Spiegellos

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Olympus, meine seit Jahren präferierte Marke, wenn es ums fotografieren geht, zieht aktuell übers Land, um ihr neues Flagschiff die OM-D E-M1 zu promoten. Heute war Berlin dran. Im industriellen Ambiente des Wasserwerks am Hohenzollerndamm konnten die Oly-Fan-Boys and Girls die OM-D ausgiebig testen, selbst in die Hand nehmen, eigene Objektive dranschrauben und an vier aufgebauten Stationen ihre Fähigkeiten bewundern. Natürlich bei Bedarf auch vorbestellen, beim Partnerstand von Foto-Erhardt.

Sie ist etwas größer als die E M5 und hat einen hellen und großen Sucher. Das dürfte locker Vollformatniveau haben. Aber … es ist ein elektronischer Sucher. Der ist aber inzwischen so gut, dass man nichts wirklich vermisst. Im Gegenteil, er ist nicht nur der Blick nach draussen, sondern ein Computerdisplay mit allen Möglichkeiten.

Für mich ist sie noch etwas oversized, vor allen Dingen im aktuellen Preisgefüge. Vielleicht erstmal die M5 zu Weihnachten, als Einstieg ins mFT Segment. Mit meiner kleinen E PL-3, meiner aktuellen „immerdabei“ bin ich ja schon fleissig am üben. Aber ich denke auch, dass die Zukunft den spiegellosen Kameras gehört. Zuviel spricht dafür und Olympus setzt hier klar die Trends.

Werbung total

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Die untere S-Bahn Station der Friedrichstraße ist häufig Schauplatz für konsequente Werbung. Jedes Stück Wand, jeder Pfeiler ist vollgepflastert mit aufeinander abgestimmten Werbeplakaten. Als ich heute nachmittag dort ausgestiegen bin, hat mich die volle Bluse des GTA-Groupies fast erschlagen. Jeder Quadratmeter der Station zeigt die Konterfeis des aktuellen Spielehits „Grand theft auto“. Ein „Open World Game“ wo man als Gangster Karriere machen kann, Foltern inklusive. Ob die Bahn weiß, wofür sie da werben lässt. Billig ist das sicher nicht.

Treppauf, Treppab

Jeden Dienstag, nach Büroschluss, führt mich mein Weg in den Rudolfkiez in Friedrichshain. In einem Backsteinloft am Ende der U-Bahn Abstellanlage der U 1 befindet sich ganz oben unter dem Dach das „Expert-Training“. Früher hieß es mal „Kieser-Training“, aber man hat sich irgendwie verkracht. Eine Weile war auch die Abbuchung der Mitgliedsbeiträge etwas chaotisch, der frühere Franchisenehmer hatte angeblich was damit zu tun, aber zwischenzeitlich funktioniert wieder alles.

Treppab

Jeden Dienstag, es ist wichtig es regelmäßig zu tun, ersteige ich beschwingt die Treppe in der Rudolfstraße, und hole mir am Tresen meinen Spindschlüssel ab. Im Gegensatz zum klassischen Fitnesscenter ist es ruhig und entspannt. Einzelne Männer und Frauen sitzen an den verschiedenen Geräten und ziehen, stoßen oder drücken 90 Sekunden lang ihre Gewichte. Ich ziehe mich um, starte im iPhone die Kieser APP und beginne mit dem Training. 10 Stationen, jeweils 12 Wiederholungen, rund 30 Minuten lang, schön langsam. Muskelaufbau. Irgendwann habe ich mal ausgerechnet was ich pro Training an Gewichten bewege. War ne ganze Menge.

Treppauf

Jeden Dienstag, auch wenn ich mich manchmal motivieren muss, tausche ich, ungefähr 40 Minuten nach Trainingsbeginn, wieder Schlüssel gegen Mitgliedskarte und trolle mich von dannen. Meine Muskeln fühlen sich gut an, ich kann wieder aufrechter gehen. Muss mich nicht so hängen lassen. Das Grundprinzip dieses Trainings ist es ja die Muskulatur zu stärken, die dann, solcherart gestärkt, den Rücken unterstützt. An der Treppe zur U-Bahn-Station Warschauer Straße merke ich zwar meine Beinmuskeln, aber ich komme ohne zu japsen oben an. Der Weg nach Hause vergeht fast wie im Trance, dann wartet die Couch.

Nächsten Dienstag warten sie wieder auf mich. Erst die Treppen. Dann die Gewichte. Dann die Couch. Dienstag, ein fixer Punkt im Ablauf der Gezeiten.

Finger weg!

Irgendwann musste es ja passieren. Unser Wohnmobil steht ja auch im öffentlichen Raum. Das gelangweilte Idioten das eines Tages als Unterlage für ihre Schmierereien nutzen würden war uns fast klar. Es war nur eine Frage der Zeit. Wir können noch zufrieden sein, dass es kein großes Tagging geworden ist, auch dass liest man ab und an im Internet, sondern „nur“ ein kleiner, wenn auch unschöner Zusatz zur Typ-Bezeichnung. Aber … und das ist ganz wichtig, sofort reagieren. Dem „Broken Windows“ Effekt vorbeugen.
Vorher
Daher haben wir sofort zu einem Schmutzradierer gegriffen, um den Originalzustand wieder herzustellen. Im Internet gibt es viele Tipps, von Waschbenzin, über Spiritus, oder andere Geheimmittelchen, aber der Radierer führte sofort zum Erfolg. Der kleine „Schwamm“ wird angefeuchtet und dann rubbelt man über das Tagging und sieht zufrieden, wie Buchstabe auf Buchstabe verschwindet. Ich hoffe, dass es der letzte Einsatz dieser Art war. Malt von mir aus die Straße voll, habt ihr doch als Kinder früher sicher mit bunter Kreide auch gemacht, aber lasst anderer Leute Sachen in Ruhe. Finger weg, verstanden!
Nachher

Herbstanfang in Berlin

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Heute ist Herbstanfang. Das Wetter belohnt den Tag, im Gegensatz zur abgelaufenen Woche, mit einem richtig schönen Sonnentag. Obendrüber ein paar Wolken, auch mal Dunkle, aber es ist trocken und teilweise richtig warm. Wir machen uns auf in den Westen, mal sehn, ob noch iPhones im Angebot sind. Der Applestore am Ku’Damm ist gut gefüllt mit Menschen, aber die neue Generation iPhones gibt es heute nur zum anfassen, nicht zum mitnehmen. Die erste Lieferung ist komplett verkauft, wann es Neue gibt, kann niemand sagen. Ist wahrscheinlich auch besser so, am Ende wären wir nur wieder schwach geworden. Herbstanfang in Berlin weiterlesen