Trecker auf Speed

Bei einem kleinen Spaziergang am Wochenende durch die Überlinger Weinberge konnte ich fotografieren, was man sinnvolles mit einem Trecker anstellen kann, anstelle wütend nach Berlin zu dieseln. Statt mühsam zu Fuß und mit einer Heckenschere bewaffnet der wuchernden Reben Einhalt zu gebieten, hat der kleine Trecker scharfe übereinanderliegende Rotoren an einem Ausleger, mit denen die oberen Spitzen der Weinreben gekürzt werden. So kann der Saft und die Kraft auf den unteren Bereich beschränkt werden. Coole Sache. Spart sicher eine Menge Arbeitszeit und Kraft, braucht aber eine Maschine und damit Treibstoff. Rechnet man nun Zeitersparnis gegen Manpower und Mehrkosten, dürfte sich die Maschine – auch bei fehlender Dieselsubvention – immer noch rechnen.

Beim Titelbild und dem hier folgenden Foto habe ich mich wieder mal der ICM Technik bedient. Die Abkürzung „icm“ bedeutet „Intentional Camera Movement“ und steht für eine Technik, bei der man die Bilder absichtlich verwischt oder verwackelt. In diesem Fall also Blende zu, ISO auf LOW und die Kamera während der Auslösung seitlich, leicht nach oben, oder nach unten schwenken. Oder – wie im folgenden Beispiel – während des Auslösens den Zoomring drehen. Richtig gedreht, springt einem das Motiv geradezu entgegen. Für Zoombilder ist ein Stativ hilfreich.

Durch die längere Belichtungszeit (kleine ISO, große Blende) reicht es meist aus, das gewünschte Ergebnis zu erzielen, auch ohne Graufilter oder ähnliches. Sinnvoll ist es auf jeden Fall viele Bilder zu schießen, da nicht jedes Bild nutzbar ist. Der Ausschuss ist vorprogrammiert. Aber einfach mal ausprobieren. Macht Spaß. Auch im Wald.

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