Chillen mit Tigern

Sumatratiger

Vor fast einem Jahr erblickten im Berliner Tierpark vier kleine Sumatra Tiger das Licht der Welt. Nachdem sie endlich aufs Freigelände durften stapelten sich die Fotografen am Gehege und schauten zu, wie die – noch tollpatschigen – Jungtiere ihr neues Zuhause erkundeten.

Inzwischen sind sie Teenies und kaum noch von ihrer Mutter zu unterscheiden. Sie bewegen sich auch eher gemächlich durch das Gehege, oder liegen entspannt auf den Felsen und schauen den Besuchern zu. So ein Tigerleben ist doch sehr entspannt, wenn man nicht selbst das Futter jagen muss, sondern es mundgerecht serviert bekommt. Ein bißchen langweilig stell ich mir das schon vor, aber mit geht es ja mit der Kantine ähnlich. Kein Jäger mehr sein, hat durchaus Vorteile.

Karwe #fontane.200

Das Gut derer von Knesebeck

„Unser Weg führt uns heute nach Karwe“ schreibt Fontane in seinem Wanderungen, „Es liegt am Ostufer des Ruppiner Sees, und ein Wustrauer Fischer fährt uns in einer halben Stunde hinüber. Ein besonderer Schmuck des Sees an dieser Stelle ist sein dichter Schilfgürtel, der namentlich in Front des Karwer Parkes wie ein Wasserwald sich hinzieht und wohl mehrfach eine Breite von hundert Fuß und darüber haben mag.“

Blick über den Ruppiner See
Blick über den Ruppiner See – Foto: h|b

Indian Summer

Herbstlicher Tiergarten in Berlin - Foto: h|b

Beim Spaziergang durch den Berliner Tiergarten muss ich aufpassen nicht alle paar Meter stehenzubleiben, weil sich immer neue Perspektiven auf den goldenen Herbst öffnen. Wenn dann noch ein kleiner See mit idyllischer Brücke das bunte Herbstlaub spiegelt, springt die Kamera fast automatisch in die Hand und vor das Auge. Die richtige Perspektive suchen, passt. Beim entwickeln der Fotos in Lightroom sieht es schon fast nach einem Gemälde der alten Landschaftsmaler aus. Ein bißchen an den Reglern drehen, um den Eindruck noch etwas zu verstärken und fertig ist das klassische Herbstbild.

Tiergarten
Herbstlicher Tiergarten in Berlin – Foto: h|b

Wünsch dir was

Visions in Motion / Patrick Shearn - Foto: h|b

Mit dem Projekt „Visions in Motion“ sorgte der Künstler Patrick Shearn, im Rahmen der Feiern zu „30 Jahre Mauerfall“ in der letzten Woche, für ein farbenfrohes Spektakel am Brandenburger Tor. Ein 150 Meter langer Teppich aus insgesamt 100.000 Bändern, von denen 30.000 mit kleinen Botschaften beschriftet sind, bildete den Himmel unter dem die Besucher wandeln konnten.

Wünsche, Forderungen, Hoffnungen und Visionen von vielen verschiedenen Menschen hat der Künstler auf der Straße, auf Festivals im Rahmen von Workshops, Veranstaltungen sowie Aktionen in Schulen und Kirchen eingeholt, sodass sich ein breites Spektrum an Meinungen aus der Gesellschaft zusammen getragen hat.

Grenzlinien

Spreegrenze

„Do you remember the 9th of November?“ Das fragen sich dieser Tage wieder gegenseitig Zeitzeugen und Menschen, die die Öffnung der Mauer damals bewusst mitbekommen haben. Erinnerst du dich und wo warst du? Ich war zu Hause im beschaulichen Steinbach in der Nähe von Frankfurt am Main und für mich war die DDR relativ weit weg. Früher – als ich noch in der Nähe von Kassel gewohnt hatte, im sogenannten „Zonenrandgebiet“ – war sie etwas näher. Wir sind ab und an mit den Eltern in die Nähe von Bad-Sooden Allendorf zur Werra gefahren und haben mit leichtem Schaudern hinüber auf die riesigen Grenzschneisen geschaut, die die Waldhänge herunterkamen und West von Ost trennte. Oder andersrum. Echt gruselig für uns Kinder.

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