Weissmacher

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Heute morgen standen die Maler vor unserer Haustür und haben die Tür und die umliegenden Wände wieder mal neu geweißt. In Friedrichshain neigen Wände und Türen nämlich dazu, über kurz oder lang „verziert“ zu werden. Reines Weiß scheint bei bestimmten Personen einen Reflex auszulösen. Sie müssen dann sofort einen Edding oder Schuhcremepads aus der Tasche ziehen und irgendwelche Hieroglyphen hinterlassen. Wohlwollende Menschen sagen „Tags“ dazu und halten das ansatzweise für Kunst und „in Berlin gehöre das eben dazu“. Ich tendiere ja inzwischen eher dazu mir Gedanken über das anbringen unsichtbarer Elektrokabel oder effektiver Selbstschussanlagen zu machen. Aber das wäre natürlich politisch völlig unkorrekt. Aber wehe wenn ich jemanden „in flagranti“ erwische, dann garantiere ich für nichts. Echt jetzt. Ich weiß nämlich wer die Maler letztendlich bezahlt, die immer wieder vorbeikommen müssen, weil irgendwelche Schmierfinken ein gestörtes Selbstwertgefühl haben. Seid also gewarnt.

3 Kommentare zu „Weissmacher“

  1. Ich helfe Dir, wenn ich wieder da bin. Mir ist unverständlich, weshalb man das in Deutschland nicht in den Griff bekommt. Letztlich ist es eine Frage der Strafe und vor allem … deren Durchsetzung.

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