde ich sicher wieder mal vorbeischauen.

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