Garagen #2

The New Topographic Movement“ ist eine zeitgenössische Stilrichtung der Fotografie, die in den 70-er Jahren in den USA entstanden ist. Dargestellt werden oft Relikte einer bestimmten Epoche, oder auch aktuelle Objekte, die Industrieanlagen oder -brachen zeigen. Meist in Schwarzweiss, oder leichten Pastellfarben, aber in der Regel ohne Menschen. Sie schwanken zwischen Einöde und der Faszination von Gestern.

Nicht die Idealvorstellung von Landschaft, sondern die dokumentarische Sicht auf durch Gewerbe, Transport und Naturausbeutung geprägte Umwelt wird zum Gegenstand einer neuen zivilisationskritischen Fotografie. Da ich dieser Gruppe auf Facebook bereits folge, hatte ich schon lange die Idee etwas ähnliches zu fotografieren. Das mit der Landschaft nehme ich noch in Angriff, beginne aber erstmal mit den „hübschen“ Garagen. Sie sind Zeichen einer automobilen Zeit, für die wir viel Raum und Gestaltung aufwenden.

Sehen die Garagentore eines klassischen Neubaus – wie auf dem Titelbild – aus wie der Eingang zu einem Atombunker, zeigt die letzte Garage des Beitrags zumindest individuellen Charme durch Bemalung und Plakat. Die Garagenfront mit den vier gestaffelten Garagen zeigt dagegen an jedem ihrer Tore den gescheiterten Versuch an, mit dem Auto das ungeöffnete Tor durchbrechen zu wollen, oder einfach nicht rechtzeitig das Bremspedal gefunden zu haben.

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